25. Oktober 2021

Wohnbebauung in Hilden. GPM Development, sop architekten und Kraft.Raum gewinnen Investorenauswahlverfahren

Wohnen an ehemaliger Theodor-Heuss-Schule in Hilden

Hilden Wohnungsbau (c) sop architekten

Düsseldorf (pm) – Das Areal der ehemaligen Theodor-Heuss-Schule in Hilden-Nord liegt umgeben von einer durch die Nachkriegsmoderne geprägten Architektur. GPM Development, slapa oberholz pszczulny | sop architekten, KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und ISRW-Klapdor, gemeinsame Sieger des offenen Investorenauswahlverfahrens für die Errichtung von Mehrfamilienhäusern auf ebendiesem Grundstück, machen in dieser Umgebung eine durchquerbare Grünstruktur zum Leitbild ihres Entwurfs und platzieren unterschiedlich große Punkthäuser spannungsvoll in eine parkähnlich angelegte Grünanlage.

Mit der aufgelockerten, von Grün umflossenen Zeilen- und Punktbebauung wird die städtebauliche Struktur der umliegenden „50er-Jahre-Stadt“ aufgegriffen und eine angemessene, räumliche Kontinuität geschaffen. Zwei scheibenartige Gebäude bilden den Rücken des neuen Wohnquartiers, vor denen sich vier locker angeordnete Punkthäuser verteilen. So entstehen unterschiedlichste Sichtachsen und variierende Wegebeziehungen im Zusammenspiel mit einer identifikationsstiftenden Außenraumgestaltung.

Die sechs geplanten, fünfgeschossigen Mehrfamilienhäuser, die insgesamt über 8.100m² Nettowohnfläche und bis zu 108 flexibel aufteilbare Wohneinheiten verfügen, sind über eine Tiefgarage miteinander verbunden und sortieren sich im unteren Bereich der umgebenen Bestandshöhen ein. Die modulartig aufgebauten, zwei bis fünf Zimmer großen Wohnungstypen, von denen mehr
als die Hälfte über familienfreundliche Grundrisse verfügen, sind allesamt barrierefrei und zu rund 40 Prozent gefördert oder preisgedämpft, um ein generationsübergreifendes, integratives Zusammenleben zu ermöglichen. Alle Wohnungen sind mit Balkonen oder Loggien ausgestattet. Zusammen mit den versetzt  angeordneten Fensterflächen erzeugen sie spannungsvolle Vor- und Rücksprünge auf den Hausfassaden, die aus mit Schlämme überzogenen Klinkerriemchen geplant werden. Mit ihrer unregelmäßigen, geschlämmten Oberfläche fügen sich die Gebäude natürlich in die Umgebung ein und erzeugen einen Dialog mit den jahreszeitlichen Veränderungen der Außenanlagen.

Um den parkähnlichen Charakter des Quartiers hervorzuheben, wird bewusst auf einen zentralen Platz verzichtet. Stattdessen bietet eine abwechslungsreiche Durchwegung eine hohe Aufenthaltsqualität durch zum Verweilen einladende Aufweitungen und schmalere Übergänge. Dies schafft vielfältige Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Zusammenleben und zur Interaktion unter den Bewohnern.

Ein von der Stadt Hilden vorgesehenes Regenrückhaltebecken wird in die Grünanlage integriert. Gespeist durch die Dachflächenentwässerung machen offene und überquerbare Rinnen die Speicherung und Rückführung des Regenwassers sicht- und erfahrbar. Die Gebäude werden aus Ziegeln mit integrierter Wärmedämmung gefertigt, was den Verzicht auf ein Wärmedämmverbundsystem ermöglicht. Eine extensive Dachbegrünung, Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik für eine ressourcenschonende Wärmeerzeugung sorgen für ein
rundum nachhaltiges und zukunftsfähiges Quartier.

„Im Investorenauswahlverfahren wurde neben den wohnungspolitischen Zielen der Stadt viel Wert auf gestalterische und ökologische Aspekte gelegt. Diese wurden sowohl vom Stadtentwicklungsausschuss als auch vom Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz bewertet. Nun freuen wir uns, zusammen mit dem Investor das vorgeschlagene Projekt realisieren und
durch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beginnen zu können“, so Peter Stuhlträger, Bau- und Umweltdezernent der Stadt Hilden

 

Projektdaten
Standort: Hilden, Kreis Mettmann
Bauherr:  GPM Development
Team sop: Wolfgang Marcour, Sebastian Reinehr, Hyunje Joo
Landschaftsarchitektur: KRAFT.RAUM.
Energiekonzept: ISRW-Klapdor
BGF: 10.500 m² o.i., 8.100m² Wohnfläche, ca. 108 Wohneinheiten
Architektur:  Leistungsphase 1-9
Wettbewerb:  1. Preis offenes Investorenauswahlverfahren 2021
Nachhaltiges Bauen: Wärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik, wärmegedämmter Ziegelstein, Dachbegrünung, Regenrückhaltebecken

Pressemitteilung: slapa oberholz pszczulny I architekten