1. Oktober 2022

Omniturm in Frankfurt von BIG

In Frankfurt steht mit dem Omniturm von BIG ein weiteres Hochhaus, das als Büro- und Wohngebäude genutzt wird. Besonders auffällig sind die auskragenden Etagen in den Geschossen 15 bis 23, in denen sich 147 Wohnungen befin-den. Hörmann lieferte unter anderem Brandschutztüren. (c) Hörmann

Steinhagen (pm) – Trägt ein neuer Turm das lateinische Wort „Omni“ im Namen, dann ist dies auch ein gehöriger Anspruch. Der Frankfurter Omniturm will alles für alle – aber nicht für jeden. Das Projekt von BIG kommt der geforderten Mischnutzung nach und fungiert als Büro- und Wohngebäude. Brandschutztüren für den Omniturm lieferte Hörmann.

Wer hier die Augen ein wenig zukneift und womöglich sogar noch mit Kopfhörer unterwegs ist, der könnte (wenigstens für einen ganz kurzen Moment) tatsächlich glauben, er sei in New York – oder in irgendeiner anderen echten Weltstadt. Nur 100 Meter weiter ist dieser Eindruck aber schon wieder verflogen. Denn nur an der Ecke Große Gallusstraße / Neue Mainzer Landstraße stehen die Hochhäuser so dicht an dicht wie in Downtown Manhattan. Der Frankfurter Omniturm immerhin könnte genauso auch an einer anderen teuren und wichtigen Stelle der Welt stehen. Die Plaza und der allenthalben als „Hüftschwung“ bezeichnete Knick würden auch in Shanghai, Singapur oder am Persischen Golf ihre Zwecke erfüllen.

 

Großzügig und zurückhaltend ist die Lobby des Omniturms in Frankfurt gestaltet. (c) Hörmann

 

Um Aufmerksamkeit buhlend

Die Bjarke Ingels Group – kurz BIG – gehört schließlich zu jenen Büros, die weltweit und absolut zuverlässig architektonische Landmarks setzen. Bauten also, die sich entsprechend gut vermarkten lassen. In Frankfurt schichteten sie zuerst in eher vertrauter Weise die Geschosse aufeinander, ehe sie ab Etage 15 dann ein paar Stockwerke zur Seite rutschen ließen. Ab Geschoss 23 findet sich der Stapel dann in sauberer Ordnung wieder. Gestalterisch definiert diese Verschiebung jene Hochhaus-Bereiche, die als Wohnungen genutzt werden. Funktional dienen die Auskragungen als Balkons. Weil solches für die ebenfalls im Gebäude untergebrachten Büros nicht gebraucht wird, macht der Knick durchaus Sinn. Er lässt den Turm auf eine besonders zeitgenössische Weise unverwechselbar werden.

Im Omniturm gehen tagtäglich viele Menschen ein und aus. Entsprechend hoch ist die Belastung für vielfrequentierte Türen. Für solche Zwecke bietet Hörmann die robusten Rohrrahmenobjekttüren aus Stahl an, die in diesem Projekt zum Einsatz gekommen sind. Die Türen HL 310, HL 320 und HL 330 erfüllen alle Brand- und Rauchschutzanforderungen und halten so einem Feuer für mindestens 30 Minuten stand. Die für den Omniturm ausgewählten Stahl-Rohrrahmenobjekttüren verfügen über eine besonders schlanke Profilansicht, da sie in der S-Line ausgeführt sind. Das S-Line-System wirkt durch die feingliedrige Rahmenstruktur sehr filigran. Als Ergänzung zu den Türblättern aus Glas wurden auch teilweise feststehende Glaselemente eingesetzt, die für eine noch größere Transparenz sorgen.

 

Die verglasten T30 Rohrrahmenobjekttüren von Hörmann verfügen über das filigrane S-Line-Profil. Das sorgt für eine noch größere Transparenz und einen hohen Lichteinfall. (c) Hörmann

 

 

Urbanes Leben

Legt man die globale Messlatte an den Turm, dann ist er mit 185 Metern bestenfalls Mittelmaß. In Frankfurt zählt er aber zu den ganz Großen. Vor allem ist er vor Ort der Erste, in dem die Vermarkter eine Mischnutzung erproben. Büros, Coworking-Spaces, Wohnungen und öffentliche Nutzungen sind hier untergebracht – und damit folgt der Turm einem internationalen Trend. Mit 30 Euro Miete pro Quadratmeter zählen die Wohnungen nicht eben in die Kategorie des kostengünstigen Wohnungsbaus, bieten aber jene spektakulären Ausblicke, die die angepeilte zahlungskräftige Klientel andernorts gewohnt ist. Kürzeste Wege in die Frankfurter Museen, Theater, Restaurants und Parks werden als vorrangiges Argument für das Wohnen im Frankfurter Bankenviertel angepriesen.

Vorgegebene Mischnutzung

Diese Mischnutzung entspringt allerdings nicht kalkulatorischen Überlegungen, sondern den Vorgaben der Stadt. Sie will das in den Abendstunden mausetote Quartier beleben. Es war letztlich die Konsequenz der uralten CIAM-Forderung aus dem vergangenen Jahrhundert nach städtebaulicher Trennung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr. Gemischt genutzte Projekte wie der Omniturm sind nun der aufwendige Versuch, in den mühevoll entflochtenen historischen Städten wieder jene vielfältigen Bezüge herzustellen, die attraktive Metropolen erst entstehen lassen. In den Werbeunterlagen der Immobilien-Vermarkter wird dann auch liebevoll das Bild einer heilen, fast schon dörflichen Welt gezeichnet, in der allerdings nicht alle leben können. Es sind vielmehr eher die kosmopolitischen und solventen Menschen, die im Omniturm unter sich bleiben.

Pressemitteilung: Hörmann KG Verkaufsgesellschaft