26. April 2019

Von wegen „ööd“ – ein Crystal Palace in der Natur

Premiere auf der Stuttgarter Garten-Messe: Gartenbau-Spezialist Michael Kupka zeigt gläsernes „Tiny House“ aus Estland

Das ÖÖD-Haus passt sich nahtlos der Umgebung an. (c) Cubus-O GmbH
Das ÖÖD-Haus passt sich nahtlos der Umgebung an. (c) Cubus-O GmbH

Stuttgart (pm) – Vom Schriftsteller Henry David Thoreau bis zum Star-Architekten Le Corbusier – sie hatten eines gemein: es waren alles Hüttenbewohner. Die heutigen Hütten heißen „Tiny Houses“ und liegen absolut im Trend. Ob als temporäre Urlaubsunterkunft oder fest im eigenen Garten installiert. Es werden immer mehr. Passend dazu präsentiert Michael Kupka, Betriebsinhaber von kupkagarten, ein Spiegelhaus auf der Garten Outdoor Ambiente in Stuttgart. Das „ÖÖD-Haus“ stammt aus Estland – „ööd“ heißt übersetzt „Nächte – und feiert auf der Messe seine Premiere. Axel Recht unterhielt sich mit dem Gartenbau-Spezialisten aus Beinstein über das Besondere an diesem gläsernen Mini-Haus.

Herr Kupka, wie ist die Idee geboren worden und wer hat den Entwurf umgesetzt?

Kupka: Die Idee zum ÖÖD-Haus entstand, als die Brüder Andreas und Jaak Tiik ein Wanderwochenende planten. Sie suchten ein kleines Haus zum Übernachten an einem idyllischen Ort. Aber alles, was sie fanden, waren Blockhäuser für größere Gruppen oder kleine Häuser von mittelmäßiger Qualität. Die Unterkünfte waren weit entfernt von ihrer Idealvorstellung eines Hauses. Diese Erfahrung brachte sie auf die Idee, ein ÖÖD-Hotelkonzept mit einem stilvollen und kühnen Design zu entwickeln, das aus Häuschen, Zimmern, Rezeption, Restaurant und Konferenzräumen besteht. So kann man luxuriös und gleichzeitig harmonisch in der Natur übernachten und hat immer einen unversperrten Blick auf die Umgebung, ohne selbst gesehen zu werden.

Warum benötigt man ein Spiegelhaus in seinem Garten? Was sind die Vor- und Nachteile?

Kupka: Das ÖÖD-Haus ist auf jeden Fall ein Hingucker. Auch die Fläche des Gartens scheint sich dank seiner Spiegelungen zu verdoppeln. Man kann es als Gästehaus nutzen oder als Büro. Wer arbeitet nicht lieber im Freien anstatt unten im Keller? Auch ein Gesundheitsbereich für Yoga, Fitness, Wellness oder eine Sauna im Garten ist möglich, und man steht immer in Verbindung mit der Natur.

Was hat der Besitzer davon? Wird er von außen nicht gesehen?

Kupka: Das Haus benötigt nur minimale Energie. Ein Rollladen innerhalb der dreifach verglasten Scheibe verhindert ungewollte Einblicke von außen, selbst wenn innen Licht brennt. Ein weiterer optischer Vorteil besteht darin, dass kein störender Baukörper aus dem Garten ragt. Das Haus verschmilzt quasi mit der Natur. Das Design des ÖÖD-Zimmers fügt sich nahtlos in die Umgebung ein, wodurch es sich sowohl für städtische als auch für ländliche Gebiete eignet. Die Größe des Hauses ist wohl durchdacht. Seine Glaspaneele sind an einer Stahlkonstruktion befestigt und bilden drei Seiten des Hauses. Die Rückwand des Gebäudes ist in Holzbauweise ausgeführt und mit wärmebehandeltem Holz verkleidet.

Wo kann man das Haus im Garten aufstellen und wo besser nicht?  

Kupka: Überall da, wo es von der Baubehörde genehmigt wird. Man kann es auch als mobilen Container transportieren und dann flexibel aufstellen, wo es erlaubt ist. Als Flächengröße reichen circa 3 mal 6 Meter, also 18 Quadratmeter gut aus. Seine Höhe beträgt gut drei Meter und es ist rund fünf Tonnen schwer.

Wie kann man sich den Aufenthalt dort im Winter und im Sommer vorstellen? Ist es nicht zu kalt bzw. zu heiß in der jeweiligen Jahreszeit?

Kupka: Das Spiegelhaus besitzt aufgrund seiner Dreifach-Verglasung einen besseren Isolationswert als viele Steinhäuser. Die Spiegelung verhindert zudem eine zu starke Erwärmung. Und dank der innenliegenden Rollos oder eines Sonnensegels ist für eine sehr gute Beschattung gesorgt.

Und was kostet ein solches Spiegelhaus?

Kupka: Die ÖÖD-Häuser sind ab ca. 69.500 Euro zu haben.

 

Pressemitteilung: Landesmesse Stuttgart GmbH