21. August 2019

DBV verleiht Rüsch-Forschungspreis 2019 an zwei junge Wissenschaftler des KIT und der RWTH Aachen

Preisverleihung des Rüsch-Forschungspreises Dr. Claßen, Dr. Jacob, Dr. Accosta Urrea (v. l. n. r.) Bildrechte: copyright DBV/Dariusz Misztal
Preisverleihung des Rüsch-Forschungspreises Dr. Claßen, Dr. Jacob, Dr. Accosta Urrea (v. l. n. r.) Bildrechte: copyright DBV/Dariusz Misztal

Berlin (pm) – Gleich zwei Preisträger dürfen sich im Jahr 2019 über den Rüsch-Forschungspreis des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins E.V. (DBV) freuen. Es sind dies Dr.-Ing. Fernando Acosta Urrea und Dr.-Ing. Martin Claßen, die mit ihren Dissertationen die neunköpfige Jury unter der Leitung des ehemaligen DBV-Vorsitzenden Klaus Pöllath überzeugten. Der DBV ehrt damit zwei junge Wissenschaftler für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet des Betonbaus. Bei der Preisverleihung betonte Dr. Matthias Jacob, frisch gewählter DBV-Vorsitzender, dass die beiden Arbeiten sich aus einem sehr starken Bewerberfeld abgesetzt hatten und rief die beiden jungen Wissenschaftler auf, sich mit ihrem Fachwissen in die Arbeit des DBV einzubringen. Die Preisverleihung fand am 7. März 2019 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Bautechnik-Tages in Stuttgart statt.

Dr.-Ing. Fernando Acosta Urrea wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bei Professor Harald S. Müller am Institut für Massivbau und Baustofftechnologie promoviert. Die Arbeit ist auf Englisch abgefasst und hat den Originaltitel: „Influence of elevated temperatures up to 100 °C on the mechanical properties of concrete”.

„Der in der Arbeit erzielte Kenntnisgewinn zum Einfluss der Temperatur und des Feuchtegehalts auf die mechanischen Eigenschaften von Beton und das hierauf basierende Modell wird bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Prozesse der Planung und Entscheidungsfindung von großem Nutzen sein. Dieser besteht darin, dass Bauherren und Planer den tragwerksrelevanten Zustand einer Betonkonstruktion unter Berücksichtigung der Randbedingungen Alter/Zeit, Feuchtezustand (Umgebungsbedingungen) und Temperatur (bis 100 °C) zutreffend abschätzen können.“ (Auszug aus der Kurzfassung der Arbeit von Dr.-Ing. Fernando Acosta Urrea, Karlsruher

Dr.-Ing. Martin Claßen erhielt den Rüsch-Forschungspreis für seine Dissertation „Zum Trag- und Verformungsverhalten von Verbundträgern mit Verbunddübelleisten und großen Stegöffnungen“ an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen am Lehrstuhl und Institut für Massivbau bei Professor Josef Hegger. „Verbunddübelleisten ermöglichen durch die werkstoffgerechte Beanspruchung des Betons die Herstellung sehr wirtschaftlicher Verbundkonstruktionen mit deutlich reduziertem Stahlverbrauch. Im Rahmen dieser Arbeit wurden neue Bemessungsansätze für dieses leistungsfähige Verbundmittel entwickelt, die die Lücken in den bestehenden Regelungen schließen. Teile der neu entwickelten Ansätze, wie beispielsweise das Modell für die Schubtragfähigkeit im gerissenen Beton wurden in den vom Project Team SC4.T1 entwickelten Neuentwurf für den Eurocode 4 aufgenommen.“ (Auszug aus der Kurzfassung der Arbeit von Dr.-Ing. Martin Claßen, RWTH Aachen, Lehrstuhl und Institut für Massivbau)

Rüsch-Forschungspreis

Zum Andenken an Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hubert Rüsch, den überragenden Forscher, Lehrer und Konstrukteur, verleiht der DBV seit 1983 auf dem Deutschen Bautechnik-Tag den Rüsch-Forschungspreis an junge Forscher für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Betonbaus. Der Preis besteht aus einer Anerkennungsurkunde und einem Geldpreis in Höhe von 5.000 €.

Pressemitteilung: DEUTSCHER BETON- UND BAUTECHNIK-VEREIN E.V.