17. Oktober 2019

Erste „Gewohnt gut“-Auszeichnung 2019 geht im März nach Bad Liebenwerda

Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“: Preisträgerin im März 2019: IGB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Grundstücksverwaltung Bad Liebenwerda mbH

Gruppenfoto (v.l.n.r.): Lutz Kriebel (MIL), Dr. Wolfgang Schönfelder (BBU), Kathrin Mölneck (BBU), Martin Ehring (Geschäftsführer IGB), Thomas Richter (Bürgermeister), Matthias Heyde (IBG-Projektkoordinator). (c) IGB Bad Liebenwerda
Gruppenfoto (v.l.n.r.): Lutz Kriebel (MIL), Dr. Wolfgang Schönfelder (BBU), Kathrin Mölneck (BBU), Martin Ehring (Geschäftsführer IGB), Thomas Richter (Bürgermeister), Matthias Heyde (IBG-Projektkoordinator). (c) IGB Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda (pm) – Modernes, komfortables Wohnen im alten Gemäuer: Die IGB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Grundstücksverwaltung Bad Liebenwerda mbH schafft mit ihrem Sanierungsprojekt in der Torgauer Straße 24 generationengerechten und zukunftsfähigen Wohnraum in der Innenstadt von Bad Liebenwerda. Dafür wird sie am 29. März 2019 von BBU-Vorstand Maren Kern und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider mit dem „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Das Bewertungsgremium würdigt die Komplettsanierung, energetische Ertüchtigung sowie Anlage von Garagen und Mietergärten als Beitrag zur Innenstadtentwicklung. Dieses Projekt verdeutliche, dass gerade in den kleinen Orten in Brandenburg viel dafür getan würde, moderne und lebenswerte Wohnanlagen in exponierter Innenstadtlage zu schaffen.

BBU-Vorstand Maren Kern gratuliert zur Auszeichnung: „Das Projekt der IGB hat Vorbildcharakter: Hier wird ein Bestandsgebäude, in welchem die Hälfte der Wohnungen leer stand, nachhaltig revitalisiert und moderner, generationengerechter Wohnraum in bester Innenstadtlage geschaffen. Gleichzeitig sind die Mieten nach der Sanierung bezahlbar geblieben, das spricht für ein gutes Wirtschaften des Unternehmens und zeigt, dass es seiner sozialen Verantwortung der Stadt gegenüber gerecht wird. Die IGB beweist einmal mehr, dass die Wohnungsunternehmen für die Stadtentwicklung unentbehrlich sind, die großen wie die kleinen.“

Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sagt anlässlich der Vergabe des Siegels: „Die IGB hat durch das Projekt Leerstand abgebaut und ihren Bestand zukunftsfähig weiterentwickelt. Der entstandene Wohnraum ist energieeffizient, barrierearm und damit für alle Generationen geeignet. Das Unternehmen trägt damit zur Stärkung der Innenstadt und einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Durch die Sanierung der Fassade wird außerdem das Stadtbild deutlich aufgewertet.“

Martin Ehring, Geschäftsführer der IGB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Grundstücksverwaltung Bad Liebenwerda mbH, freut sich über die Würdigung mit „Gewohnt gut“: „Wir sind sehr stolz, dass unser Projekt heute ausgezeichnet wird und wir das Qualitätssiegel zum ersten Mal überhaupt nach Bad Liebenwerda holen konnten. Durch die Umbaumaßnahmen konnten wir den Wohnkomfort deutlich erhöhen, zum Beispiel wird das Obergeschoss durch den Einbau der Dachgauben aufgewertet. Ein besonderes Anliegen war uns die Neugestaltung der Außenanlage. Die Mietergärten sind wirklich schön geworden und fördern genauso wie der gemeinsame Grillplatz den kommunikativen Austausch innerhalb der Mietergemeinschaft. Die Auszeichnung motiviert uns jetzt schon für nächste Vorhaben!“

Die IGB berichtet zum Projekt: „Aus alt wurde neu – Wohnen im Herzen der Kurstadt Bad Liebenwerda“

Das Mehrfamilienhaus in der Torgauer Straße 24 ergänzte 1987 als Neubau eine bestehende Häuserzeile. 30 Jahre später unterzog die IGB Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Grundstücksverwaltung Bad Liebenwerda mbH das Gebäude in einer Bauzeit von einem guten Jahr einer kompletten Sanierung und gestaltete auch die Außenanlage neu. Entstanden sind sieben moderne, komfortable Zwei- bis Vierraumwohnungen, die auch durch Barrierearmut und guten energetischen Standard überzeugen.

„Als Tochterunternehmen des kommunalen Wohnungsunternehmens von Bad Liebenwerda fühlen wir uns der Stadtentwicklung in besonderem Maße verpflichtet.“, erläutert IGB-Geschäftsführer Martin Ehring, „Mit diesem Projekt haben wir nicht nur Leerstand abgebaut, sondern darüber hinaus bezahlbaren Wohnraum in bester innerstädtischer Lage geschaffen, der für alle Generationen attraktiv ist und auch fünf zugezogene Mieterinnen und Mieter überzeugt hat.“ Das Wohnhaus war nach Fertigstellung im Juli 2018 sofort komplett vermietet.

Durch den Einbau von Dachgauben fügt sich das vormals etwas triste Gebäude jetzt harmonisch in das historische Stadtbild ein und hat durch die Gestaltung der Fassade in 3D-Optik ein modernes Gesicht erhalten. „Wir sind besonders stolz darauf, dass wir das gesamte Projekt in Eigenleistung gestemmt haben, ohne fremde Architekten- oder Ingenieursleistungen in Anspruch nehmen zu müssen“, so Ehring.

Erhöhung des Wohnkomforts und Optimierung der Wohnfläche

Das Wohnhaus wurde umfassend saniert und energetisch ertüchtigt. Wände, Decken, Türen und Fußböden wurden entweder komplett ersetzt oder überarbeitet, die Bäder barrierearm mit bodengleichen Duschen sowie Fußbodenheizung ausgestattet und die gesamte Elektrik erneuert. Eine weitere Steigerung der Wohnqualität bedeuten auch die neuen Dachgauben auf der südlichen Dachfläche, die die Dachwohnungen heller und großzügiger werden lassen. „Die Heizungsanlage haben wir erst 2014 erneuert, im Zuge der Sanierung haben wir noch zusätzlich das gesamte Dach neu gedämmt, um die Energieeffizienz weiter zu verbessern“, berichtet der IGB-Projektkoordinator Matthias Heyde.

Die Grundrisse wurden größtenteils erhalten, nur die vormals größte Wohnung wurde in zwei Einheiten umgewandelt. An das Hauptgebäude grenzt ein Flachbau, der über eine Terrasse erschlossen wurde. So konnte insgesamt eine Optimierung der Wohnflächen erreicht werden.

Mietergärten fördern den kommunikativen Austausch

Der hintere Teil der Liegenschaft wurde über eine Durchfahrt erschlossen und mit vier Garagen versehen. Neben der Gestaltung von Mietergärten wurde auch ein gemeinsamer Grillplatz und ein Wäscheplatz angelegt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Mietergarten nicht nur die Wohnqualität erhöht, sondern auch das nachbarschaftliche Miteinander fördert und ein hohes Verantwortungsbewusstsein für das Wohnumfeld stärkt“, so Heyde.

Bei der Umsetzung der Gestaltungsmaßnahmen wurde insgesamt darauf geachtet, dass alle Flächen leicht zu pflegen sind, außerdem wurden die allgemeine Verkehrsflächen möglichst gering gehalten. Dadurch fallen die Betriebskosten für die Mieter*innen so günstig wie möglich aus.

Über 500.000 Euro investiert

Die Gesamtkosten für die Sanierungsmaßnahmen sowie die Neugestaltung der Außenanlage beliefen sich auf rund 510.000 Euro. Die IGB hat für das Projekt ein Darlehen bei der Sparkasse Elbe-Elster in Höhe von 450.000 Euro aufgenommen. Der Restbetrag in Höhe von rund 60.000 Euro wurde aus Eigenmitteln finanziert.

Pressemitteilung: BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.