23. September 2020

Deutschlandpremiere: Mit Holzhybrid-Modulbau in 14 Tagen vom Grundstein bis zum Richtfest

v.l.n.r: René Bungalski (Vorarbeiter ZECH Bau), Wolfrat Voigt (Präsident der Gustav Zech Stiftung), Staatsrat Ronny Meier, Olaf Demuth (Geschäftsführer der Zech Group) (c) Zech Group

Bremen (pm) – Gestern wurde für das Projekt „Handwerkerhaus“ der Grundstein in der Bremer Überseestadt gelegt. Die teilnehmenden Gäste, darunter Staatsrat Ronny Meier, sind bereits während der feierlichen Grundsteinlegungszeremonie zum Richtfest eingeladen worden: Und das lediglich 14 Tage später.

Die rasante Bauzeit wird durch einen hohen Vorfertigungsgrad der Holzhybrid-Module sowie einer dezidierten Planung erreicht. So wurde vor dem Produktionsbeginn in der Systematik des Building Information Modeling (BIM) ein vollständiger „digitaler Zwilling“ erzeugt. Dieses digitale Modell ist die Grundlage für eine elementgenaue Ablaufplanung.

Durch die intelligente Kombination des nachwachsenden Rohstoffs Holz mit Beton reduzieren sich die für die Herstellung des Rohbaus anfallenden CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Stahlbetonbauweise um bis zu 80 % pro m² Nutzfläche und das Gewicht um 50 %. Dabei werden tragende Elemente aus Holz mit Betondeckenelementen kombiniert und die statisch im Verbund wirkenden Elemente mit hoher Präzision vorgefertigt. Die Fassadenelemente können als Holzrahmen inklusive der Fenster ausgeführt und mit Wärmedämmung ausgestattet werden. Nach der Produktion findet die Anlieferung an der Baustelle sowie der Aufbau statt.

Der wohl wichtigste Aspekt des von CREE entwickelten Holz-Hybrid-Systems liegt in der Nachhaltigkeit der Baumaterialien, des Systembaus und der Wiederverwendbarkeit. Das Bausystem ermöglicht eine radikale Reduzierung der Betonmengen, die Gebäude werden leichter, die Gründungen weniger aufwendig, wodurch von der Produktion über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie nur ein Fünftel der üblichen CO2-Belastung entsteht. Die verwendeten Baumaterialien sind weitgehend recyclingfähig nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip.

Diesen Aspekt unterstrich auch Olaf Demuth, Geschäftsführer der ZECH Building GmbH sowie der Zech Group GmbH und erläuterte: „Es freut uns sehr und wir sind stolz darauf, heute den Grundstein für das erste Holz-Hybrid-Modulgebäude mit unserer neu gegründeten CREE by ZECH zu legen. Die richtungsweisende systemische CREE by ZECH Holz-Hybrid-Modulbauweise, die ohne Nachteile zur konventionellen Betonausführung Ressourcen spart und von der Produktion bis hin zum gesamten Lebenszyklus der Immobilien besonders nachhaltig ist, wird zukünftig immer mehr Raum in der Baukultur einnehmen. Der Wandel in der Baukultur führt weg von ausschließlich Stahlbetonbauten hin zu intelligenten und ökologischen Systembauten, die die Vorteile von Stahlbeton mit denen von Holz kombinieren.“

Dass die Holz-Hybrid-Modulbauweise angenommen wird, zeigen zwei weitere großvolumige Bauaufträge. Für die Bauherren SIEMENS in Erlangen sowie EDGE in Berlin werden von CREE by ZECH Großprojekte mit jeweils einem neunstelligen Bauvolumen realisiert.

Pressemitteilung: Zech Group