20. April 2021

In Zug wird das höchste Holzhochhaus der Schweiz geplant

(c) Duplex Architekten / WaltGalmarini / Implenia (1. Rang)

Zug (pm) – Hochhäuser werden seit mehr als 100 Jahren gebaut – aber nicht aus Holz. An der Baarerstrasse 104-108 in Zug soll das höchste Holzhochhaus der Schweiz entstehen.

Mit dem «Projekt Pi» plant die V-ZUG Immobilien ein innovatives Wohnhochhaus in der Stadt Zug. Es soll das erste Holzhochhaus von 80 Metern Höhe in der Schweiz werden und zudem preisgünstiges Wohnen in Zug schaffen. Das Hochhaus bildet auch den Auftakt für die Entwicklung des Tech Clusters Zug auf dem Stammareal der V-ZUG.

Mit einer Gesamtleistungsstudie, an der fünf namhafte Schweizer und ein österreichisches Team teilgenommen haben, wurde ausgelotet, wie preisgünstiges Wohnen in einem Hochhaus mit modernsten Bauverfahren und nachhaltiger Materialisierung ermöglicht werden kann. Die V-ZUG möchte mit diesem Projekt ihr Bekenntnis zu Innovation und Verantwortung in technologischen Themen zeigen.

Im Zentrum des Projekts stehen ökologische und soziale Dimensionen der Nachhaltigkeit. Dazu lotet das Projekt die bautechnischen Möglichkeiten aus, Baustoffe mit hohen CO2Emissionen in der Tragstruktur, aber auch in den Innenräumen durch Holz zu ersetzen. Ebenso werden die Potenziale für Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade möglichst ausgeschöpft. Mit erneuerbarer Wärme und Kälte aus dem Tiefensee des Baarer Bodens und aus dem Zuger See wird das Gebäude schliesslich energetisch versorgt werden. Das Hochhaus schafft attraktives Wohnen an einem urbanen Standort für sozial durchmischte Nachbarschaften und fördert das Zusammenleben mit geschossweise geclusterten Begegnungsorten und Gemeinschaftsräumen.

Das präsentierte Siegerprojekt von Duplex Architekten, den Ingenieuren WaltGalmarini und der Implenia überzeugt von innen wie von aussen. Der überraschende Entwurf kombiniert verschiedene Innovationen zu einer stimmigen Gesamtlösung und gibt präzise Antworten auf die komplexe mehrdimensionale Fragestellung des Programms.

Als nächster Schritt steht die Erarbeitung eines Bebauungsplans für das Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse an. Der Baubeginn des Projekts ist voraussichtlich Ende 2021 geplant. Mit der Fertigstellung wird per 2024 gerechnet.

Pressemitteilung: Metall Zug AG