20. April 2021

Passive House Award 2021

Passive House Award zeichnet energieeffiziente Vorbilder aus - Verleihung im September

Darmstadt (pm) – Das Passivhaus Institut lobt den Passive House Award 2021 aus, der wegweisende Projekte des energieeffizienten Bauens auszeichnet. Dabei wird die Versorgung der Gebäude mit regenerativer Energie besonders berücksichtigt. Eine international besetzte Jury ermittelt die Sieger des Wettbewerbs. Voraussetzung für die Teilnahme am Passive House Award 2021 ist die vorherige Qualitätssicherung des Gebäudes durch eine Zertifizierung. Der Preis wird während der 25. Internationalen Passivhaustagung verliehen, die im September in Wuppertal und online stattfindet.

Ohne Energieeffizienz geht es nicht: Für effektiven Klimaschutz müssen die Gebäude, in denen wir leben und arbeiten deutlich energieeffizienter werden. Um zu zeigen, dass Passivhäuser mit ihrem äußerst geringen Energiebedarf nicht nur nachhaltig sind, sondern gleichzeitig architektonisch hochwertig umgesetzt werden, veranstaltet das Passivhaus Institut den Passive House Award 2021. „Mit dem Architekturwettbewerb zeigen wir, dass Passivhäuser aufgrund ihres geringen Energiebedarfs ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz sind und die Projekte gleichzeitig anspruchsvoll gestaltet werden. Dafür zeichnen wir die Architekten aus“, erklärt Prof. Wolfgang Feist, Gründer des Passivhaus Instituts.

Voraussetzung: Zertifizierung

Für den Passive House Award 2021 können Passivhäuser, Energiesparhäuser sowie EnerPHit-Gebäude eingereicht werden. Der EnerPHit-Standard ist der Passivhaus-Standard für Sanierungen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Gebäude zertifiziert sind. Quartiere können ebenfalls am Award teilnehmen, auch dann, wenn sie noch in der Entstehungsphase sind. Dazu muss für eines der Gebäude eine abgeschlossene Zertifizierung vorliegen. Entscheidend ist ein ganzheitliches Konzept zur Energieversorgung mit dem Schwerpunkt auf der Energieeffizienz. Lediglich Gebäude, die bereits bei einem früheren Architekturwettbewerb des Passivhaus Instituts eine Auszeichnung erhalten haben, sind vom Wettbewerb ausgenommen. Beiträge können bis zum 1. Juni 2021 eingereicht werden.

Kriterium Nachhaltigkeit

Beim diesem internationalen Wettbewerb prüft eine internationale Jury unter anderem die Aspekte Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Energieversorgung und Nachhaltigkeit der Gebäude. Dem Gremium gehören auch die Architektinnen Deborah Moelis aus den USA und Ana Sánchez-Ostiz aus Spanien an. Moelis betreute das Passivhaus-Hochhaus Cornell Tech in New York. Sánchez-Ostiz ist Direktorin des Masterstudiengangs Environmental Design und Building Management an der Universität von Navarra.

Internationale Jury

Jury-Mitglied Burkhard Schulze Darup aus Berlin berät als Architekt das deutsche Umweltbundesamt. Er setzte sich bei der Rekonstruktion der historischen Altstadt in Frankfurt am Main für die Verwendung von energieeffizienten Passivhaus-Komponenten ein. Prof. Song Yehau aus China ist Direktor des Instituts für Architektur der Tsinghua Universität in Peking. Er erhielt für seine Projekte zahlreiche Auszeichnungen und ist ebenso Mitglied der Jury wie Architekt Tom Wright aus Großbritannien. Wright entwarf mit dem Burj Al Arab, dem Turm der Araber in Dubai eines der bekanntesten Gebäude der Vereinigten Arabischen Emirate.

Preisverleihung

Die Preisverleihung für den Passive House Award 2021 findet während der 25. Internationalen Passivhaustagung statt und ist als Live-Stream geplant. Das Passivhaus Institut sowie die Energieagentur NRW als Mitveranstalter laden für die Tagung am 10. und 11. September 2021 in die Historische Stadthalle Wuppertal sowie parallel zu Online-Veranstaltungen ein. Weitere Informationen zum Passive House Award 2021 unter www.passivehouse-award.org.

Pressemitteilung: Passivhaus Institut