13. November 2019

Siemens: Innovative Gebäude für einen innovativen Campus

München (pm) – Siemens hat die Firma ZECH Building GmbH, einer Tochter der Zech Group GmbH, aus Bremen als Generalunternehmer für das zweite Modul des Siemens Campus Erlangen beauftragt. Ausschlaggebend war dabei unter anderem, dass die Systemsparte von ZECH die Gebäude in fortschrittlicher Holzhybrid-Bauweise erstellen wird, einem der derzeit nachhaltigsten und innovativsten Bauverfahren. Damit unterstreicht Siemens einmal mehr seinen Anspruch, in Erlangen einen Campus zu errichten – vom Bau bis zu seiner späteren Bestimmung. Wesentlicher Bestandteil von Modul 2, in dem die Abrissarbeiten des Altbestands bereits begonnen haben, wird ein repräsentatives Empfangsgebäude als zukünftige zentrale Anlaufstelle für Siemens in der Stadt und Metropolregion. Mit dem Siemens Campus Erlangen wandelt sich das derzeit noch geschlossene Forschungsgelände im Süden der Stadt Zug um Zug in einen neuen, offenen und lebendigen Stadtteil. Das Großprojekt auf einer Fläche von 75 Fußballfeldern wird in mehreren Modulen realisiert. Derzeit läuft bereits der Innenausbau in den ersten fertigen Gebäuden im 100.000 Quadratmeter großen ersten Modul. Parallel dazu hat Siemens nun die Firma ZECH als Generalunternehmer für das zweite Modul beauftragt. Auf einer Gesamtfläche von rund 80.000 Quadratmetern werden hier in den kommenden Jahren insgesamt vier weitere Bürogebäude, drei Parkhäuser und das neue zentrale Empfangsgebäude entstehen.

Die Vogelperspektive auf das zweiten Modul zeigt das zentral liegende Empfangsgebäude an der Günther-Scharowsky-Straße. Die beiden links und rechts liegenden Bürogebäude werden ebenfalls in fortschrittlicher Holzhybrid-Bauweise errichtet. (c) Siemens AG
Die Vogelperspektive auf das zweiten Modul zeigt das zentral liegende Empfangsgebäude an der Günther-Scharowsky-Straße. Die beiden links und rechts liegenden Bürogebäude werden ebenfalls in fortschrittlicher Holzhybrid-Bauweise errichtet. (c) Siemens AG
Zuerst digital, dann real

Das Besondere daran: Sämtliche Bürogebäude in Modul 2 werden in innovativer Holzhybrid-Bauweise von CREE by ZECH entstehen. Dabei werden tragende Elemente aus Stahlbeton vorgefertigt, der Großteil jedoch aus Holzelementen gebaut. Dazu wird bereits vor Baustart ein sogenannter Digitaler Zwilling der Gebäude erstellt. Dieses auch BIM (Building Information Modeling) genannte Verfahren ermöglicht bei Holzhybrid-Gebäuden eine weitgehende industrielle Vorfertigung der oftmals standardisierten Bauelemente. Das Resultat: Die Bauzeit verkürzt sich insgesamt und rund ein Fünftel. „Mit der Erstellung des zweiten Campus-Moduls in Holzhybrid-Bauweise belegen wir einmal mehr unseren Ruf als Innovationstreiber der Branche“, freut sich Zsolt Sluitner, Bauherr und CEO von Siemens Real Estate, dem Immobilienunternehmen des Konzerns. „Es ist das derzeit größte deutsche Bauprojekt und selbst weltweit eines der ersten, die so realisiert werden. Das unterstreicht den hohen Nachhaltigkeitsanspruch, den wir von Beginn an den Campus als ersten CO2-neutral betriebenen Siemens-Standort weltweit gestellt haben, denn Holzhybrid-Gebäude sind über Ihren gesamten Lebenszyklus besonders umweltfreundlich.“ Das betont auch Kurt Zech, Geschäftsführer der ZECH Building GmbH sowie geschäftsführender Gesellschafter der Zech Group GmbH: „Es freut uns sehr und wir sind stolz darauf, dass wir den nächsten und zukunftsweisenden Bauabschnitt des Siemens Campus Erlangen realisieren dürfen. Insbesondere richtungsweisend in der systemischen CREE by ZECH Holzhybridmodulbauweise, die ohne Nachteile zur konventionellen Betonausführung Zeit, Geld sowie Ressourcen spart und von der Produktion bis hin zum gesamten Lebenszyklus der Immobilien besonders nachhaltig ist.“

Rund 80 Prozent weniger CO2

Im zweiten Modul des Siemens Campus können durch die innovative Bauweise im Vergleich zum konventionellen Betonbau rund 80 Prozent CO2 vermieden und zwei Drittel des Betonanteils gespart werden. Dabei haben Holzhybrid-Gebäude eine herkömmlichen Gebäuden ähnliche Lebensdauer. Die hohe Recycling- und Wiederverwendungsquote erlaubt sogar mehre Gebäudezyklen. Gleichzeitig können die Flächen der Gebäude nach Fertigstellung besonders flexibel umgestaltet und an sich ändernde Anforderungen der Nutzer angepasst werden. Darüber hinaus wird die Komplexität der Haustechnik reduziert. Dadurch sinken der Wartungsaufwand und damit auch die Kosten im laufenden Betrieb, die durch den digitalen Zwilling weiter reduziert werden können.

Das neue Gesicht von Siemens

Als Höhepunkt wird auch das neue zentrale Siemens-Empfangsgebäude auf dem Campus in Holzhybrid-Bauweise erstellt. Als neues Gesicht von Siemens in Erlangen wird es die zeitgemäße Architektur der anderen Campus-Gebäude aufgreifen, mit seiner über zwei Etagen verglasten Eingangshalle aber leicht über diese hinausragen. Somit beweist sich der Campus einmal mehr schon heute als Impulsgeber für die Metropolregion und steht mit seinen modernen Arbeitswelten und seinem inspirierenden Umfeld für die hohen Maßstäbe, mit denen Siemens auch in Zukunft seine Mitarbeiter zu weiteren Innovationen inspirieren will.

Pressemitteilung: Siemens AG