16. März 2026

Die Bauwirtschaft in Hessen 2025: Jahr der Stabilisierung

Frankfurt (pm) – Trotz struktureller Herausforderungen und wirtschaftlicher Unsicherheit blickt das hessische Baugewerbe auf ein stabiles Wirtschaftsjahr 2025 zurück. So ordnet der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbU) die heute vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zahlen zum Bauhauptgewerbe 2025 ein.

„Unsere Erwartungen an 2025 waren niedrig. Dennoch zeigen die Zahlen wieder einmal deutlich, wie robust unsere Branche ist. Die Bauwirtschaft bleibt ein zentraler Motor der hessischen Wirtschaft. Dennoch können wir noch nicht aufatmen, denn die positiven Entwicklungen verpuffen angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Thomas Reimann, Präsident des Verbands. 

Demnach ist der baugewerbliche Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung der Inflation, gestiegener Löhne und gestiegener Baukosten handelt es sich hierbei real um einen Rückgang für die vom Landesamt erfasste Betriebsgröße ab 20 Mitarbeitenden. Für die gesamte hessische Bauwirtschaft – inklusive der statistisch nicht erfassten Betriebe unter 20 Mitarbeitenden – ergibt sich ein Volumen von etwa 10 Milliarden Euro.

Erfreulich ist die Entwicklung des Auftragseingangs. Dieser lag 6,8 Prozent über dem Niveau des Jahres 2024. Der Wohnungsbau bereitet weiterhin Sorge. So sind von 2024 auf 2025 die Auftragseingänge um rund 6 Prozent gesunken. Im Tiefbau zeichnet sich für den Zeitraum ein anderes Bild. Dort sind die Auftragseingänge für die gesamte Sparte um 16 Prozent gestiegen.

„Damit dieser Antrieb nun nicht verpufft, brauchen wir weiterhin politischen Gestaltungswillen, der den Mut hat, bürokratische Hemmnisse abzubauen. In Hessen sind wir bereits gut aufgestellt, mit zwei Baupaketen und dem erfolgreichen Abschluss der ersten Kommission ‚Innovation im Straßenbau‘ wurden die Weichen schon richtig gestellt. Das dürfte sich positiv auf die Stimmung auswirken. Wichtig ist, dass das Sondervermögen schnell auf die Straßen kommt,“ so Reimann abschließend.

Quelle: Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.