16. Oktober 2019

gif-Büromarkterhebung 2018

Wiesbaden (pm) – Die Büromärkte der dreizehn von der gif analysierten Städte entwickelten sich im Jahresverlauf 2018 sehr gut, gleichwohl allerdings schlechter als gegenüber dem hervorragenden Vorjahr 2017. Die Flächenumsätze gingen 2018 vor allem in den A-Städten teils deutlich zurück und lagen in allen gif-Städten (A- und B-Märkte) zum Jahresende bei rund 4,3 Mio. m² (minus 6,3%). Verglichen mit dem mittleren Flächenumsatz der Jahre 2013 bis 2017 (3,7 Mio. qm) ist das Jahr 2018 dennoch überdurchschnittlich gut verlaufen. Zu diesem Ergebnis kommt die Kompetenzgruppe Immobilienmarkt-Research der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. auf Basis der von ihren Mitgliedern moderierten Abstimmungsrunden mit den jeweils marktführenden Immobilienberatern.

In zehn der dreizehn untersuchten Städte wurden gesunkene Büroflächenumsätze registriert. Dabei wurden in allen A-Städten Umsatzrückgänge zwischen 1,0 % (in Köln) und 20% (in Stuttgart) verzeichnet, in Summe minus 7,8%. In München wurde mit 842.500 m² der höchste Jahresumsatz aller Städte festgestellt. In den untersuchten B-Städten war das Bild 2018 sehr uneinheitlich: Vor allem in den beiden großen B-Städten Bonn und Hannover war eine deutliche Zunahme der Umsatzleistung von 27,3 % bzw. 24,1 % zu beobachten, auch der relativ kleine Büromarkt in Ludwigshafen konnte eine erhebliche Steigerung um 68,8 % verzeichnen. In Heidelberg, Mannheim und Leipzig gingen die Umsätze teils deutlich zurück. In Summe steigerten sich die Büroflächenumsätze in den von der gif untersuchten B-Märkten allerdings um 4,9%.

Trotz des leicht getrübten Bildes bei den Umsätzen konnte im achten Jahr in Folge in fast allen A-Städten ein Leerstandsrückgang registriert werden. Mittlerweile stehen dort im Durchschnitt nur noch 2,9 % der Büroflächen leer, 2017 waren es noch 3,6 %. Diese weitere signifikante Angebotsverknappung ist auch der Hauptgrund für sinkende Umsatzvolumina, da nicht alle Umzugspläne von Unternehmen realisiert werden konnten. Die Leerstandsquoten gingen im Jahresvergleich zwischen 0,4 Prozentpunkten in der Münchener Innenstadt und 1,5 Prozentpunkten in Frankfurt zurück und liegen jetzt zwischen 1,6 % im Berliner Stadtgebiet und 7,3 % in Frankfurt. Nur in Stuttgart stieg die niedrige Leerstandsquote um 0,2%-Punkte leicht an auf 2,3%. Für sämtliche untersuchten B-Städte wurden 2018 sinkende Leerstände registriert. Im Durchschnitt liegt die Leerstandsquote in diesen Märkten bei 3,5 %.

Im Jahresvergleich stieg 2018 das Volumen der fertiggestellten Büroflächen an den dreizehn Standorten insgesamt um 2,4 % auf knapp 1 Mio. m². Während allerdings in den untersuchten A-Städten ein leichter Rückgang von 2,3 % zu beobachten war, stiegen die Fertigstellungen in den B-Städten um 44,1%. Für 2019 zeichnet sich ab, dass das Volumen der Büroflächen-Fertigstellungen in den meisten Städten erheblich steigen wird. Insgesamt werden aus Sicht der Teilnehmer an den gif-Runden voraussichtlich rund 1,7 Mio. m² Bürofläche bis Ende 2019 fertig gestellt, ein Anstieg um etwa 70 %.

Vor dem Hintergrund einer hohen Nachfrage und teilweise extrem niedriger Leerstände sind die Spitzenmieten in fast allen A-Städten 2018 im Durchschnitt der Standorte um 4,2 % gestiegen. Die Stadt mit dem höchsten Mietpreiswachstum war 2018 Berlin, wo die Büro-Spitzenmiete um 12,1 % zulegte. In den B-Städten stiegen die Spitzenmieten im Schnitt der Standorte um 6,9 %. Am stärksten war dabei das Mietpreiswachstum mit 15,7 % in Bonn. Nur in Stuttgart (minus 5,3%) und Heidelberg (minus 6,1%) gaben die Mieten 2018 nach. In den von der gif analysierten Städten sind 2018 insbesondere auch die Durchschnittsmieten an nahezu allen Standorten teils deutlich gestiegen – in den A-Städten im Mittel um 6,1%, in den B-Standorten sogar um 10,9%.

An der gif-Büromarkterhebung für das Jahr 2018 haben an den dreizehn Standorten unter der neutralen Leitung der gif-Moderatoren rund 50 Unternehmen und Institutionen mit rund 100 Vertretern der Branche mitgewirkt. Unser Dank gilt den folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge): Aengevelt Immobilien, AEW Europe, Angermann, Anteon, Art-Invest, Aurelis Real Estate Service, Avison Young, Black Olive, BNP Paribas Real Estate, bulwiengesa AG, Büro Bornschein, Büro Fahnenstich, Capitell Bauträger, CBRE, Colliers, Cushman & Wakefield, DekaBank, Delta Domizil, DENGLER ImmobilienConsulting, DIC Onsite, DIRINGER & SCHEIDEL Wohn- und Gewerbebau, Dr. Lübke & Kelber, Ellwanger & Geiger, Engel & Völkers Commercial, FIH Fürst Immobilien, Greif & Contzen, Grossmann & Berger, hanova, Henschel Immobilien, imovo, JLL, Knight Frank, Metropolregion Rhein-Neckar, NAI apollo, Oliver und Holger Domscheit GbR, R.D. Limbach Immobilien KG, RENUM Immobilienvertrieb, RheinReal, RICH Immobilien, Savills, Sparkasse Hannover Gewerbeimmobilienvermittlung, Sparkassen Immobilien Heidelberg, Stadt Heidelberg, Stadt Mannheim, STRABAG Real Estate GmbH, Strategpro Real Estate GmbH, VeInEn Immobilien, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Ludwigshafen a. Rh., Wirtschaftsförderung Stadt Bonn, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Region Hannover.

Die detaillierten Werte der Büromarkterhebung können kostenlos im gif-Onlineshop unter www.gif-ev.de abgerufen werden.

Pressemitteilung: gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V.