Kopenhagen (abki) – Das dänische Architekturbüro Henning Larsen hat eine Enterprise-Partnerschaft mit dem Generative-AI-Unternehmen KREA AI geschlossen. Ziel ist die Entwicklung eines neuen KI-Workflows, der Designintuition mit schnellerer Iteration, klarerer Zusammenarbeit und mehr Verantwortlichkeit verbindet.
Werkzeuge mitgestalten statt blind adoptieren
Für Henning Larsen spiegelt die Partnerschaft einen grundlegenden Wandel im Umgang der Branche mit KI wider. Jakob Strømann-Andersen, Director Sustainability and Innovation bei Henning Larsen, beschreibt die veränderte Rolle digitaler Designwerkzeuge so: „Digital design tools are no longer just instruments for drawing and representation. Shaping how we define problems, test scenarios, and make decisions, these tools are becoming part of the design process and we should be shaping them, not blindly adopting them.“
Die Zusammenarbeit ist auf gegenseitiges Verständnis zwischen Softwareanbieter und Architekturbüro ausgerichtet: In einem strukturierten Enterprise-Setup wird Henning Larsen die Werkzeuge kontinuierlich mitgestalten – sowohl für die eigenen Bedürfnisse als auch für die Branche insgesamt.
KI als Gesprächsgrundlage mit Auftraggebenden
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung kreativer Prozesse durch offenen Dialog mit Auftraggebenden. Durch die Beschleunigung visueller Frühphasenerkundung und Szenarioprüfungen soll KI zu einer gemeinsamen Arbeitsfläche werden – Teams können Absichten, Optionen und Abwägungen früher kommunizieren und Präsentationen in echte Gespräche verwandeln.
Eliana Nigro, Head of Digital Adoption bei Henning Larsen, betont die Bedeutung echter Partnerschaft: „Innovation has to happen in open partnerships, and responsible adoption means the human side has to stay central and that takes more than a subscription. It takes a partner who genuinely wants to understand how we work.“


Datensicherheit und EU-KI-Konformität inklusive
Die Vereinbarung umfasst Datensicherheitsgarantien, Urheberrechtsschutz für KI-generierte Bildmaterialien sowie die Einhaltung des EU AI Acts, soweit anwendbar. Der Enterprise-Betrieb startete am 21. Mai 2026, vorbereitet durch einen Piloten, der vom KREA-Mitgründer und CTO Diego Rodriguez begleitet wurde.
Rodriguez beschreibt den Wert der Zusammenarbeit aus Unternehmensperspektive: „Working with Henning Larsen — a studio that brings creative ambition with a willingness to challenge how these tools work and evolve — is invaluable. This partnership makes us better at what we do: building the most powerful generative tools possible, and ensuring Krea tooling stays above the high bar that architects are known for.“
Über die Partner
Henning Larsen wurde 1959 vom dänischen Architekten Henning Larsen gegründet. Mit über 500 Mitarbeitenden in acht Ländern – darunter Dänemark, USA, Singapur, Deutschland, Norwegen, Schweden, Australien und Hongkong – arbeitet das Büro in den Bereichen Architektur, Landschaftsgestaltung, Stadtplanung und Innenarchitektur. KREA ist eine generative KI-Kreativplattform und Forschungslaboratorium, das Werkzeuge zur Erzeugung, Bearbeitung und Verbesserung von Bild-, Video- und 3D-Inhalten anbietet und nach eigenen Angaben von über 40 Millionen Menschen und Unternehmen weltweit genutzt wird.
Quelle: Henning Larsen · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt