26. September 2020

Eine Landmarke entsteht: Neue Bibliothek der TU Dortmund geht voraussichtlich 2025 in Betrieb

Renommiertes Architekturbüro Max Dudler übernimmt Planung

(c) Architekturbüro Max Dudler

Dortmund (pm) – Die neue Bibliothek (UB) der TU Dortmund soll 2025 den Betrieb aufnehmen. „Ich freue mich, dass die Weichen für den Neubau der Bibliothek jetzt gestellt sind“, sagt TU Dortmund-Rektorin Prof. Ursula Gather, die sich über Jahre für das Projekt stark gemacht hat. „Hier entsteht ein Gebäude, das weit über die TU Dortmund Strahlkraft für die gesamte Region haben wird.“

Am aktuellen Standort der UB am Vogelpothsweg 76 wird in zentraler Campuslage ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 15.000 Quadratmetern entstehen. Knapp 13.000 Quadratmeter davon sind Bibliotheksflächen, der Rest wird vom Rektorat und rektoratsnahen Referaten sowie dem Studierendenservice genutzt. „Es wird ein Servicezentrum für Studierende“, sagt Axel Wibbelt, der im Dezernat Bau- und Facilitymanagement der TU Dortmund den Neubau betreut. „Ein kompakter Baukörper und gleichzeitig ein offenes Gebäude.“ Wie das genau aussehen wird, plant aktuell das renommierte Berliner Architekturbüro Max Dudler. Die Planerinnen und Planer um den Schweizer Architekten hatten sich in einem hochkarätigen Bewerberfeld durchgesetzt und können als Referenz bereits auf mehrere bedeutende Universitäts- und Bibliotheksbauten verweisen. „Wir sind ständig mit dem Büro im Kontakt, damit ein differenziertes und zukunftsweisendes Bibliothekskonzept nach unseren Anforderungen realisiert wird“, sagt Dr. Joachim Kreische, Leiter der UB. „Die Bibliothek als reines Bücherlager hat sich längst überlebt.“

Mit der neuen UB soll den Studierenden eine moderne zentrale Infrastruktur und ein Servicezentrum für die gesamte TU Dortmund zur Verfügung stehen. Die klassische Ausleihe von Büchern geht dabei immer weiter zurück. „Die Erstentleihe von Gedrucktem hat sich seit 2008 je Studierendem etwa geviertelt“, so Kreische. „Dafür gab es bei uns im laufenden Jahr 8.2 Millionen Zugriffe auf E-Books.“ Wirklich neue Qualitäten und Raum soll die Bibliothek als Lern- und Kommunikationsort vor allem für die Studierenden schaffen. Und dieser Raum ist sprichwörtlich zu nehmen: Projekträume und Räume für Gruppenarbeit sind dort ebenso vorhanden wie technisches Equipment wie Smart Boards, Hochleistungsscanner und 3D-Drucker.

In der Bauphase für die neue Bibliothek wird auf der Freifläche nördlich der Mensa ein Ausweichquartier für die UB errichtet. Rund 1800 Quadratmeter Fläche umfasst der „temporäre Modulbau“, wie es im Architektendeutsch heißt. Von Ende 2021 bis zur Eröffnung der neuen Universitätsbibliothek werden etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 100.000 Bände in dieses Quartier umziehen. Der restliche Bestand an Büchern und Zeitschriften wird ausgelagert. „Diese Bücher werden bei Bedarf täglich angeliefert und bereitgestellt“, sagt Joachim Kreische. Zudem hält der Bau rund 600 Arbeitsplätze für Studierende vor. Im Laufe des Eröffnungsjahres der neuen UB werden dann die Buchbestände aus dem Ausweichquartier, die ausgelagerten Bücher und Zeitschriften sowie die Bestände der noch bestehenden drei Bereichsbibliotheken im neuen Gebäude zusammengeführt.

Der Abbruch der alten UB beginnt Anfang 2022 und wird etwa ein dreiviertel Jahr dauern. Zunächst wird das Gebäude entkernt, Wertstoffe gesichert und alle Installationen und Einrichtungen demontiert. Anschließend wird die massive Stahlbetonkonstruktion abgebrochen.

Bauherr der neuen Bibliothek ist das Land NRW über seinen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), alleinige Nutzerin ist die TU Dortmund. Alle Maßnahmen im Rahmen des Neubaus werden zwischen der Universität – hier sind Bibliotheksleiter Dr. Kreische und das Dezernat Bau- und Facilitymanagement federführend – mit dem BLB, dem Architekturbüro und allen anderen Beteiligten eng abgestimmt. Der Kostenrahmen des Neubaus samt begleitender Maßnahmen wird voraussichtlich im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag liegen.

Pressemitteilung: TU Dortmund