20. Juli 2019

Europäische Stahlbauexperten an der TH Mittelhessen

Fünf Stahlbaufachleute aus fünf Ländern (von links): Luis Borges (Portugal), Gastgeber Prof. Bertram Kühn, Gunnar Solland (Norwegen), Thomas Cosgrove (Großbritannien) und Mike Tibolt (Luxemburg) (c) TH MIttelhessen/Armin Eikenberg

Gießen (pm) – Einheitliche Normen sind für das Alltagsleben und die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft von großer Bedeutung. Im Bauwesen gibt es deshalb europaweit vereinheitlichte Regeln zur Bemessung – die „Eurocodes“. Sie sorgen für einen leichteren Austausch von Dienstleistungen und Produkten, einfachere europaweite Ausschreibungen von Bauleistungen und sind eine einheitliche Basis für Forschung und Entwicklung. In Deutschland sind sie seit 2012 für Bauvorhaben verbindlich. Die europäischen Regeln umfassen mehr als 8000 Seiten und werden ständig weiterentwickelt. Dazu gibt es eine Reihe internationaler Arbeitsgruppen, die sich einzelnen Themen widmen.

Fünf Fachleute für Stahlbau trafen sich jetzt zu einer zweitägigen Sitzung an der TH Mittelhessen in Gießen. Die Experten aus Deutschland, Portugal, England, Norwegen und Luxemburg befassten sich mit der Überarbeitung der Teilnorm zur „Stahlsortenauswahl“. „Dabei galt es, Erfahrungen mit der Norm, die in ganz Europa gemacht wurden, auszuwerten und sinnvolle Änderungsvorschläge in die neue Norm einzuarbeiten“, sagt Arbeitsgruppenvorsitzender Prof. Dr. Bertram Kühn, der am Fachbereich Bauwesen der THM lehrt. „Hinzu kommt, dass sich der Stand der Technik und Wissenschaft weiterentwickelt hat. Daraus gilt es Neuerungen zu entwickeln und in die Norm zu übernehmen“, so Kühn.

Koordiniert wird die Arbeit an den Eurocodes im Auftrag der EU-Kommission vom Europäischen Komitee für Normung mit Sitz in Brüssel. Ihm gehören die Normungsorganisationen von 34 Mitgliedsländern an, aus Deutschland das Deutsche Institut für Normung (DIN).

Pressemitteilung: TH Mittelhessen