18. September 2019

Vom zerbombten Altbau zur modernen Wohn-Residenz

Die CG Gruppe setzt bei 70-Millionen-Projekt in Dresden auf die neue Leichtputzgeneration TRI-O-THERM M

Residenz Postplatz (c) quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG

Dresden (jm) – Uwe Hallas liebt Herausforderungen. Gerade einmal 16 Wochen hatten der Geschäftsführer und sein Team Zeit, die teilweise zerbombte Ruine der ehemaligen Dresdner Oberpostdirektion zu sanieren und in ein modernes Wohngebäude umzuwandeln. Also haben die eigenen Handwerker der Creatives Bauen GmbH und Apartes Gestalten GmbH sowie die Nachunternehmer teils auch am Wochenende geschuftet und das Projekt dann tatsächlich – wie versprochen – fristgerecht fertig gestellt. Jetzt bietet die „Residenz am Postplatz“ in Dresden insgesamt 246 neue Mietwohnungen in bester Wohnlage, direkt bei der historischen Altstadt.

Die Sanierung des Bestandsbaus der ehemaligen Oberpostdirektion war dabei der letzte Mosaikstein in einem umfangreichen Gesamtprojekt. Bereits im Herbst 2018 waren zwei Neubauten mit sechs und sieben Geschossen fertiggestellt worden. In ihnen sind drei gewerbliche Einheiten und 188 Wohnungen untergebracht. Die Residenz am Postplatz ist ein Projekt der CG Gruppe AG, dem bundesweit tätigen und führenden Projektentwickler mit eigener Baukompetenz. Sie hat dafür insgesamt fast 70 Millionen Euro investiert, allein 25 Millionen davon flossen in die Sanierung des Altbaus.

„Wir können nicht nur Projekte ganzheitlich entwickeln. Wir können sie auch bauen. Das haben wir in Dresden erneut bewiesen und darauf können wir stolz sein, denn unser Team hat wirklich eine Meisterleistung vollbracht“, sagte Christoph Gröner, Firmengründer, Namensgeber und Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG, anlässlich der offiziellen Übergabe an den neuen Eigentümer, die Aberdeen Standard Investments.

Historischen Bau erhalten

Größte Herausforderung für die Handwerker der beiden CG-Tochtergesellschaften war dabei die Sanierung des historischen Gebäudes der Dresdner Oberpostdirektion aus dem Jahr 1876, damals im italienischen Renaissance-Stil erbaut. „Das Ziel war natürlich, den Altbau weitestgehend zu erhalten“, erklärt Geschäftsführer Uwe Hallas. So wurde ein Großteil der alten Klinkerfassade gerettet, aber auch Ziegelbögen, Kreuzgewölbe und Stucksäulen wurden erhalten: an der Fassade, im Treppenhaus und teilweise sogar in den Wohnungen.

Für die Gestaltung des Projekts zeichnete kein Geringer als der renommierte Architekt Ingo Pott verantwortlich. Seine Entwürfe sahen vor, den bestehenden Altbau um zwei Geschosse aufzustocken und durch zwei Neubauten an der rechten und linken Seite zu ergänzen. Ingo Pott verfügt über langjährige Erfahrungen beim Umbau historischer Gebäude. Bereits während seines Architekturstudiums arbeitete er im Team um Sir Norman Foster am Umbau des Reichstagsgebäudes in Berlin. Anschließend gestaltete er den Bau der Reichstagskuppel.

Über 15 Jahre lang hatte das zweigeschossige Gebäude der Dresdner Oberpostdirektion zuletzt leer gestanden, mit einer löchrigen, weil im 2. Weltkrieg beschädigten Fassade, in der auch etliche Fenster fehlten. „Das war mehr als sportlich, denn wir haben eine Ruine vorgefunden und mussten daraus ein KfW-75-Haus machen“, umschreibt Uwe Hallas die Aufgabe.

Marode Bausubstand und enormer Zeitdruck

Wenn eine marode Bausubstanz und erheblicher Zeitdruck aufeinandertreffen, hilft kein Lamentieren, es braucht jede Menge Manpower und darüber hinaus innovative Ideen. Eine solche half auch Uwe Hallas. „Wir haben alle Möglichkeiten abgewogen und uns dann ganz klar für die Innendämmung der Gebäudehülle mit dem hochwärmedämmenden Leichtputz TRI-O-THERM M der Schwenk Putztechnik entschieden, denn die Vorteile lagen klar auf der Hand. Das Produkt lässt sich unkompliziert auf sämtlichen Untergründen applizieren. Die Dämmeigenschaften sind sensationell und aufgrund der kurzen Standzeiten ist TRI-O-THERM M auch noch ein Turbo in der Verarbeitung. Genau das haben wir gebraucht“, so Hallas.

Grünes Licht vom Bauphysiker

Um auf Nummer sicher zu gehen, ließ die Apartes Gestalten GmbH zunächst Musterflächen anlegen und diese von einem Bauphysiker prüfen. Dieser hatte keine Einwände gegen die Innovation der Schwenk Putztechnik, Premiummarke für Putz- und Fassadensysteme der Sievert AG mit Sitz in Osnabrück.

Toll für Hallas und den ausführenden Fachhandwerker Gunther Buschmann von der Bau- und Verputz GmbH aus Chemnitz: „Wir konnten innerhalb von zwei Wochen die kompletten Wandflächen von fast 1.000 m2 dämmen – und das bei einer Gesamtschichtdicke von bis zu 60 mm. Das hätte man in dieser Zeit mit keinem anderen Material geschafft und schon gar nicht mit irgendeiner Form von Plattendämmung“, so Buschmann. Pro Tag triothermte Buschmann ca. 100 m2 mit einem Schichtauftrag von 30 mm, bereits am nächsten Tag konnte die nächste Schicht aufgetragen werden. Für die Verarbeitung verwendete der Putzspezialist seine eigene Maschinentechnik in Form einer G4 mit angeschlossenem Silomat von PFT.

Zur Verbesserung der Rauigkeit und zum Ausgleich der Saugfähigkeit des Untergrunds waren die Wände zunächst mit dem Zement-Maschinen-Vorspritzmörtel und Zementputz MZ 4 von quick-mix belegt worden.

Nach dem Auftrag von TRI-O-THERM M wurden die Wände zunächst mit dem mineralischen Tiefengrund MTG von quick-mix grundiert, dann mit dem Armierungsgewerbe M und dem Spachtelkleber SK leicht der Schwenk Putztechnik armiert. „Als Oberflächenputz haben wir dann doppellagig Kalkglätte aufgebracht, um die geforderte Q4 Qualität zu erreichen. Schließlich wollten wir den neuen Mietern die neuen Wohnungen ja in einer perfekten Optik zur Verfügung stellen“, erklärt Uwe Hallas.

Absolut wirtschaftlich

Beim Geschäftsführer der Creatives Gestalten GmbH hat TRI-O-THERM M nachhaltig Eindruck hinterlassen. „Ich bin wirklich begeistert und ein absoluter Fan. Anfangs hat mich der vergleichsweise hohe Materialpreis etwas abgeschreckt, aber wenn man das Projekt gesamtwirtschaftlich betrachtet, kommt man bei Sanierungsprojekten an TRI-O-THERM M nicht vorbei. Gerade die Möglichkeit des mehrlagigen Arbeitens innerhalb kürzester Zeit und natürlich der enorme Zeitgewinn gegenüber anderen Lösungen zahlen sich am Ende aus“, erklärt Uwe Hallas, der auch bei weiteren Sanierungsprojekten der CG Gruppe auf TRI-O-THERM M der Schwenk Putztechnik setzen will.

Mit seiner Begeisterung ist Hallas nicht allein. TRI-O-THERM M der Schwenk Putztechnik wurde mittlerweile bei mehr als über 100 Sanierungs- und Neubauprojekten eingesetzt, gerade auch bei Denkmalschützern ist die neue Art der spritzbaren Dämmung sehr beliebt.

 

Über TRI-O-THERM M

In der über vierjährigen Entwicklung, die aufgrund des Innovationspotenzials von der Europäischen Union gefördert wurde, entstand mit TRI-O-THERM M ein rein mineralischer, EPS- und aerogelfreier Leichtputz. Seine im Vergleich zu anderen mineralischen Dämmputzen sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit erreicht TRI-O-THERM M ausschließlich über eine Kombination einer hochfesten Hartperlite mit einem speziell für dieses Produkt entwickelten Luftporenbildner und -stabilisator. Beides ist patentiert und erzielt ein Luftporenvolumen von über 75%. Die dritte Komponente der TRI-O-Technologie ist ein hybrides Bindemittel, welches die Härtung des schaumartigen Mörtels im Vergleich zu klassischen Putzmörteln deutlich reduziert. Das Besondere daran ist das Zusammenspiel dieser namensgebenden drei Komponenten: Durch die Wasserzugabe entsteht ein Mörtelschaum mit einem hohen Luftporenvolumen, der durch das gleichzeitige Einsetzen der beschleunigten Bindemittelhärtung nicht mehr in sich zusammenfällt. Somit werden die Luftporen eingeschlossen und das hohe Luftporenvolumen auch nach der maschinellen Verarbeitung noch gemessen. Dies ist der Garant für die außergewöhnlichen bauphysikalischen Eigenschaften und dafür, dass die Werte auch am ausgeführten Haus in der Praxis nachgewiesen werden.

Auszeichnungen und Zertifizierungen von TRI-O-THERM M:

Die Produktinnovation TRI-O-THERM M der Schwenk Putztechnik wurde bereits vielfach ausgezeichnet, zuletzt als „Winner“ beim „German Innovation Award 2018“ in der Kategorie „Materials & Surfaces“. Bereits 2017 wurde TRI-O-THERM M neben dem „BAKA Preis für Produktinnovation 2017“ auch mit dem „Plus X Award“ in gleich drei Kategorien und zusätzlich als „Bestes Produkt des Jahres“ ausgezeichnet. Auch bei Architekten und Planern kommt die neue Leichtputzgeneration an. Eine Fachjury vergab den „Detail Produktpreis 2017“ in der Kategorie „Konstruktion und Material“ an die Neuheit der Schwenk Putztechnik.

Nicht nur, weil TRI-O-THERM M immer öfter für die Dämmung im Innenraum verwendet wird, war es der Sievert AG wichtig, den rein mineralisch aufgebauten Dämmstoff auch mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifizieren zu lassen. Mit dem Blauen Engel zeichnet die Bundesregierung Produkte zum Schutz von Mensch und Umwelt aus.

Über die Residenz am Postplatz in Dresden:

Die neue Residenz am Postplatz in Dresden besteht aus insgesamt vier Bauteilen, zwei Neubauten mit sechs und sieben Geschossen und zwei Altbauteilen mit jeweils vier Geschossen. Auf einem 7.618 m2 großen Grundstück entstand so eine Vermietungsfläche von insgesamt 20.052 m2. Die 188 Wohneinheiten im Neubau sind zwischen 36 und 134 m2 groß, im Altbau entstanden insgesamt 58 Wohnungen (47 bis 136 m2). Alle Einheiten verfügen über eine gehobene Ausstattung, sind barrierefrei angelegt und über Aufzüge direkt von der Tiefgarage aus erreichbar.

Im Altbau wurden die verbliebenen Fassaden der ehemaligen Oberpostdirektion gesäubert, teilweise steinmetzmäßig aufbereitet und teilweise modern interpretiert. Eingänge, Treppenhäuser, Flure und Lobby wurden von der Künstlerin Julia Bornefeld künstlerisch gestaltet. Um den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu bewahren, wurden historische Elemente wie Säulen und Konsolen soweit wie möglich erhalten, aufbereitet und in die Wohnungen integriert.

Die Gesamtbauzeit betrug 27 Monate, die Projektkosten belaufen sich auf fast 70 Millionen Euro.

Weitere Informationen unter: www.sievert.de

Pressemitteilung: quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG / Autorenbeitrag, Autor: Ingo Jensen