30. September 2022

Glasdachkonstruktion für „nearly zero energy building“

Tageslichtsystem unterstützt Energiekonzept

(c) Büro Berschneider + Berschneider (Architekten und Innenarchitekten), Fotografin Petra Kellner

Rehau (pm) – Das neugebaute Willibald-Gluck-Gymnasium ist eines der größten Gymnasien Bayerns – und hält die für 2030 geforderten Standards für Niedrigstenergiehaus ein. Zwei passivhauszertifizierte Glasdachkonstruktionen von LAMILUX sind Teil dieses Energiekonzeptes. Sie erhellen die Atrien und sorgen für ein gutes Klima.
Das Gymnasium setzt auf eine effiziente Gebäudehülle samt Betonkernaktivierung zur Beheizung und Kühlung der Räume. Daneben sind viel Tageslicht, Elemente zur Lüftung und Wärmerückgewinnung und regenerative Ressourcen wie Erdwärme und Sonnenenergie weitere Hauptakteure des „nearly zero energy buildings“.

Lüftbare Atriendächer

Die beiden Satteldächer LAMILUX CI-System Glasarchitektur PR60 energysave sind als Schrägverglasungskomponenten mit der höchsten Passivhaus-Einstufung „Advanced Component phA“ zertifiziert. Das Glasdach auf der nördlichen Pausenhalle ist 13×21 Meter groß und besteht aus 60 Glasfeldern, wohingegen das 13×20 Meter große Glasdach der Pausenhalle Süd mit 54 Feldern konstruiert ist. Jeweils sechs davon sind mit einem LAMILUX CI-System Rauchlift M ausgestattet. Im Brandfall sind das die Rauch- und Wärmeabzugselemente (RWA).
Auch für das Lüftungskonzept des Neubaus sind die RWA-Flügel auf den beiden Atrium-Dächern wichtig: Die Zuluft strömt über die Fenster der Klassenräume in Flure, Hallen und Pausenzonen. Über die Glasdächer wird sie anschließend abgeleitet. Gerade in heißen Sommermonaten kann der Schulkomplex auf diese Weise über Nacht mit frischer Luft durchspült und so gekühlt werden.

Herausfordernde Montage

Die Glas-Aluminium-Konstruktion wurde in zwei Schritten auf dem Dach montiert. Zuerst mussten die Aufsatzkranzkonstruktionen mittels Hubbühnen aus dem Gebäudeinneren heraus befestigt werden, um die nötige Absturzsicherheit zu gewährleisten. An diesen Konstruktionen konnten danach die Einnetzungen gezogen und die Verglasung von oben angebracht werden.

„Der Schulbaukörper ist als klarer, langer Riegel umgesetzt. Deshalb waren Lichtpunkte nach innen notwendig. Wir planten ein Tageslichtkonzept ohne dunkle Flure, in dem die beiden Atrien Tageslicht über alle Geschosse ins Gebäude liefern.“ , so der Architekt Johannes Berschneider.

Pressemitteilung: LAMILUX Heinrich Strunz GmbH