7. August 2020

Kunstausstellung „DesignBuild – Experience in Action“ an der Pinakothek der Moderne

Studentische Bauprojekte mit kulturellem Background

Das Architekturmuseum der Technischen Universität München (TUM) in der Pinakothek der Moderne in München zeigt noch bis zum 13. September 2020 eine Ausstellung zum Thema „DesignBuild“. Unter dem Titel „Experience in Action“ werden studentische Bauprojekte präsentiert. Etliche Exponate zeigen Summerschool-Projekte, die im Rahmen eines Wettbewerbs von der gemeinnützigen Sto-Stiftung gefördert wurden. Auch die Ausstellung selbst wird von der Stiftung unterstützt. Foto: Sto-Stiftung / Uwe Koos

Essen (pm) – Das Architekturmuseum der Technischen Universität München (TUM) in der Pinakothek der Moderne in München zeigt erstmalig in Deutschland eine Ausstellung zum Thema „DesignBuild“. Unter dem Titel „Experience in Action“ werden studentische Bauprojekte präsentiert, die weltweit in Eigenregie realisiert wurden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. September 2020 und wird von der gemeinnützigen Sto-Stiftung gefördert.

Hinter „DesignBuild“ steckt eine Lehrmethode zahlreicher Architekturschulen. Dabei planen und entwerfen Studierende konkrete Bauprojekte und setzen diese, in der Regel mit Unterstützung durch Förderer, um. Meist handelt es sich dabei um Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser, die in Entwicklungsländern oder strukturschwachen Regionen verwirklicht werden.

Präsentieren und Diskussion anregen

„Mit unserer Ausstellung wollen wir „DesignBuild“ als Lehrmethode einer breiten Öffentlichkeit vorstellen“, erklärt Kuratorin Simone Bader. Um eine entsprechende Präsentation zu garantieren, wurden weltweit Projekte mit unterschiedlichen Bauaufgaben gesucht. Aus weit mehr als 400 haben die Verantwortlichen beispielhaft sechzehn ausgewählt.

„Neben der reinen Darbietung ist uns eine kontroverse Diskussion zur Lehrmethode wichtig. Diese möchten wir mit der Ausstellung anregen. Zitate an den Wänden spiegeln unterschiedliche Standpunkte dazu, zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte. Jeder Besucher ist aufgefordert, sich mit „DesignBuild“ auseinanderzusetzen und eine Meinung zu bilden“, erklärt Bader.

In den ersten sechs Wochen konnte die Ausstellung bereits sechstausend Besucher verzeichnen. „Das ist ein guter Wert, wenn man bedenkt, dass wir uns noch in der Corona-Pandemie befinden“, zeigt sich die Kuratorin zufrieden. Die ursprünglich für Mitte März avisierte Austellungeröffnung musste dem Lockdown weichen und wurde so auf den 19. Mai verschoben.

„Überbrückt haben wir die Zeit, indem wir erstmals unsere Social-Media-Kanäle eingesetzt haben. Die Interviews der Ausstellung haben wir nach und nach online gestellt und natürlich auch einen Ausblick auf die Ausstellung in Form eines Trailers platziert“, erklärt Bader. Aus der Not wurde eine Tugend. Bis heute werden Live-Talks mit diversen Professoren geführt, in denen es über die Lehrmethode hinaus um die Architekturausbildung geht.

Summerschool Wettbewerb fördert „DesignBuild“

Zahlreiche Exponate der Ausstellung basieren auf der Förderung der gemeinnützigen Sto-Stiftung. Seit zehn Jahren unterstützt die Stiftung Studierende der Architektur mit einem eigenen internationalen Wettbewerb, den sogenannten Summerschools. Zu dem Wettbewerb werden jährlich alle Architektur-Fakultäten und Fachbereiche deutscher und europäischer Hochschulen aufgerufen. „Es ist eine zentrale Aufgabe in der Architektenausbildung, das Bewusstsein der Studierenden für nachhaltige Bauweisen zu schärfen und eine weltoffene Sichtweise zu fördern“, sagt Prof. Peter Cheret, Stiftungsrat Architektur der Sto-Stiftung.

Denn über die architektonischen Konzepte hinaus biete „DesignBuild“ Studierenden die Möglichkeit, „fremde Länder und Kulturen zu ergründen und sich mit unterschiedlichen Materialien und Themen wie Nachhaltigkeit und Globalisierung sowie deren Auswirkungen auf die Architektur auseinanderzusetzen“, erklärt Cheret. Nicht zuletzt deshalb sei die Lernmethode fester Bestandteil der Förderung der Stiftung.

Wer die Ausstellung in München nicht besuchen kann, kann sich auf eine Fortsetzung in Hamburg freuen. Etliche Exponate werden ab Herbst 2020 im AIT-Salon in Hamburg gezeigt.

Pressemitteilung: Sto-Stiftung