2. Dezember 2021

Ultrahochfeste Betone sicher einfärben mit Bayferrox von LANXESS

Farbtonnachstellung im anwendungstechnischen Labor bei LANXESS am Standort Krefeld-Uerdingen. Das gitterartige Betonfertigteil aus ultrahochfestem Beton (UHPC, engl. Abk. für Ultra high performance concrete) ist mit Bayferrox-Pigmenten im gewünschten gelben Farbton eingefärbt. Die Festigkeit der netzartigen Betonstruktur wird durch die Pigmentierung nachweislich nicht beeinflusst. Foto: LANXESS AG

Köln (pm) – Ultrahochfeste Betone gelten als Baustoff der Zukunft. Bei ihrer Einfärbung ist jedoch sicherzustellen, dass die vorgeschriebenen Druckfestigkeiten von über 150 Megapascal weiterhin erreicht werden. Die Eisenoxidpigmente der Marke Bayferrox von LANXESS sind nachweislich für den Einsatz in UHPC (engl. Abk. für Ultra high performance concrete) geeignet. Das hat der Verein Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) basierend auf Untersuchungen der Druckfestigkeit nach DIN EN 12390-3 bestätigt.

„Architekten und Bauherren können mit unseren hochwertigen Pigmenten bei der Einfärbung von UHPC auf Nummer sicher gehen“, unterstreicht Oliver Fleschentraeger, Market Segment Manager Construction im Geschäftsbereich Inorganic Pigments bei LANXESS. Die Farbauswahl umfasst rote, gelbe und schwarze Eisenoxide. Innerhalb dieser Farbgruppen sind zahlreiche Nuancen möglich. „Bayferrox-Pigmente sind unseres Wissens nach die einzigen Eisenoxidpigmente im Markt, die speziell für den sicheren Einsatz in UHPC zertifiziert sind“, betont Fleschentraeger.

Druckfest, farbig und ökologisch unbedenklich

Für die Ökobilanz eines Bauwerks ist die Menge der verwendeten Materialien wichtig. Auch die Wahl der Werkstoffe sowie die Produktionskette und Konstruktion sind entscheidend. Um Material, Energie und CO2-Ausstoß bei der Herstellung einzusparen, rücken daher filigrane und sehr leistungsfähige Bauteile aus UHPC in den Fokus der Planer und Architekten. Neben der enormen Ressourceneinsparung von bis zu 80 Prozent können in der Herstellphase mit materialgerechten Konstruktionen auch enorme Mengen an Kohlenstoffdioxid von bis zu 30 Prozent eingespart werden. „Ein nicht unwesentlicher Nebeneffekt von UHPC ist die hohe Ressourceneffizienz. Damit können Ingenieure die Forderung nach nachhaltigen Konstruktionen besser erfüllen“, meint Dr. Michael Olipitz, zertifizierter Sachverständiger in den Bereichen Hochbau, Brückenbau, Stahlbau, Statik sowie Geschäftsführer des Ingenieurbüros SDO ZT GmbH aus Graz, Österreich. Anorganische Eisenoxidpigmente können diese Bauwerke langlebig optisch aufwerten oder sogar wirkungsvoll in einen Kontext mit ihrer Umgebung setzen – ohne die Rheologie oder das Fließverhalten des Betons zu beeinflussen.

Filigrane Leichtigkeit und massive Beständigkeit

Ein spektakuläres Anwendungsbeispiel von eingefärbtem UHPC in der Architektur ist das Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée (MuCEM) im südfranzösischen Marseille. Bis auf zwei verglaste Fassaden ist das Museum, einschließlich eines Großteils der Dachfläche, von einer gitterartigen Betonkonstruktion umhüllt, die aus nur zehn Zentimeter starken Betonpaneelen besteht. Bei der Umsetzung hat sich der französische Architekt Rudi Ricciotti bewusst für eine Einfärbung des Betons in einem dunkelgrauen Ton entschieden, um dem Gebäude durch den farblichen Kontrast der Fassade zur Umgebung seine eigene Identität zu verleihen. Eingefärbt wurden die Betonfertigelemente mit Bayferrox 330 und Bayferrox 318 von LANXESS.

Ein weiterer Vorteil der hochwertigen Bayferrox-Pigmente: Der eingefärbte Beton behält seine charakteristische Betontextur und zeigt leichte Farbnuancen, wodurch der Oberfläche ein natürliches Aussehen verliehen wird. Darüber hinaus kann sich durch Verschleiß oder Witterungseinflüsse keine Farbschicht von der Oberfläche lösen und selbst bei leichten Beschädigungen der Oberfläche bleibt die Farbe dauerhaft unverändert sichtbar. Eisenoxidpigmente sind deshalb die perfekte Wahl für die Einfärbung von ultrahochfesten Betonen, die mit einer prognostizierten Lebensdauer von mehr als 150 Jahren eine etwa doppelt so lange Haltbarkeit wie konventioneller Beton versprechen.

Pressemitteilung: LANXESS AG