9. Juli 2020

ÖKOTOPIA: Ausstellung zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Ökotopia (c) FH | JOANNEUM Gesellschaft mbH

Graz (pm) – Wieviel Strom verbrauchen die Bewohnerinnen und Bewohner durchschnittlich in ihren Wohnungen? Wieviel in einem speziellen Stadtteil? Und hat dies mit dem Stadtteil, in dem sie leben, zu tun? Fragen wie diese und viele mehr waren Ausgangspunkt für das Projekt ÖKOTOPIA, das von 2009 bis 2013 interdisziplinär unterschiedlichste Bereiche des städtischen Ressourcenverbrauchs untersucht hat. Dabei war vor allem der Einfluss des Verhaltens der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner von zentraler Bedeutung. In breit angelegten Erhebungen wurden Grazerinnen und Grazer in unterschiedlichen Stadtgebieten zu ihrem Verbrauch an Strom und Heizwärme befragt, aber auch zur Entscheidung, mit welchem Verkehrsmittel sie ihre täglichen Einkäufe oder den Weg zur Arbeit zurücklegen. Fragen zur Qualität der nachbarschaftlichen Beziehungen und zur täglichen Erholung wurden gestellt.

Bewegung in Gemeinden, in der Stadtplanung und am Generationenspielplatz

Gesunde Bewegung wie gehen, laufen, Rad fahren oder spazieren ist ein Gesundheitsziel der Steiermark. Die Gestaltung des direkten Lebens- und Wohnumfelds kann ausschlaggebend dafür sein, ob gesunde und sichere Bewegung als Aktivität im Alltag gefördert werden. Ergotherapeutische Ansätze zur Bereicherung der Stadtplanung werden in „Aktivität findet Stadt“ thematisiert (Institut Ergotherapie). „Gemeinden leben bewegt“ zeigt am Beispiel von drei Gemeinden, wie die Bevölkerung konkret zur Steigerung von umgebungsbezogener Bewegung angeregt werden kann und im Gestaltungsprozess nachhaltig einbezogen wird (Institut Gesundheits- und Tourismusmanagement). Das Projekt zur Umsetzung von „Generationenspielplätzen“ bietet Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen einen Outdoor-Bewegungspark mit Trainingsgeräten für ihre jeweiligen sportmotorischen Bedürfnisse. Sie haben die Gelegenheit, ihren präferierten Trainingsablauf festzulegen.

Mobilität von morgen

Die gezeigten Projekte sind unterschiedlichen Bedürfnissen von besonderen Bevölkerungsgruppen wie Kindern und Jugendlichen, seh- oder geheingeschränkten Personen und Radfahrenden gewidmet und bieten Lösungen durch Smartphone-Apps an: „Ways4all“ gibt sehbehinderten und blinden Menschen akustische Wegbeschreibungen und vernetzt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Shique“ wurde in Zusammenarbeit mit Bike Citizens für aktive Radfahrerinnen und Radfahrer entwickelt: Die App misst die Straßenqualität, ihre Beleuchtung aber auch Schallbelastung. Kommunen können mit diesen Daten einfach und schnell einen Überblick über den Zustand und die Qualität von Straßen gewinnen. „Keep Moving“ widmet sich wiederum der Frage, wie Kinder und Jugendliche einen Verkehrsraum wahrnehmen und wie er auf ihre Mobilitätsbedürfnisse abgestimmt gestaltet werden kann.

Smart Food Grid Graz

Stellen Sie sich die Frage, woher Ihre täglichen Lebensmittel kommen? Die Forscherinnen und Forscher im Projekt „Smart Food Grid“ übernehmen das für die Grazer Bevölkerung: Wie lassen sich bis zum Jahr 2030 30 Prozent des täglichen Lebensmittelbedarfs in Graz aus der Region in einem Umkreis von 30 Kilometern beziehen? Das Projekt Smart Food Grid Graz hat eine Roadmap zur Erreichung dieses Ziels entwickelt. Sehen Sie welche Maßnahmen und Beteiligte diese Idee zur Umsetzung braucht. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Anregungen dazu einzubringen und den Forscherinnen und Forschern mitzuteilen.

Ausstellung

Datum: 27.7. – 07.10.2018 (dienstags geschlossen)

Uhrzeit: 10:00 – 17:00

Ort: GrazMuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz

 

Pressemitteilung: FH | JOANNEUM Gesellschaft mbH