25. September 2018

Energieforum West 2018

Florian Steinlechner, Absolvent des Masterstudiengangs Projektentwicklung der EBZ Business School und freier Architekt (Mitte) sowie die Podiumsgesprächsteilnehmer Jürgen Pöschk, Inhaber von Energie- und Umwelt-Managementberatung Pöschk, Dr. Sven-Joachim Otto, Partner Public Service PwC, Klaus Leuchtmann, EBZ-Vorstandsvorsitzender, Dr.-Ing. Ingrid Vogler, GdW-Referatsleiterin Energie, Technik, Normung, Ulrich Bimberg, Verbandspräsident des VdW Rheinland Westfalen (v.l.n.r.) (c) EBZ
Florian Steinlechner, Absolvent des Masterstudiengangs Projektentwicklung der EBZ Business School und freier Architekt (Mitte) sowie die Podiumsgesprächsteilnehmer Jürgen Pöschk, Inhaber von Energie- und Umwelt-Managementberatung Pöschk, Dr. Sven-Joachim Otto, Partner Public Service PwC, Klaus Leuchtmann, EBZ-Vorstandsvorsitzender, Dr.-Ing. Ingrid Vogler, GdW-Referatsleiterin Energie, Technik, Normung, Ulrich Bimberg, Verbandspräsident des VdW Rheinland Westfalen (v.l.n.r.) (c) EBZ

Essen/Bochum (pm) – Beim Energieforum West 2018 trafen sich Experten aus Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Energieerzeuger und Industrie zum branchenübergreifenden Austausch. Als dominante Themen stellten sich schnell E-Mobilität, Mieterstrom und Energieerzeugung im Quartier heraus. Alle waren sich einig, dass es besonders bei diesen Themen tatsächlichen, interdisziplinären Kooperationen bedürfe.

„Vernetzt euch, redet miteinander“, so der Appell von Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ, zu Beginn des Kongresses. Drei Podiumsdiskussionen, zwölf Mitveranstalter, 19 Workshops mit unzähligen Praxisbeispielen an zwei Veranstaltungstagen – beim diesjährigen Energieforum West stand erneut der branchenübergreifende Austausch im Vordergrund. „Die Entwicklungen schreiten mit großer Geschwindigkeit voran, sie bieten Gesprächsstoff, neue Erkenntnisse aber auch Anforderungen. Unser Dialog soll zu neuen Ideen beitragen und Innovationen vorantreiben“, so Klaus Leuchtmann.

Und so nutzten am 15. und 16. Januar 2018 in der Philharmonie Essen zahlreiche Referenten, Praktiker und Teilnehmer aus Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Bauzulieferindustrie, Energiewirtschaft sowie Wissenschaft, die Möglichkeit,  miteinander in den Dialog zu treten. Insgesamt waren 500 Teilnehmer vor Ort, 1.700 Teilnehmeranmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen gingen ein.

„Die Wohnungswirtschaft hat bereits viele Maßnahmen umgesetzt. Wir nehmen auch weiterhin die Herausforderung Energiewende an und sind ein verlässlicher Partner bei der Umsetzung gesellschaftlicher Themen“, so Ulrich Bimberg, Verbandspräsident des VdW Rheinland Westfalen.

Beleuchtet wurde eine große Spanne energetischer Themen wie E-Mobilität, Smart Cities, Effizienz-Analysen sowie Zähler- und Anlagen-Monitoring, Energieerzeugung im Quartier, aber auch die Einflüsse der Digitalisierung und politische Entwicklungen. Im Rahmen der EBZ Energiekonferenz deckte Prof. Dr.-Ing. Norbert Raschper, Professor für technisches Immobilienmanagement an der EBZ Business School, ein Defizit auf. Es herrsche zu wenig Verständnis über die Prozesse und Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft. Gleichzeitig durchdringe die Branche die Sektorenkopplung aus Wärme, Strom und Mobilität noch nicht ausreichend. Die Wohnungswirtschaft müsse sich stärker mit den Themen beschäftigen und auch externes Wissen für eigene Konzepte nutzen. Der Experte riet dazu, dringend gemeinsame Konzepte zu erarbeiten und sich bei der engeren Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu begegnen.

Konsens herrschte darüber, dass die Komplexität im Gebäudebetrieb kaum noch beherrschbar ist. Immer mehr ist das Gelingen der Energiewende eine Frage der notwendigen Kompetenzen, damit die neuesten Technologien die versprochenen Effizienzsteigerungen erreichen können. Auch eine bessere Vernetzung von Ausbildung/Studium und innovativen Praxisprojekten ist dafür notwendig.

Um auf die Bedeutung von qualifizierten Fachkräften aufmerksam zu machen, wurde Florian Steinlechner, freier Architekt und Absolvent des Masterstudiengangs Projektentwicklung der EBZ Business School, geehrt. Er untersuchte in seiner Abschlussarbeit den Einsatz von Smart Home Technologie zur Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden. „Der Absolvent hat sich sehr engagiert mit einem für ihn bis dato fachfremden Thema beschäftigt. Er hat die Anforderungen und Probleme der Datenübertragung der Smart Home Technologie herausgearbeitet, aber auch das Nutzerverhalten als Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch untersucht und in Relation zur Beeinflussbarkeit durch Smart Home gebracht“, so Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ. „Die Energiewende bedarf Neugier, Innovationsgeist und interdisziplinärem Denken und Handeln – eben diese Eigenschaften bringt Herr Steinlechner mit sich.“

Zu den Mitveranstaltern zählten Architektenkammer NRW, Baugewerbliche Verbände, Bosch Buderus Deutschland, EBZ und EBZ Business School, DDIV – Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V., Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumverordnung e.V., Ingenieurkammer-Bau NRW, innogy SE, KlimaExpo.NRW, NRW.Bank und Verbraucherzentrale NRW.

Unterstützt wurde der zweitägige Kongress vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, vom Deutschen Städtetag sowie vom Städte- und Gemeindebund NRW.

Pressemitteilung: EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft