12. Februar 2026

KCAP: De Piek schafft eine neue urbane Identität


Rotterdam (abki) – Der 74 Meter hohe Wohnturm von KCAP für Heijmans Vastgoed verwandelt ein ehemaliges Industrieareal an der Spitze der Insel Feijenoord in einen Impulsgeber für die Revitalisierung der Uferzone von Rotterdam-Zuid. Inspiriert von den Fabriken, Lagerhallen und Kränen der Umgebung interpretiert der Turm das industrielle Erbe durch gestapelte Bauvolumen, die an Schiffscontainer erinnern. Fortschrittliche Wohnungstypologien – darunter Waterlofts mit privaten Anlegeplätzen, Drive-in-Atelierlofts, die über einen Autoaufzug erreichbar sind, sowie doppelgeschossige Skylofts – eröffnen Panoramablicke auf die Maas und die Skyline der Stadt und erschließen neue Möglichkeiten für das Wohnen am Wasser.

Projekthighlights

Historischer Industriestandort – Errichtet an der Spitze der Insel Feijenoord, einem Gebiet, das durch die Werft Fijenoord (1825–1935) und Hunter Douglas (1933–2023) geprägt wurde, wo industrielle Rauheit auf zeitgenössische urbane Vitalität trifft.

Katalysator für die Transformation von Rotterdam-Zuid – Erste Phase einer umfassenderen Entwicklungsvision, die das ehemalige Industriegebiet in ein lebendiges Stadtquartier verwandeln soll, das Wohnen, Gewerbe und öffentliche Nutzungen entlang des Flussufers vereint.

Innovativer Wohnturm – 74 Meter hoch, 22 Geschosse, 142 loftartige Wohnungen mit besonderen Typologien, strategisch neben der Piek-Brücke positioniert – als Landmarke und zugleich als Einladung, diesen Teil Rotterdams neu zu entdecken.

Sechs unterschiedliche Wohnungstypologien – Waterlofts mit privaten Anlegestellen am Kai, Drive-in-Atelierlofts mit Autoaufzug, Panoramalofts mit zurückversetzten Loggien, Loftwohnungen, Studios sowie doppelgeschossige Skylofts – mit vielfältigen Wohnerlebnissen auf 57 bis 232 m².

Gestapelte, containerinspirierte Volumen – Vier Baukörper, angeordnet wie Schiffscontainer, im unteren Bereich in Ziegel materialisiert und nach oben hin in Stahl und Glas übergehend. Dadurch entsteht eine robuste Silhouette, die an industrielle Lagerhallen und deren Erweiterungen erinnert.

Nachhaltige Energieversorgung – Fernwärme, ein kollektives Kühlsystem, Wärmerückgewinnung und Solarpaneele auf dem Dach, kombiniert mit Dreifachverglasung, CO₂-bedarfsgesteuerter Lüftung sowie Fußbodenheizung/-kühlung, sorgen für ein optimales Raumklima bei minimalem Energieverbrauch.

Der urbane Katalysator

Mit 74 Metern Höhe an der Spitze der Insel Feijenoord bringt De Piek neues Leben in ein zuvor übersehenes Industriegebiet im Süden Rotterdams. Das Gebäude umfasst 142 Wohnungen sowie ein Café im Erdgeschoss, das den Kai erstmals auch für die Öffentlichkeit zugänglich macht.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Piek-Brücke gelegen, ist De Piek Teil einer übergeordneten Vision, die das ehemalige Industrieareal in ein lebendiges Stadtquartier verwandeln soll – mit Wohn-, Gewerbe- und öffentlichen Nutzungen. Indem das Wohnen am Wasser verankert wird, aktiviert der Turm die Verbindung zwischen Stadt und Fluss neu. Als erstes Projekt einer Reihe geplanter Entwicklungen macht es das Potenzial des Standorts sichtbar und bildet den Auftakt für eine zukünftige Transformation: ein Ort, an dem industrielle Rauheit auf zeitgenössische urbane Vitalität trifft.

Industrielles Erbe als Grundlage und Inspiration

Die Insel Feijenoord trägt die Spuren einer reichen Industriegeschichte. Über Jahrzehnte hinweg waren die Werft Fijenoord (1825–1935) und später Hunter Douglas (1933–2023) die Motoren der lokalen Wirtschaft. Diese vielschichtige Vergangenheit dient De Piek nicht nur als Kulisse, sondern als aktive Inspirationsquelle.

Das Design übersetzt die Architektursprache von Lagerhallen, Fabriken und gestapelten Containern in eine zeitgenössische Form. Die versetzten Bauvolumen steigen über dem Kai auf und erzeugen ein robustes Profil, das an die Bauweise und Erweiterung industrieller Gebäude erinnert. Diese Komposition unterstreicht die Rohheit des Ortes, während die präzise Materialisierung und großflächige Verglasung eine neue Wohnqualität schaffen. Auf diese Weise wird das industrielle Erbe nicht einfach reproduziert, sondern als Grundlage für eine neue Identität am Fluss neu gedacht.

Nachhaltige Mobilität

In fußläufiger Entfernung zum Bahnhof Rotterdam Zuid gelegen, fördert das Konzept gezielt nachhaltige Mobilität und reduziert die Abhängigkeit vom privaten Auto. Radfahren und Shared Mobility werden durch großzügige, leicht zugängliche Fahrradabstellflächen sowie zwei Carsharing-Stellplätze mit integrierten Ladestationen am Gebäudeeingang unterstützt. Die Parkgarage, die sich im dritten und vierten Obergeschoss befindet, ist natürlich belüftet – ein Vorteil für Komfort und Energieeffizienz.

Typologische Vielfalt

Der Turm bietet vielfältige Wohnungstypologien (57–232 m²) mit großzügigen Außenbereichen und hohen Decken. Dazu gehören Waterlofts mit privaten Anlegeplätzen, Drive-in-Atelierlofts mit Autoaufzug, Panoramalofts mit Blick auf den Fluss sowie doppelgeschossige Skylofts mit Ausblick auf die Skyline Rotterdams. Die gestufte Gestaltung schafft gemeinschaftliche Dachterrassen. Die integrierte Parkstruktur ist so geplant, dass sie künftig in Wohnfläche umgewandelt werden kann – ein Beitrag zur langfristigen Anpassungsfähigkeit.

Materialität und Fassadengestaltung

Die Materialisierung von De Piek verbindet den robusten Hafencharakter mit zeitgemäßen Prinzipien nachhaltigen Bauens. Der Sockel orientiert sich an Maßstab und Textur der bestehenden Kai-Bebauung und besteht aus einer rauen Materialpalette aus Ziegel, Profilstahl, perforierter Bekleidung und Streckmetall, akzentuiert durch grafische Beschilderung. Dieses solide Fundament verankert das Gebäude in seinem industriellen Kontext und stellt eine direkte Verbindung zur Vergangenheit der Insel her.

Im oberen Bereich wird die Fassadensprache leichter und reflektierender: Verzinkter Stahl prägt das Erscheinungsbild. Vorgefertigte Fassadenpaneele in Holzrahmenbauweise sind modular und demontierbar konzipiert, um künftig wiederverwendet werden zu können. Diese zirkuläre Bauweise verweist auf die gestapelten Container, die das Bild des Hafens seit jeher bestimmen. Rostfarbene Akzente rahmen Fenster und zurückversetzte Fassadenflächen und schaffen innerhalb der industriellen Komposition eine warme, bewohnte Anmutung. Großflächige Verglasungen stärken die Beziehung zur Stadt und zum Wasser und machen den Turm zu einem offenen, gut erkennbaren Orientierungspunkt entlang der Maas.

„Indem wir das Leben am Wasser verankern, bauen wir nicht nur Wohnungen – wir erneuern die Beziehung einer Stadt zu sich selbst. De Piek verwandelt einen vergessenen Rand in eine lebendige neue Identität.“

– Irma van Oort, Partnerin KCAP

Projektteam

Architekt: KCAP
Auftraggeber: Heijmans Vastgoed
Ausführendes Unternehmen: Heijmans Utilitaire Woningbouw
Beratung: IMd Raadgevende Ingenieurs, LBP | SIGHT, Techniplan
Typografisches Design: Monice Janson Typografie
Fotografie: Ossip van Duivenbode

Quelle: KCAP · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt