17. Mai 2022

Bundeswettbewerb „HolzbauPlus 2022/2023“ geht an den Start

Neu im Fokus: Bauen und Sanieren im Bestand/ Studentischer Ideenwettbewerb zum seriellen Wohnungsbau

Der Erweiterungsneubau der Firma elobau in Baden-Württemberg gehörte zu den Preisträgern des HolzbauPlus-Wettbewerbs 2020. Foto: f64 architekten

Gülzow-Prüzen (pm) – Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat zum Bundeswettbewerb HolzbauPlus aufgerufen. Der Schwerpunkt des Bauherrenwettbewerbs zum klimafreundlichen Einsatz nachwachsender Bau- und Dämmstoffe liegt diesmal auf dem Bauen und Sanieren im Bestand. Außerdem wird es einen studentischen Ideenwettbewerb zum seriellen Wohnungsbau geben.

Mit der nunmehr sechsten Ausgabe des Bundeswettbewerbs HolzbauPlus rückt das BMEL erneut die klimafreundliche, nachhaltige Baukultur in das öffentliche Blickfeld.

Einen der Hauptpreise wird es für die „Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden“ geben. Das Sanieren mit nachwachsenden Bau- und Dämmstoffen ermöglicht nicht nur klimafreundliches Wohnen, sondern reduziert zugleich Bodenversiegelung und Rohstoffverbrauch. Einen zweiten Hauptpreis wird die Fach-Jury in der Kategorie „Neubau in Holz“ verleihen.

„Egal ob Neu- und Umbau oder Sanierung von Gebäuden – es führt kein Weg daran vorbei, alle Möglichkeiten der CO2-Bindung konsequent auszuschöpfen, um Klimaneutralität zu erreichen. Bau- und Dämmmaterialien aus Holz und nachwachsenden Rohstoffen sind unverzichtbarer Teil der Lösung, denn sie sind eine langfristige Kohlenstoffsenke und können das Klima über Generationen hinweg entlasten. Gerade im Bausektor gilt es, den ökologischen Fußabdruck deutlich zu senken. Die von uns prämierten Wohn- und Geschäftsgebäude sollen zeigen, wie von der Planung über die Umsetzung bis zur Nutzung komplett nachhaltig agiert werden kann. Das schließt die Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen ein“, so Bundesminister Cem Özdemir anlässlich der Auslobung.

Sonderpreise sind in den Kategorien „Urbane Verdichtung“ und „Recyclingkonzepte mit Naturbaustoffen“ vorgesehen. Im „Studentischen Ideenwettbewerb: Klimafreundlicher serieller Wohnungsbau“ werden die besten Arbeiten Studierender zum verdichtenden städtischen Holzbau und zum klimafreundlichen seriellen Wohnungsbau prämiert.

Das Bundesministerium stellt insgesamt 50.000 Euro für die Preisträger bereit.

Bewerbungen nimmt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) bis zum 28. Oktober 2022 entgegen. Detaillierte Informationen zum Einreichen der Unterlagen und zur Teilnahme stehen unter https://www.holzbauplus-wettbewerb.info/ bereit.

 

Hintergrund:
Der Gebäude- und Bausektor verursacht mit einem Anteil von 40 Prozent weltweit mehr Emissionen als jeder andere Industriezweig. Eine klimafreundliche, nachhaltige Baukultur trägt dazu bei, die Treibhausgasemissionen zu senken. Außerdem sind bei wachsender Bevölkerungszahl und steigender Lebenserwartung nachhaltige Konzepte im Bereich Bauen und Wohnen dringend erforderlich.

Im Bundeswettbewerb HolzbauPlus würdigt das BMEL seit 2012 Bauwerke, die die Vorzüge des Holzbaus mit dem Einsatz von Naturbaustoffen, intelligenten Wärmekonzepten und erneuerbaren Energien verbinden.

Die FNR ist Projektträger des BMEL und wurde mit der Wettbewerbskoordinierung beauftragt. Die Fachagentur wurde 1993 auf Initiative der Bundesregierung mit der Maßgabe ins Leben gerufen, Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich nachwachsender Rohstoffe zu koordinieren.

 

Pressemitteilung: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.