18. Dezember 2018

Heute bauen – morgen brauen

Gerber Architekten führen am bundesweiten Tag der Architektur durch die von ihnen realisierte Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin

Gerber Architekten, Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB), Berlin, (c) Werner Huthmacher

Berlin (pm) – Das historische, teilweise unter Denkmalschutz stehende Ensemble der Versuchs- und Lehranstalt (VLB) Berlin e.V. wurde um einen Neubau ergänzt, der nicht nur Aus- und Fortbildungsstätte der deutschen Brau- Malz- und Getränkeindustrie ist, sondern auch Hochschulstandort für „Brauwesen und Getränketechnologie“ der Technischen Universität Berlin. Der kompakte, skulpturale Baukörper nimmt mit seiner Kubatur sowie der rotbraunen Klinkerfassade die Materialität und Farbe der Bestandsbauten auf, während er sich formal sehr eigenständig positioniert. Am diesjährigen bundesweiten Tag der Architektur bieten Gerber Architekten am Samstag, den 23.06.2018 um 13:30 Uhr eine Führung durch diese Ausbildungsstätte an. Projektleiter Dipl.-Ing. Architekt Rolf Knie ist persönlich vor Ort und begleitet durch das Gebäude mit der Brauanlage und seinen Braukesseln sowie den Schulungs- und Lehrräumen und informiert in einem Fachvortrag über die Entstehung und Nutzung des Neubaus. Treffpunkt ist am Haupteingang, den man von der Seestraße 13 aus erreicht. Durch die Positionierung des neuen Baukörpers auf dem Areal bildet sich zusammen mit den Bestandsbauten ein großzügiger Platz als neue Mitte und Treffpunkt für Kommunikation und Begegnung. Ein stark eingezogener bzw. unterschnittener, markanter Eingangsbereich sowie der zum Sudhaus hin um ein Geschoss reduzierte Gebäudeteil geben dem Neubau seine prägnante Form. Tiefe Einschnitte in den kubischen und skulpturalen Baukörper sorgen für viel Tageslicht im Gebäudeinneren und bieten Austrittmöglichkeiten.

Die Gebäudestruktur hat sich aus der inneren Nutzung der Labor-, Seminar- und Technikräume heraus entwickelt. Die Erschließung der unterschiedlichen Räumlichkeiten, mit insgesamt ca. 11.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche, erfolgt maßgeblich von einer im Inneren des Gebäudes liegenden, über alle sechs Geschosse gehenden, verglasten Halle. Dieser lichtdurchflutete atriumartige Luftraum ermöglicht eine optimale Tageslichtnutzung bis in das Sockelgeschoss.

Von der, gegenüber der Umgebung um 1.34 m erhöht liegenden, Erdgeschossebene wird im Empfangsbereich der Blick direkt in die vollverglasten tieferliegenden Brauereiräume mit den typischen Braukesseln, den technischen Anlagen der Braukunst und der Arbeit am Institut freigegeben. Hier wird die Besonderheit der Hochschule als Ausbildungsstätte für Bierbrauer sofort erkennbar. Das im Jahr 2009 in einem hochrangig besetzten Wettbewerbsverfahren mit dem 1. Preis ausgezeichnete Projekt konnte nach vier Jahren Bauzeit im Oktober 2017 eingeweiht werden. Die Außenanlagen wurden erst vor kurzem fertiggestellt.

Pressemitteilung: Gerber Architekten