25. Mai 2019

FAF enthüllt neue Erkenntnisse rund um den Putz

Auf der FAF stellt das WorkLab „renderingCODES“ die aktuellen Putz-Trends vor (© GHM)
Auf der FAF stellt das WorkLab „renderingCODES“ die aktuellen Putz-Trends vor (© GHM)

München (pm) – Wie muss der Putz der Zukunft aussehen, um mit der Vielfalt neuer Werkstoffe mitzuhalten? Dieser Frage sind seit gut drei Jahren Studenten des Institute international Trendscouting (ITT) der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim nachgegangen. Markus Schlegel, Professor für Farb- und Architekturgestaltung und Leiter der Studie „renderingCODES“ hat mit den jungen Forschern „die DNA-Struktur, das Erbgut zukünftiger Gebäudehüllen und Putzfassaden, ermittelt“.

Dazu musste weit in die Zukunft geschaut werden, um herauszufinden, wie sich Städte, Dörfer und Gemeinden weiterentwickeln, verändern und neu erfinden werden und wie die Bevölkerung zum Beispiel in 25 Jahren wohnen, arbeiten und leben wird. Für die Studenten ist es deshalb auch wichtig zu verstehen, wie die „Generation Nachwuchs“ denkt und handelt. Um das zukünftige „Denken und Handeln“ nicht nur beschreibend, sondern auch visuell darzustellen, arbeitete die Studiengruppe in Szenarien. Wie diese Szenarien entwickelt wurden und wie daraus Impulse und Handlungsoptionen oder gar neue Produkte für die Zukunft entstehen können – das wird auf der FAF 2019 vom 20. bis 23. März in Köln (Halle 7, Stand 120) erläutert und unter anderem auf mehr als 30 Quadratmeter Zukunftsfassade präsentiert. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse der Studie, die 2016 auf der FAF in München erstmals vorgestellt wurde.

Putz als wesentlicher Werkstoff im zentraleuropäischen Kulturraum gerät zunehmend in Vergessenheit und verliert an Attraktivität. Der Grund: Durch eine Vielfalt an neuen Material- und Oberflächenentwicklungen in Kombination mit neuen Fertigungstechniken steigen rasant die Möglichkeiten, Gebäudehüllen und Räume zu gestalten. Deshalb wollen Professor Schlegel und seine Studenten mit Malern, Stuckateuren sowie Planern und Architekten nicht nur die Zukunftsfrage diskutieren, sondern auch Unterlagen generieren, um aufzuzeigen, was viele in der Baubranche zum Thema Putz vergessen haben oder bisher gar nicht kannten. „Wir müssen daran arbeiten, das Thema Putz wieder in den Ausbildungsstrukturen zu verankern“, sagt Prof. Markus Schlegel. Hierfür sollen auf der FAF in Köln neue Partner gefunden werden, denen das Thema Nachwuchs, Bildung, Wissenstransfer und Forschung wichtig ist.

Auf dem Forum in Halle 7 wird Markus Schlegel mit anderen Experten am Freitag, 22. März, versuchen die Frage „Gibt es noch individuelle Stadtviertel?“ zu beantworten. Im Anschluss an die Runde stellen sich drei Start-ups auf dem Podium vor. Darunter auch das Unternehmen Cerabran aus Düsseldorf, das Hochleistungsputze anbietet – von Wärmeputz-Systemen, über Brandschutzputz bis hin zu Innen-Sanierungsputz-Systemen. In der Diskussion wird es um energetische Projektplanung ebenso gehen wie um die praktische Umsetzung, auch im Denkmalschutz. Beide Runden finden zwischen 14 und 18 Uhr statt. Weitere Informationen unter https://www.faf-messe.de/rendering-codes

Pressemitteilung: GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH