Hannover (pm) – Nach fast vier Jahren Krise in der Bau- und Immobilienwirtschaft wollen die Unternehmen die Ärmel hochkrempeln und hoffen auf neues Geschäft. Die Bundesregierung hat zwar erste Weichen für positivere Rahmenbedingungen geschaffen, aber internationale Sicherheitslage, steigende Inflation und Energiekosten sowie Probleme in den Lieferketten bremsen weiterhin eine schnelle Trendwende.
Von der Real Estate Arena in Hannover sollen deshalb Signale der Entschlossenheit und des Anpackens ausgehen. Die mehr als 400 beteiligten Unternehmen wollen am 10. und 11. Juni 2026 in Hannover konkrete Perspektiven für die Branche entwickeln. Rund 8.000 Teilnehmende werden zur fünften Ausgabe erwartet.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus Ideen, Flächen, Kapital und politischem Willen wieder realisierbare Projekte entstehen können.
„Gerade in einem nach wie vor schwierigen Markt, in dem Zeit, Kapital und Planungssicherheit entscheidend sind, ist der direkte Austausch unersetzlich und von höchstem Wert. Die REA bietet dafür einen Rahmen, in dem aus Kontakten konkrete Vorhaben werden“, sagt Inga Frauendorf, Projektleiterin der Real Estate Arena.
Die Real Estate Arena bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilie ab – von Projektentwicklung und Planung über Finanzierung, Bau und Betrieb bis hin zu Revitalisierung, Rückbau und Nachnutzung.
Immobilien als kritische Infrastruktur
Den strategischen Rahmen setzt die REAL Future Conference, die von blackprint gestaltet wird. Auf neun Bühnen und in unterschiedlichen Formaten stehen zentrale Fragen der Bau- und Immobilienwirtschaft 2026 im Fokus:
- Wie entstehen neue Geschäftsmodelle?
- Welche Rolle spielen KI, Digitalisierung und Energieintegration?
- Wie verändert sich der Blick auf Immobilien als Teil kritischer Infrastruktur?
- Wie kommen Innovationen schneller in die Umsetzung?
Mit mehr als 150 PropTechs auf der Bühne des PropTech Germany Awards soll zudem die Innovationsdynamik des PropTech-Sektors sichtbar werden.
„Die REAL Future Conference bringt zusammen, was 2026 zählt: strategische Einordnung, operative Umsetzung und die richtigen Gesprächspartner*innen zur richtigen Zeit“, sagt blackprint-CEO Sarah Schlesinger.
Die Konferenz erweitert dabei den Blick über klassische Immobilienthemen hinaus. Gebäude und Quartiere werden zunehmend als Teil von Versorgung, Energie, Dateninfrastruktur, Sicherheit und wirtschaftlicher Resilienz betrachtet.
Wohnungsbau, modulares Bauen und Stadtentwicklung
Im Programm werden zudem konkrete Projekte für Wohnungsbau, Bestand und Stadtentwicklung vorgestellt. Dazu zählt unter anderem Europas größtes modulares Wohnquartier in Berlin, das als Beispiel für serielles und modulares Bauen diskutiert wird.
Weitere Programmpunkte widmen sich digitalen Prozessen, KI-Anwendungen, neuen Finanzierungs- und Geschäftsmodellen, ESG, Dekarbonisierung sowie der Stadtentwicklung als Standortstrategie.
Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, betont: „Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft investiert weiter, wo es möglich ist, braucht dafür aber niedrigere Baukosten und eine echte Fast Lane für den Wohnungsbau.“
Energie, Betrieb und Dekarbonisierung
Auch Energie- und Regulierungsfragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sowie mit Energiegewinnung, Versorgung und Speicherung in Quartieren.
Im Fokus steht die Frage, wie Technologien, integrierte Systeme und neue Kooperationen dazu beitragen können, Energieversorgung, Betrieb und Dekarbonisierung besser zusammenzuführen.
„Energiewende passiert nicht im Meetingraum. Sie passiert, wenn Menschen sich in die Augen schauen, ehrlich über Hürden sprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, sagt Christian Haferkamp, CSO von enercity.
Netzwerkangebote und Investorenperspektive
Ein Schwerpunkt der Real Estate Arena 2026 liegt auf planbaren Begegnungen zwischen Markt, Kapital und kommunaler Praxis. Formate wie Investors Lunches, Netzwerk-Meetups, Guided Tours und die Opening Night sollen gezielte Kontaktpunkte schaffen.
Mit dem Themenfeld „Future Investment & Value“ rückt die REA 2026 außerdem die Perspektive von Investor*innen stärker in den Fokus. Panels beschäftigen sich unter anderem mit ESG, Wirtschaftlichkeit und Risikobewertung in einem veränderten Marktumfeld.
Die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort
Mehr als 400 beteiligte Unternehmen bilden auf der Veranstaltung die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilie ab. Vertreten sind unter anderem Finanzierer, Bauunternehmen, Betreiber, Kommunen, Handelsunternehmen, Technologieanbieter und Verbände.
Die Real Estate Arena macht am 10. und 11. Juni 2026 in Hannover sichtbar, worauf es derzeit für die Bau- und Immobilienwirtschaft ankommt: Tempo, Zusammenarbeit und konkrete Umsetzung.
Über die Real Estate Arena & REAL Future Conference
Die Real Estate Arena versteht sich als Plattform für die Immobilien- und Bauwirtschaft und verbindet Messe, Konferenz und Networking. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Geschäftsentwicklung, Digitalisierung, Innovation und Vernetzung.
Die REAL Future Conference ist seit 2025 integraler Bestandteil der Veranstaltung und gilt als Plattform für digitale und ökologische Transformation im PropTech-Sektor. Veranstalterin ist die Deutsche Messe AG.
Quelle: Deutsche Messe AG