26. September 2022

DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“: Finalisten aus Berlin, Hamburg und Freiburg

Düsseldorf (pm) – Zwischen dem Zukunftsmuseum Futurium in Berlin, dem sanierten Bürogebäude Hamburg Heights – Height 1 sowie dem Rathaus Freiburg entscheidet sich, wer den 6. DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ gewinnt. Gesucht wird der Nachfolger des genossenschaftlichen Wohnbauprojekts wagnisART in München. Vergeben wird Deutschlands wichtigster Architekturpreis für nachhaltige Gebäude am 7. Dezember 2018 in Düsseldorf im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Hinter dem Preis stehen gemeinschaftlich die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.

„Auch in diesem Jahr ist es uns gelungen, drei Architekturprojekte zu finden, die auf herausragende Art die Themen Nachhaltigkeit, gestalterische Qualität und Innovation zusammenbringen“, sagt Martin Haas, DGNB Vizepräsident und Vorsitzender der DGNB Jury. „Es sind drei Gebäude, bei denen die jeweiligen Architekten, Planer und Bauherren die individuellen Bauaufgaben auf beispielgebende Weise gelöst haben.“

Futurium, Berlin

Futurium (c) Dacian Groza

Als primärenergetisches Plusenergiegebäude ist das Futurium in Berlin ein architektonisches und städtebauliches Leuchtturmprojekt der deutschen Nachhaltigkeitslandschaft und derzeit eines der nachhaltigsten Bundesgebäude. Relevante Zukunftsthemen wie Energiegewinnung und -speicherung sind für den Besucher im Zukunftsmuseum direkt erfahrbar. Die Jury würdigt das vorbildliche, als Gesamtkonzept zukunftsweisende Bauprojekt mit einer Top 3-Nominierung für den diesjährigen DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“.

Hamburg Heights – Height 1, Hamburg

MHL Headquarter (c) Oliver Heinemann Photography

Mit der energetischen Sanierung des Hamburger Bürogebäudes „Hamburg Heights – Height 1“ würdigt die Jury den verantwortungsvollen Umgang mit denkmalgeschütztem Altbestand unter besonderer Beachtung ökologischer Nachhaltigkeitsaspekte. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Energiewende im Bereich Bauen maßgeblich durch die Erhöhung der Sanierungsrate erreicht werden soll und der kontrovers geführten Diskussion der divergierenden Zielsetzungen von Baukultur und energetischer Sanierung, ist das Projekt ein sehr gutes Beispiel für die Erreichung beider Zielsetzungen.

Rathaus Freiburg, Freiburg

Neues Rathaus Freiburg (c) ingenhoven architects / HGEsch

Das neue Rathaus Freiburg ist ein hervorragendes Beispiel für den Vorbildcharakter, den öffentliche Gebäude für die Umsetzung ökologischer und architektonischer Standards haben. Das erste öffentliche Netto-Plusenergiegebäude der Welt erzeugt im Laufe eines Jahres mehr Energie, als es verbraucht. Die überschüssige Energie wird dabei ins Stadtnetz eingespeist. Den herausragenden Selbstanspruch des Projektes würdigt die Jury mit einer Nominierung als Finalist für den DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“.

Die Finalisten und die Projektbeteiligten in alphabetischer Reihenfolge:

  • Futurium, Berlin
    Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
    Architekt: Richter Musikowski Architekten
    Planungsteam: BAM Deutschland, Schüßler-Plan, WSGreenTechnologies, Müller-BBM
  • Hamburg Heights – Height 1, Hamburg
    Bauherr: HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH
    Eigentümer: Berenberg-Bank
    Architekt: Werner Kallmorgen
    Architekt Sanierung: Winking Froh Architekten BDA
    Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dr. Binnewies
    Fassadenplanung, Bauphysik: osd – office for structural design
    Haustechnik: Merker AG
  • Rathaus Freiburg, Freiburg
    Bauherr: Stadt Freiburg im Breisgau
    Architekt: ingenhoven architects
    Bauleitung: ingenhoven architects / ERNST2 Architekten
    Fassadenplanung: Drees & Sommer
    Tragwerksplanung: Mohnke | Höss Bauingenieure
    Landschaftsplanung: ingenhoven architects / BBS Landscape Engineering
    Lichtplanung: Tropp Lighting Design

Pressemitteilung: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis