23. Juli 2019

Preisverleihung Essay-Wettbewerb 2019: Irebs „6. Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“

Eltville (pm) – Die Irebs Immobilienakademie verlieh am vergangenen Samstag, den 29.06.2018 im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe im Laiendormitorium des Kloster Eberbachs in Eltville zum sechsten Mal den „Ideenpreis Immobilien für eine alternde Gesellschaft“. Für das diesjährige Wettbewerbsthema „Wenn aus Science Fiction Real Estate Facts werden – oder was passiert, wenn das Altern aufhört?“ wurden sieben Essays eingereicht, die von einer Jury bestehend aus Prof. Dr. Tobias Just (FRICS), Frank Löwentraut und Prof. Dr. Stefanie Birkner, Universität Oldenburg bewertet wurden. Die besten drei Essays wurden bei der halbjährlichen Zeugnisübergabe im Kloster Eberbach mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro prämiert. Erstmalig wurden dieses Jahr zwei zweite Plätze vergeben. Die beiden zweiten Plätze belegten Markus Mehling mit seinem Essay „Adieu Seniorenresidenz! Vom Wohnen im Zeitalter der Langlebigkeit“ sowie Lisa Miosga und Marie Wieck mit Ihrem Essay „Tagesthemen Sonderthema am 30.04.2019: Immobilien für eine alternde Gesellschaft – wenn das menschliche Leben verlängert wird“. Als diesjähriger Gewinner wurde das Essay „Hütte, Zimmer oder Wohnung? Wohnen im Alter 2080“ von Dr. Stefan Brauckmann auserkoren.

Ziel des Ideenpreises ist es Impulsgeber für die Immobilienwirtschaft zu sein, um Strategien im Umgang mit den Herausforderungen der gesellschaftlichen Alterung zu entwickeln. Der Wettbewerb wurde 2014 in Kooperation mit der Immobilien Zeitung sowie mit Frank Löwentraut, Dozent der Irebs Immobilienakademie und Geschäftsführer von Aaetas Consult, ins Leben gerufen.

Aktuell werden rund zwei Drittel der Pflegebedürftigen im privaten Umfeld überwiegend durch Verwandte versorgt. Der Großteil der Arbeit wird durch Frauen, Töchter oder Lebensgefährtinnen, der Pflegebedürftigen erbracht. Dieses Modell steht zunehmend auf dem Prüfstand, da immer mehr Frauen arbeiten möchten oder müssen oder die schwere Pflegearbeit im Alter nicht mehr alleine leisten können.
Dann stellt sich die Frage nach einer institutionellen Lösung der erwarteten Herausforderungen. Dies könnten staatliche Pflegeeinrichtungen sein, genossenschaftliche, kirchliche oder privatwirtschaftliche. Insbesondere die privatwirtschaftliche Lösung und hier insbesondere das Interesse von Private Equity
Investoren, weckt häufig die Sorge, dass hier mit der Bedürftigkeit älterer Menschen Geld verdient wird. Private Equity steht auf der einen Seite zwar für Professionalität, auf der anderen aber auch für Renditeorientierung. Professionalität ist sicherlich kein Nachteil, doch mit einer starken Renditenorientierung verbinden viele, dass das Menschliche auf der Strecke bleibt. Müssen wir also Sorgen haben, dass unsere Pflegebedürftigen zunehmend als Cashflow-Quelle betrachtet werden?

Wir überlassen in sehr vielen sehr wichtigen Lebensbereichen die Leistungserbringung dem Markt, und dies überwiegend mit guten Ergebnissen. Wo verläuft die Grenze zwischen Anstand, Moral und Kommerz? Was ist für die Gesellschaft inklusive der finanzierenden öffentlichen Hand sinnvoll, für die Familien, vor allem aber für die Pflegebedürftigen? „Wir müssen uns in Zukunft um Millionen Pflegebedürftiger kümmern; dies muss mit Anstand aber auch mit Blick auf die Bezahlbarkeit erfolgen.“, erläutert Frank Löwentraut, Impulsgeber und Förderer des Ideenpreises.

Pressemitteilung: IRE BS Immobilienakademie GmbH