7. August 2020

„Co-Living“: Das Miteinander spielt eine bedeutende Rolle

Beide Häuser verfügen im Dachgeschoss über Gemeinschaftsflächen, die für Yoga, zum arbeiten oder für gesellige Familienfeiern genutzt werden können. Foto: Schlosser Holzbau

Jagstzell (pm) – „Co-Living“ ist ein noch vergleichsweise junger Wohntrend. Er beruht auf der Idee des Teilens von Raum und Ressourcen. Mit der aus Studentenzeiten bekannten WG hat das generationsübergreifende Wohnkonzept wenig zu tun. Stattdessen geht es um die Möglichkeit zu gemeinschaftlichen Aktivitäten und um die Chance, flexibel Lebens- und Wohnflächen zu erweitern. In Schwäbisch Hall etwa entstehen bis Herbst 2021 zwei moderne Mehrfamilienhäuser, die auf dem Co-Living-Prinzip basieren. Die insgesamt 30 unterschiedlich großen Wohneinheiten sollen allen Anforderungen an einen gesunden und hochwertigen Wohnstil gerecht werden. Besonderer Wert wird auf die der Gemeinschaft zur Verfügung stehenden Flächen gelegt.

In Schwäbisch Hall entstehen zwei moderne Mehrfamilienhäuser, die auf einem innovativen Konzept basieren: „Co-Living“ ist das neudeutsche Wort der modernen Wohngemeinschaft. Gebaut werden 30 unterschiedlich große Wohneinheiten in zwei Gebäuden („Bruder und Schwester“), die allen Anforderungen an einen gesunden und hochwertigen Wohnstil gerecht werden. Gemeinschaftsflächen bieten mehr Lebensraum und fördern das Miteinander. Diese Woche beginnt auf dem fast 3000 qm2 großen Grundstück im neuen Stadtquartier „Sonnenrain“ das Aufrichten der Holzkonstruktion. Bezugsfertig wird das Projekt im Herbst 2021.

Das generationsübergreifende Wohnkonzept hat die Stadt Schwäbisch Hall und deren Tochter HGE als Grundstücksveräußerer im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens überzeugt. Der „Co-Living“-Ansatz hat dabei nichts mit der herkömmlichen WG zu Studentenzeiten zu tun, bei der es um geteilte Miete und Putzpläne ging. Hier geht es um Gemeinschaft und um die Möglichkeit flexibel Lebens- und Wohnfläche zu erweitern, wenn man sie braucht: Zum Arbeiten (Co-Working), für Yoga-Aktivitäten oder gesellige Familienfeiern stehen Gemeinschaftsräume von insgesamt 135 qm2 im Dachgeschoss zur Verfügung. So passt sich der Platzbedarf der aktuellen Lebenssituation an. Mit Kindern wird vielleicht ein extra Arbeitsplatz im Co-Working-Bereich benötigt. Sind die Kinder ausgezogen, lassen sich Kinderzimmer in Arbeitszimmer umgestalten und es stehen keine ungenutzten Räume leer.

Weitere Mehrwerte für die künftigen Wohnungseigentümer sind unter anderem: gemeinschaftliche Freiflächen mit Hochbeeten, Spielwiese und Sandkasten für die Kleinen, hauseigene Obstwiese und Pergola im Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten z.B. zum Grillen. So können Hausbewohner auch ohne eigenen Gartenanteil alle Vorzüge einer Gartenanlage nutzen. Außerdem gibt es E-Car Ladestationen in der Tiefgarage und ausreichend Fahrradstellplätze.

Das Konzept – kleinere Wohneinheiten in Verbindung mit „Co-Living“-Bereichen – ist ein positives Beispiel des heute viel diskutierten Themas „bezahlbarer Wohnraum“. Außerdem fördert es die soziale Kommunikation der Hausgemeinschaft und schafft Möglichkeiten, sich generationsübergreifend und in allen Lebensphasen, ob bei der Kinderbetreuung oder beim Einkauf zu unterstützen.

Beide Häuser werden viergeschossig in innovativer Holzingenieurbauweise errichtet. Holz gilt als moderner und nachhaltiger Werkstoff, denn als nachwachsender Rohstoff ist Holz CO2 neutral. Das ressourcen- und energieschonende Bauen mit Holz ist damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. „Bruder und Schwester“ weisen eine hervorragende Ökobilanz aus: Sie sind KFW-55 Effizienzhäuser. Die Eigentumswohnungen werden vom Staat derzeit mit 18.000 Euro bezuschusst.

Die 15 Wohnungen pro Haus haben zwischen 48 und 94 qm2 Wohnfläche und sind eigenständige, sehr hochwertig ausgestattete Wohneinheiten. Elektrischer Sonnenschutz, Echtholzparkett, Fußbodenheizung, Tiefgaragenplätze, Garten mit Terrasse oder Balkon, moderne Aufzugsanlagen und für Allergiker geeignete Lüftungsanlage gehören zu den Ausstattungsmerkmalen.

In unsicheren Zeiten sind intelligente Wohnungsbaulösungen, die Menschen Perspektiven und Stabilität geben, wichtiger denn je. Das „Co-Living“-Konzept lässt sich im Fall von „Bruder und Schwester“ wie ein Dorf am Stadtrand verstehen. Jeder wohnt für sich und kann auf Abstand gehen. Aber bei Bedarf oder auf Wunsch ist eine verlässliche Gemeinschaft da, die sich gegenseitig unterstützt. Gerade in Pandemie-Zeiten sind Kommunikation und ein geschützter Raum des Zusammenlebens wichtige Faktoren; denn längst nicht nur ältere Menschen vereinsamen in ihren 4-Wänden.

„Das Bruder und Schwester-Projekt bedeutet für uns gelebte Gemeinschaft – über Generationen und Lebensphasen hinweg“, freut sich Josef Schlosser, Geschäftsführer der Schlosser Holzbau GmbH, über die Umsetzung des Konzepts. „Wir möchten dass die Menschen hier leben und nicht einfach nur wohnen!“, ergänzt er sein Herzensprojekt. „Wie bei Geschwistern üblich, wird man vielleicht nicht immer einer Meinung sein, aber das Gemeinschaftsgefühl ist durch nichts zu ersetzen und bringt eine Verlässlichkeit, die viele heute vermissen“, ist Mitgeschäftsführerin und Tochter des Unternehmensgründers, Marlen Schlosser, überzeugt.

Pressemitteilung: Schlosser Holzbau GmbH