6. Juli 2020

Leipfinger-Bader investiert acht Millionen Euro in Schönlind

Firma setzt auf digitales Baustellenmanagement und fordert Baukostensenkung von der Politik

LB-Chef Thomas Bader kündigte für die kommenden Monate Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro in die drei Standorte Vatersdorf bei Landshut, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind an. Allein für die weitere Modernisierung in Schönlind sind acht Millionen Euro vorgesehen. (c) Leipfinger-Bader
LB-Chef Thomas Bader kündigte für die kommenden Monate Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro in die drei Standorte Vatersdorf bei Landshut, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind an. Allein für die weitere Modernisierung in Schönlind sind acht Millionen Euro vorgesehen. (c) Leipfinger-Bader

Schönlind (pm) – Bei der Jahresabschlussfeier der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke am Freitag am Firmensitz in Vatersdorf (Landkreis Landshut) hat Inhaber Thomas Bader eine positive wirtschaftliche Bilanz für das Jahr 2018 gezogen und für die kommenden Monate Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro in die drei Standorte Vatersdorf, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind angekündigt. Dadurch sollen die Werke noch energieeffizienter und ökologischer werden – Schwerpunkt ist die weitere Modernisierung in Schönlind, für die allein acht Millionen Euro vorgesehen sind. Gleichzeitig appellierte Bader an die Politik im Bund und Freistaat, Maßnahmen gegen die stetige Steigerung der Baukosten zu ergreifen.

„Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns“, sagte Bader. Das Unternehmen hat unter anderem den Lagerplatz in Vatersdorf ausgebaut und damit die interne Logistik für das Beladen der Lastwagen weiter verbessert, um die Baustellen in der Region noch schneller mit Qualitätsziegeln beliefern zu können. Außerdem hat LB eine Online-Anwendung entwickelt, mit der Kunden Schritt für Schritt ihre Logistik digital abwickeln können. „Wir nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur für eine optimale Produktion, sondern auch für noch besseren Service für unsere Bauunternehmer.“

Im kommenden Jahr werde Leipfinger-Bader seinen Kunden mit der Produktion von Rollladenkästen und Zubehörprodukten weitere Vorteile rund um den Mauerziegel bieten, erklärte Bader. Zentrales Innovationsprojekt ist die weitere Modernisierung des Werks in Schönlind. Ab 18. Januar werden der Tunnelofen und weitere Produktionsmaschinen in einem dreimonatigen Großprojekt durch neue Anlagen ersetzt. Bader: „Dadurch werden wir den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich senken und das Ökoprodukt Ziegel noch umweltfreundlicher machen.“ Außerdem ist an allen Standorten die Erweiterung der Lehmabbauflächen in Gang.

Zur Lage auf dem bayerischen Wohnungsmarkt kamen kritische Töne von Bader: „Alle reden vom Bauboom, aber in diesem Jahr werden nicht mehr Wohnungen fertiggestellt als 2017. Das liegt daran, dass Bauen generell immer teurer wird – vor allem durch politische Entscheidungen.“ Die Einführung der Maut auf Bundesstraßen zum Beispiel belaste allein die Firma Leipfinger-Bader mit 600.000 Euro jährlich. Bader forderte den Bund und den Freistaat Bayern auf, einen Rahmen schaffen, in dem auch günstigeres Bauen möglich ist: „Wichtig dafür wäre vor allem, den Bauherren offen zu lassen, wie sie die Werte zur Energieeinsparung erfüllen, anstatt konkrete Bauweisen und Baustoffe vorzuschreiben.“ LB wird aber auch selbst aktiv: „Wir planen mit anderen Baustoffherstellern eine wissenschaftliche Studie zu günstigem und fortschrittlichem Bauen in die Höhe mit modernen Ansätzen für das Mauerwerk. Außerdem werden wir das Thema kunststofffreie Baustelle angehen“, sagte Bader, der auch Sprecher des Netzwerks innovativer Massivbau Bayern ist. Gerade im Unterschied zur Holzständer- oder Holzrahmenbauweise sehe er hier für den Ziegel deutliche Vorteile. Während bei vielen anderen Konstruktionen zur Isolierung meist Kunststoffe oder künstliche Dämmungen notwendig seien, könne darauf bei der Ziegelbauweise verzichtet werden. „Der Ziegel leistet als nachhaltiges und ökologisches Produkt einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Unser Ziegel Silvacor, der mit 100 Prozent sortenreinen Nadelholzfasern verfüllt wird, ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. Mit diesem Ziegel haben wir ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, so Bader weiter.

Pressemitteilung: Leipfinger-Bader Ziegelwerke