Frankfurt am Main (pm) – Bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 9. Juni, haben Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, und Simone Zapke, Leiterin der Bauaufsicht, das Jahresergebnis der Bauaufsicht Frankfurt für das Jahr 2025 vorgestellt.
Wohnungsbau gewinnt wieder an Dynamik
Der Frankfurter Wohnungsbau verzeichnete im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg bei den Genehmigungen. „Deutlich besser als im Landes- und Bundestrend konnten wir trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds beim Wohnungsbau eine positive Entwicklung feststellen. So wurden im vergangenen Jahr 3180 Wohnungen in Frankfurt genehmigt. Das ist ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, stellte Gwechenberger fest. Mit insgesamt 3772 fertiggestellten Wohnungen erreichte Frankfurt im Jahr 2025 nahezu exakt den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (3812 Wohnungen). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 11 Prozent.
Die Umnutzung von Büro- und Gewerbeflächen zu Wohnraum bleibt ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung: Insgesamt 1030 genehmigte Wohnungen im Jahr 2025 entstanden durch Umnutzungen. Das entspricht einem deutlichen Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich dem höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Die Bedeutung des Bauens im Bestand zeigte sich dabei nicht nur in der Schaffung neuer Wohnungen, sondern auch in der Revitalisierung von Bürogebäuden sowie in der Umnutzung eines Bürogebäudes zu einem Studierendenwohnheim und Hotel in Niederrad.
Digitalisierung sorgt für Rekordtempo bei Genehmigungen
Zapke zeigt sich erfreut darüber, dass das digitale Baugenehmigungsverfahren inzwischen erfolgreich etabliert ist. Dies spiegelt sich insbesondere in der gesteigerten Produktivität und in einer bislang unerreicht kurzen Bearbeitungszeit wider: Im Jahr 2025 lag die durchschnittliche Bearbeitungszeit über alle Bauanträge hinweg bei nur noch 52 Tagen, eine Verbesserung von fast 20 Prozent gegenüber dem Mittelwert der vergangenen 10 Jahre. Im Baugenehmigungsverfahren werden sämtliche Arbeitsschritte – von der Antragstellung bis zur Fertigstellung des Gebäudes – unabhängig von Größe und Prüfumfang vollständig digital abgewickelt.
Auch die Digitalisierung des Archivs und die Online-Aktenübermittlung werden von den Kundinnen und Kunden weiterhin sehr gut angenommen. Die Zahl der Akteneinsichten stieg auf über 3000 Verfahren. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Online-Baulastenauskünfte: Mit 5107 Anfragen wurde im Jahr 2025 der Spitzenwert des Vorjahres nochmals übertroffen.
Investitionen erreichen höchsten Stand seit fünf Jahren: Wohnungsbau dominiert weiter
Die genehmigte Bausumme hat 2025 erneut zugenommen und erreichte mit 1,21 Milliarden Euro den höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Der Wohnungsbau belegte dabei erneut den ersten Platz der Investitionskategorien mit 361 Millionen Euro, im Jahr 2024 waren es 247 Millionen Euro. Zweitgrößte Investitionskategorie waren Bürogebäude mit 194 Millionen Euro. Die Rechenzentren erreichten mit 187 Millionen Euro Platz drei, während die Kategorie Flughafen mit 110 Millionen Euro Rang vier belegte.
Quelle: Frankfurt am Main