21. September 2021

Funktionalität und Ästhetik: Auftakt zum Tag der Architektur im neuen bauhaus reuse

Tag der Architektur © Architektenkammer Berlin, Foto: Christophe Papke

Berlin (pm) – Was ist Baukultur? Worin besteht gute Architektur? Was kostet sie? Die Veranstaltung „Nachgefragt! Wie entsteht Architekturqualität?“ blickte auf sechs aktuelle Projekte, mit ihren Planungsprozessen, sowie realisierten Formen und Funktionen. Oliver Schruoffeneger, Baustadtrat des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin, freuten sich, dass der Auftakt zum diesjährigen Tag der Architektur im neuaufgebauten bauhaus-reuse-Pavillon am Ernst-Reuter-Platz stattfand, der für aktuelle Themen der Architekturdebatte, wie Gestaltung und Recycling, steht.

„Wir müssen aufpassen, dass wir angesichts des dringenden Bedarfs an neuen Wohnungen und Büros nicht nur Massen produzieren. Wir in Charlottenburg-Wilmersdorf wollen, dass auch in 20 Jahren gesagt wird: ‚Was für eine tolle Stadt, was für interessante Gebäude und was für eine Lebensqualität‘. Ich freue mich daher sehr, dass die Architektenkammer diese Qualitätsdiskussion zum Tag der Architektur aufgreift und wir mit dem bauhaus reuse einen geeigneten Ort gefunden haben“, sagt Oliver Schruoffeneger, Baustadtrat des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.

„Je mehr in Berlin gebaut wird, desto mehr muss die städtebauliche, gestalterische und funktionale Qualität endlich in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Gute und qualitätsvolle Architektur, Freiräume und Stadträume beeinflussen unser Wohlbefinden entscheidend. Denn Räume prägen – nicht nur die, die darin wohnen und arbeiten – sondern uns alle in der Stadt. Sie sollen wandlungsfähig und wirtschaftlich sein und mit zeitgenössischen Materialien errichtet werden. Dies kann man dann beim Tag der Architektur am 29. und 30. Juni 2019 bei über 100 Führungen in ganz Berlin vor Ort erleben und mit den Verantwortlichen diskutieren“, sagte Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin.

In drei kurzen Debatten wurden sechs ausgewählte Projekte aus dem Programm zum Tag der Architektur mit den jeweiligen Planenden besprochen: Zum „geförderten Wohnungsbau“ zählen die beiden Projekte „Moderne Komplettierung sozialistischen Städtebaus“ und „Schnellerstraße_kommunaler Wohnungsbau“. Es diskutierten Barbara Elwardt, ioo Elwardt & Lattermann Gesellschaft von Architekten mbH, Frank Arnold, Arnold und Gladisch Architekten mbH, mit Ralf Schönball, Der Tagesspiegel.

Den Mikroapartments oder studentischen Wohnungen widmete sich die Runde um Isabell Jürgens, Berliner Morgenpost. Gegenübergestellt wurden „Norderoog und Süderoog“ (Anna Lemme-Berthod, Lemme Locke Lührs Architektinnen) und die „Gemeinschaftsapartments Ostendstraße“ (Gregor Schälicke, Bräunlin + Kolb Architekten Ingenieure).

Zum Umgang mit Bestandsbauten diskutierten Florian Köhl, fatkoehl architekten und Roland Duda, O&O Baukunst, die Beispiele „Centre for Entrepreneurship der TU Berlin“ und die „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“ mit Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung.

Robert Huber, zukunftsgerauesche GbR, erläuterte im Anschluss an die Diskussionen die Entstehungsgeschichte und Errichtungsweise bei einer Führung durch den bauhaus-reuse-Pavillon. Auch zum Tag der Architektur ist das Objekt als ein Open House am Samstag (29. Juni 2019) und am Sonntag (30. Juni 2019) jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Zwei Führungen zu den Themenschwerpunkten Bauhaus, Baukultur und Wiederverwendungsbauweise ergänzen das Programm.

Pressemitteilung: Architektenkammer Berlin