19. August 2022

Senat beschließt den Neubau für die Staatsoper als erstes Vorhaben im Billebogen

Hamburgische Staatsoper erhält neue Werkstätten sowie Kulissen-, Kostüm- und Maskenfundus

Hamburg (pm) – Für die Dekorationswerkstätten der Hamburgischen Staatsoper und die Fundi für Masken, Kostüme und Kulissen entsteht ein Neubau auf dem Gelände des Neuen Huckepackbahnhofs in Rothenburgsort. Die Gebäude werden von der Sprinkenhof erstellt. Mit seinem Beschluss gibt der Senat einen wichtigen Impuls für die Entwicklung eines innovativen neuen Produktionsstandorts im Herzen der Stadt. An dem Neuen Huckepackbahnhof im Billebogen werden sich zukünftig weitere Gewerbebetriebe ansiedeln und so zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Bislang befinden sich Kostüm- und Maskenfundi in Eidelstedt, die Dekorationswerkstätten und der Kulissenfundus in Barmbek. Die Entscheidung für den Umzug resultiert wesentlich aus dem Vorhaben des Senats, auf dem durch den Umzug in Barmbek frei werdenden Areal 675 Wohnungen zu bauen.

Die Hallen am Schlicksweg in Barmbek, in denen die Dekorationswerkstätten der Hamburgischen Staatsoper bislang untergebracht sind, sind sanierungsbedürftig, sodass bei einem Verbleib der Werkstätten an diesem Ort in großem Umfang investiert werden müsste. Die durch den Umzug freiwerdenden Flächen will der Senat für den Wohnungsbau nutzen. Rund 675 neue Wohnungen sollen hier entstehen.

Der Neubau für die Hamburgische Staatsoper im Billebogen wurde vom Hamburger Architekturbüro DFZ Architekten entwickelt. Auf insgesamt rund 19.700 Quadratmetern umfasst er ein Gebäude für den Kostüm- und Maskenfundus sowie einen Gebäudekomplex mit dem Kulissenfundus und den Dekorationswerkstätten. Gewerke wie die Schlosserei, die Tischlerei oder die Theatermalerei werden hier untergebracht. Aus dem Umzug der Opernwerkstätten und -fundi sollen Impulse für die Ansiedlung weiterer Produktions- und Gewerbebetriebe entstehen.

Mit dem Neubau der Opernwerkstätten und -fundi wurde die städtische Sprinkenhof beauftragt. Das Projekt wird auf Grundlage der neuen Immobilienstrategie des Senats im Mieter-Vermieter-Modell umgesetzt: Eine Objektgesellschaft stellt das Baubudget in Höhe von 68,4 Millionen Euro zur Verfügung und vermietet das Objekt dann an die Oper. Die Freie und Hansestadt Hamburg ist alleinige Gesellschafterin dieser Objektgesellschaft IVK Immobilienverwaltung für Kultur GmbH & Co. KG, die die Sprinkenhof bereits 2016 gegründet hat. Die Miete wird jährlich 3.424.000 Euro betragen und enthält einen Anteil zur Bedienung des Kredits für das Baubudget und einen Anteil für die laufende Gebäudeunterhaltung. Zur Deckung der Mietkosten werden die Zuwendungen für die Hamburgische Staatsoper entsprechend erhöht.

Die Hamburgische Staatsoper wird voraussichtlich 2018 die erste Nutzerin auf dem Gelände des  Neuen Huckepackbahnhofs sein, das mit seiner zentralen Lage und hervorragenden verkehrlichen Erschließung einen Schwerpunkt im Rahmen der Entwicklung des Billebogens durch die Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG (BBEG), einem Tochterunternehmen der HafenCity Hamburg GmbH, bildet. Auf dem rund elf Hektar großen Gelände entstehen neue Formen urbaner Produktion mit 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätzen. Der Billebogen insgesamt, der sich zwischen den Elbbrücken und dem Billebecken erstreckt, legt den Fokus auf gewerbliche, industrielle und in einigen Teilen kulturelle Produktion. In lärmgeschützten Randlagen ist auch Wohnen möglich. Weitere wichtige Aufgabenstellungen und Chancen bestehen darin, neue attraktive Verbindungen zwischen HafenCity und Rothenburgsort zu schaffen. Zudem kann unter anderem der Rückbau des Kleeblatts der Straßenauffahrten an der Billhorner Brückenstraße  neue Entwicklungsqualitäten und Bauflächen für Hamburg eröffnen.

Es ist das Ziel des Senats, am bisherigen Standort der Dekorationswerkstätten und des Kulissenfundus nach dem Umzug mit dem Wohnungsbau so früh wie möglich zu beginnen. Der Bauantrag für die neuen Opernwerkstätten und -fundi wurde bereits 2016 genehmigt, sodass frühzeitig mit den Gründungsarbeiten begonnen werden konnte. Mit dem vorgezogenen Baubeginn konnten Kostensteigerungen vermieden werden, die durch eine Unterbrechung der Projektumsetzung  hätten entstehen können.

Pressemitteilung: Kulturbehörde Hamburg