26. Oktober 2021

„Gemeinsam wachsen“: Gesobau AG veröffentlicht 10. Nachhaltigkeitsbericht

Berlin (pm) – Die GESOBAU bekräftigt ihr Ziel, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu realisieren. Für die weitere Umsetzung der an den vier definierten Handlungsfeldern „Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen“, „Beteiligung und Kooperation“, „Lebenswerte Quartiere“, und „Unternehmenskultur“ ausgerichteten Nachhaltigkeitsarbeit setzt das kommunale Unternehmen auf starke Partnerschaften mit zahlreichen lokalen Akteuren.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft dokumentiert bereits seit 2011 ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Berlin in einem Nachhaltigkeitsbericht: Vier Handlungsfelder bilden dabei das Grundgerüst, sie definieren und leiten die vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens für einen zukunftsfähigen Wohnungsbau, lebenswerte Quartiere und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung:

Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Klimaschutz als Strategie

Bis 2020 hat die GESOBAU ihre durchschnittlichen CO2-Emissionen von jährlich 2,69 Tonnen pro Wohnung im Referenzjahr 2010 auf jährlich unter 1,38 Tonnen pro Wohnung im Jahr 2020 gesenkt – und damit die Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin erfolgreich umgesetzt. Bis 2050 möchte die GESOBAU einen klimaneutralen Gebäudebestand realisieren. Dafür werden bis zum Jahr 2030 die Energieträger Kohle und Öl mit klimaschonenden Heizungssystemen ersetzt, Fernwärme und Energieträger mit regenerativen Anteilen bevorzugt. Bis 2025 sollen die Heizungsanlagen in 63 Objekten technisch umgerüstet und damit insgesamt 3.500 Tonnen CO2 eingespart werden.

Beteiligung und Kooperation: Nachhaltig dank starker Partnerschaften

Anfang 2020 hat die GESOBAU gemeinsam mit anderen Wohnungsbau-gesellschaften das Netzwerk „Initiative Wohnen 2050“ gegründet. Ziel ist es, einen grundlegenden Beitrag zur Zielerreichung des Pariser Klimaabkommens zu leisten. Die Initiative teilt Wissen zu Klimaschutz und -neutralität, unterstützt einander und arbeitet gemeinsam an Themen wie Finanzierung, Bilanzierung und Strategieentwicklung.

Daneben schloss die GESOBAU 2020 insgesamt 58 Kooperationen (2019: 46) mit zahlreichen Akteuren, die auf lokaler Ebene nachhaltig wirken – etwa Sportvereine und soziale Organisationen: Seit Herbst 2020 stellt die GESOBAU dem Modellprojekt „Housing First Berlin“, das wohnungslose Menschen unterstützt ein eigenes Zuhause zu finden, fünf Wohnungen zur Verfügung. Mit dem Jugendamt Marzahn-Hellersdorf kooperiert die GESOBAU seit September 2020 und stellt pro Jahr bis zu vier Wohnungen für junge Menschen zur Verfügung, die nach dem Ende der Betreuung durch die Jugendhilfe in ein eigenverantwortliches Leben starten.
Bis Januar 2021 beteiligte sich die GESOBAU außerdem am Modellprojekt „BePart – Teilhabe beginnt vor Ort!“, das Menschen mit Migrationshintergrund motivieren sollte, ihre Perspektiven verstärkt in die Gremienarbeit einzubringen.

Lebenswerte Quartiere: das „Stadtgut Hellersdorf“

Auch die nachhaltige Quartiersentwicklung liegt im Fokus der Nachhaltigkeitsbestrebungen der GESOBAU. Beim Schaffen von neuem Wohnraum setzt das Unternehmen auf die Beteiligung der Bewohner*innen: Im „Quartier Stadtgut Hellersdorf“ entstehen bis Ende 2023 rund 1.500 neue, bezahlbare Wohnungen, die mit CO2-neutraler Energie versorgt werden. Nachhaltige Mobilität und weniger Autoverkehr hatten sich viele Bürger*innen im Rahmen des Beteiligungsprozesses für das Neubaugebiet gewünscht. Das Mobilitätskonzept wurde so geplant, dass Bewohner*innen den ÖPNV in wenigen Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können. Zwei Quartiersgaragen und Leihstationen für Fahrräder und PKW ergänzen diesen Leitgedanken. Ebenfalls einbezogen wurden die Anwohner*innen bei der Planung für den neuen Stadtpark, der auf dem Gelände des Stadtguts entsteht: Ihre Ideen und Wünsche flossen in die Entwurfsgestaltung mit ein. Im Herbst 2020 konnten die Anwohner*innen bei einer Online-Umfrage über drei Entwürfe abstimmen.

Unternehmenskultur: Vielfalt, Chancengleichheit, Klimaschutz

Das Umsetzen des Leitbilds Nachhaltigkeit gelingt bei der GESOBAU auch dank der engagierten Mitarbeiter*innen, beispielsweise mit einem Unternehmensziel zum Einsparen von CO2-Emissionen im Berufsalltag und dem nachhaltigkeitsorientierten betrieblichen Mobilitätskonzept. ÖPNV, Rad und E-Fahrzeuge sollen eine klimaneutrale Fortbewegung beim Arbeits- und Dienstweg ermöglichen. Dafür stellt die GESOBAU u.a. neben drei Hybrid-PKW und fünf E-Autos auch Pedelecs und Fahrräder zur Verfügung.

Jörg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU: „Der Wirtschaft kommt bei der Nachhaltigkeitstransformation unserer Gesellschaft eine tragende Rolle zu. Als kommunales Unternehmen fühlen wir uns in besonderer Weise verpflichtet und setzen unsere Nachhaltigkeits-bestrebungen deshalb kontinuierlich und mit einem konsistenten Zielprogramm fort. Dabei ist klar: Nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Akteur*innen können wir die Heraus-forderungen von heute und morgen meistern.“

Der Nachhaltigkeitsbericht der GESOBAU erscheint seit 2011, in diesem Jahr zum ersten Mal als Doppelbericht für 2020 / 2021 und gemäß den Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Darin berichtet das landeseigene Wohnungsbauunternehmen die Leistungsindikatoren nach dem Standard des DNK mit den international anerkannten „Sustainability Reporting Standards“ (SRS) der Global Reporting Initiative (GRI) und dem umfassenden Kennzahlen-Reporting nach dem GdW-Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Wohnungswirtschaft (Arbeitshilfe 73). Den gesamten Bericht finden Sie digital unter folgendem Link: nachhaltigkeitsberichte.gesobau.de/2021

Pressemitteilung: Gesobau AG