3. Dezember 2022

Organisationsprozesse am Bau beschleunigen: So gelingt es

(c). BauMaster

Anzeige – Die Bauindustrie wächst immer weiter und Bauprojekte sollten idealerweise so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Zudem steht die gesamte Branche vor einer zunehmenden Veränderung hin zur Baustelle 4.0. Wie gesamte Organisationsprozesse beschleunigt werden können und inwiefern die Digitalisierung Arbeitsabläufe verändert, zeigt folgender Beitrag.

 

Schnellere Arbeitsabläufe: Welche Faktoren helfen können

Die Digitalisierung, mit Stichwörtern wie KI (Künstliche Intelligenz), BIM (Building Information Modelling) oder Baumanagement-Software, kann als Chance für die Bauindustrie gesehen werden. Allerdings stehen auch eine klar kommunizierte Aufgabenaufteilung und Koordination des Bauprojektes an vorderster Stelle. Folgende Punkte drehen sich ausschließlich darum, Organisationsprozesse am Bau zu beschleunigen.

 

Bauzeitenplan

Um den vorhergesehenen Fertigstellungstermin eines Bauwerks einzuhalten und verschiedene Tätigkeiten koordinieren sowie kontrollieren zu können, ist ein professioneller Bauzeitenplan unabdingbar. Er ist vor allem für die Einhaltung des zeitlichen Rahmens wichtig und soll abweichende Verzögerungen möglichst vermeiden. Als praktischer Nutzen und rechtliche Relevanz wird er von Architekten und Bauleitern erstellt. Und so ist er aufgebaut:

  1. Projektstrukturplan anfertigen: In diesem Schritt werden Bauphasen definiert.
  2. Aufgliederung und Struktur der Aufgabenblöcke: Die Aufgabenblöcke werden in zeitliche Abhängigkeit zueinander gebracht. Kategorien, wie „Innenausbau“ und „Elektrische Anlagen“ werden definiert sowie gegliedert.
  3. Abhängigkeiten definieren: Abhängigkeiten und sämtliche Aufgaben der Projektbeteiligten werden in diesem Punkt festgelegt.
  4. Erstellung Bauzeitplan: Im letzten Schritt geht es darum, alle Informationen zusammenzufassen und den Bauplan zu erstellen.

 

Gründe für die Relevanz eines Bauzeitplans. © bau-master.com

 

Digitale Geschäftsmodelle

Ob Bauplanung anhand von 3D-Modellen oder Reduzierung von Fehlern durch KI-Software: Digitale Technologien verändern Prozesse, Zeitmanagement und Arbeitsabläufe in der Baubranche. Wir stellen ein paar der Zukunftsmodelle vor:

 

BIM – Building Information Modelling

Building Information Modelling (BIM) ist ein intelligenter Prozess, der allen beteiligten Fachkräften am Bauprojekt, also Architekten, Bauunternehmen, Eigentümern und späteren Dienstleistern, notwendige Informationen und Werkzeuge bereitstellt. Da es auf einem 3D-Modell basiert, kann das gesamte Unterfangen virtuell betrachtet und gemeinsam daran gearbeitet werden.

Folgende Vorteile bringt das BIM-Modell mit sich:

✓ Gegen Kostenexplosion und Terminverzug: Zeit- und Kostenreduktion erfolgen durch optimierten Personal-, Material-, Geräte- und Maschineneinsatz.
✓ Arbeitsabläufe und Planungsqualität effizient steigern: Mehrfacheingaben durch beteiligte Fachplaner werden vermieden.
✓ Weniger Fehlplanungen durch digitale Simulation des Bauvorhabens vor Baustart.
✓ Die zentrale Verwaltung aller Daten sorgt für mehr Transparenz während des gesamten Bauablaufs.

Allerdings gibt es noch keine nationalen BIM-Standards, da einerseits die Grundlage zur einheitlichen Definition fehlt und andererseits mehr Daten und Informationen zur Verfügung stehen müssen.

 

Bauzeitenplan (c) BauMaster

 

Softwareprodukte für den Einsatz im Baugewerbe

Softwarelösungen helfen bei der Kommunikation, Dokumentation und Organisation des Bauprojekts und steuern Abläufe und Geschehnisse. Dabei ist es wichtig, dass der zeitliche Rahmen eingehalten wird, die Kosten stets im Blick behalten werden und die Ausführungsqualität gewährleistet wird. Relevante Informationen werden dank Cloud Computing gespeichert und können zudem schnell weitergeleitet werden.

Zudem bieten Baumanagement-Apps folgende Vorteile:

✓ Die Zurverfügungstellung eines flexiblen Bauzeitplans, auf den jeder Bau-Beteiligte zugreifen kann.
✓ Die Software erstellt digitale Bauprotokolle und legt alle wichtigen Informationen ab.
✓ Im integrierten Messenger können sich alle Verantwortlichen austauschen.
✓ Zeitressourcen werden gespart, da vor Ort sämtliche Dokumente hochgeladen und ordentlich verwaltet werden können.
✓ Die Baumanagement-App kann offline und von mehreren Geräten bedient werden.

 

Gut zu wissen: Für ein effizientes Projektmanagement am Bau übernimmt eine Bau-App sämtliche Funktionen einer digitalen Bauakte. Alle Pläne, Protokolle, Berichte und zahlreiche Fotos werden in der Cloud-Lösung angelegt ­– und das langfristig, auch nach Abschluss eines Projektes.

Bauroboter und Künstliche Intelligenz (KI)

Obwohl der Einsatz von Baurobotern derzeit noch beschränkt ist, wird es in den kommenden Jahren wahrscheinlicher, dass Bauprojekte eine robotergestützte Automatisierung erfahren werden. Ob 3D-Druck von Häusern oder Inspektionsaufgaben durch Roboter: Sie können helfen, Kosten und Zeit einzusparen und für Sicherheit auf der Baustelle zu sorgen.

Auch KI ist immer mehr im Vormarsch: Ob Drohnen auf Baustellen oder der Einsatz von KI-gestützter Projektmanagementsoftware, um Baumängel und Fehler zu senken: Die Möglichkeiten der Verwendung von künstlicher Intelligenz am Bau werden immer vielfältiger.

Bereits bei der Planung kosten- und zeiteffizient denken

Um möglichst viel Zeit und Kosten zu sparen, sollte nicht erst auf der Baustelle damit begonnen, sondern bereits bei der Planung darauf geachtet werden. Dabei spielt insbesondere das Thema Nachhaltiges Bauen eine große Rolle: Je energieeffizienter und ressourcenschonender gebaut wird, desto mehr können insbesondere die Besitzer davon profitieren. Vor allem die geringere Verwendung nachwachsender oder neuartiger Materialien kann unter Umständen zeiteffizient sein.

 

Fazit: Bei Bauprozessen Zeit einsparen

Um Organisationsprozesse am Bau bereits zu Beginn strukturiert zu halten und dadurch auch den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen, empfiehlt es sich, bereits bei der Planung und Erstellung des Bauzeitenplans genaue Aufgaben zu definieren.

Zudem ist der Einsatz technologischer Hilfsmittel wie Projektmanagement Software, BIM, Bau-App, 3D-Druck oder Künstliche Intelligenz bereits jetzt für Zeitersparnisse und Mängelbehebungen am Bau in Verwendung und wird mit höchster Wahrscheinlichkeit die Zukunft des Bauens.

 

 

Walter Fürthauer, Geschäftsführer von BauMaster (c) BauMaster

 

Autor: Walter Fürthauer

Der Gastautor, der im Artikel sein Expertenwissen teilt, ist Bmstr. Walter Fürthauer – Baumeister, gelernter Maurer und Leiter von Hoch-, Wohn- und Betriebsbauten, der die Herausforderungen am Bau genau kennt. Seine Vision vom vernetzten Bau erhielt durch die fortschreitende Digitalisierung so richtig Aufwind und so hat er sein gesamtes Know-how in BauMaster® gesteckt – eine Bauprojektmanagement-Software, die alle Bedürfnisse von Bauverantwortlichen, von der Bauplanung bis hin zur Objektübergabe, stets erfüllt.