27. September 2020

Raum für Spitzenforschung: Bundesimmobiliengesellschaft errichtet Institutsgebäude für die Technische Universität Wien in der Leopoldstadt

Der energieautarke Neubau wird bis Ende 2021 fertiggestellt und wird Labor- und Büroräume der Fakultät für Physik beherbergen.

Bundesimmobiliengesellschaft errichtet energieautarkes Institutsgebäude für die Technische Universität Wien in der Leopoldsstadt. (C) AE30 Architekten

Wien (pm) – Hans-Peter Weiss, CEO der Bundesimmobiliengesellschaft: „Universitätsgebäude zu errichten, bringt ganz besondere Herausforderungen mit sich. Einerseits atmosphärische, denn wir wollen inspirierende Lebensraum für Studierende schaffen. Andererseits ist eine besondere technische Expertise notwendig, wenn es darum geht, Labor- und Forschungsräume für internationale Spitzenforschung zu gestalten. Auf beides sind wir als Bundesimmobiliengesellschaft spezialisiert. Das neue Institutsgebäude, das wir gerade für die TU Wien errichten, kann als Niedrigstenergiehaus zudem fast energieautark betrieben werden – denn klimafreundliches Bauen ist der TU Wien und der BIG ein großes Anliegen.“

Josef Eberhardsteiner, Vizerektor der TU Wien, zum Baufortschritt: „Forschung und Lehre brauchen optimale infrastrukturelle Rahmenbedingungen – dafür setze ich mich ein. Deshalb freut es mich, dass das Bauprojekt trotz der aktuellen Situation voranschreitet und wir neue Flächen schaffen können, die weiterhin Forschung im internationalen Spitzenfeld ermöglichen.“

Ein Hauptnutzer des neuen Institutsgebäudes wird die „Universitäre Service-Einrichtung für Transmissionselektronenmikroskopie“ (USTEM). Im 1.000 m² großen Untergeschoß werden alle zugehörigen Labor- und Messräume und die empfindlichen Rasterelektronenmikroskope untergebracht. Um die hochsensiblen Messgeräte nicht zu beeinflussen, erfolgt eine strikte Trennung zu erschütterungs- und magnetfeldintensiven Teilen wie dem Traforaum oder dem Niederspannungshauptverteiler. Die Messräume verfügen zudem über entkoppelte Fundamente um erschütterungsfreie Messungen durchführen zu können. In den vier Stockwerken darüber befinden sich Büroräume und Kommunikationszonen, im dritten Obergeschoß wird die Haustechnikzentrale inklusive der Lüftungsanlage für die Büroräume untergebracht.

Der vom Wiener Architekturbüro AE30 Architekten geplante Neubau mit einer Nettoraumfläche von 3.000 Quadratmetern entsteht direkt neben dem seit den 1960er Jahren bestehenden Atominstitut der TU Wien in der Stadionallee. In seiner Form und Proportion orientiert sich das neue Institutsgebäude an seinem älteren Nachbarn, ist von diesem aber technisch und funktional völlig unabhängig. Das Labor- und Bürogebäude wird im Niedrigstenergiehaus-Standard errichtet. Die optimierte Gebäudehülle dient zur Minimierung des Heiz- und Kühlbedarfs. Weitere Maßnahmen wie Wärmerückgewinnung bei den Lüftungsanlagen, eine Nachtlüftung, LED-Beleuchtungen oder energieeffiziente Bürogeräte minimieren den Energiebedarf zusätzlich. Der übrige geringe Energiebedarf soll zum Großteil durch eine 520 m² große Photovoltaikanlage direkt vor Ort gedeckt werden, was das neue Institutsgebäude nahezu energieautark macht. Die Errichtungskosten (netto) betragen 11,4 Mio. Euro.

Pressemitteilung: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.