6. Juli 2020

Bundesinnenministerium bündelt Entwicklung und Förderung der Regionen und Städte

Deutsche Metropolregionen sind gestärkt

Hamburg (pm) – Die elf europäischen Metropolregionen in Deutschland begrüßen die Zusammenführung der Themen Stadtentwicklung und Raumordnung im neuen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Die Zuständigkeit für die Raumordnung geht aus dem Verkehrsministerium an das neu geschnittene Innenministerium. Die Zuständigkeiten für Stadtentwicklung, Wohnen und ländliche Infrastruktur werden aus dem ehemaligen Umweltministerium dorthin übertragen. Damit sind die bisher auf verschiedene Bundesministerien aufgeteilten Kompetenzen für die Stadt-und Regionalentwicklung wieder in einem Ressort vereint.

In den elf europäischen Metropolregionen in Deutschland arbeiten Städte und ländliche Räume seit über 20 Jahren partnerschaftlich zusammen. Hier wird mit zahlreichen Partnern an Lösungen zu vielfältigen Herausforderungen gearbeitet: sei es im Bereich der Mobilität, der Siedlungs- oder Gewerbeflächenentwicklung, des Regionalmarketings oder der Naherholung. Metropolregionen gestalten in Projekten die Partnerschaft von Land und Stadt und stärken so die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region und ganz Deutschlands.

Jakob Richter, Sprecher des Initiativkreises Europäischer Metropolregionen in Deutschland und Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg, dazu: „Wir freuen uns, dass die Wechselbeziehungen zwischen Land und Stadt durch die Zusammenführung von Stadtentwicklung und Raumordnung auf Bundesebene stärkere Beachtung finden. Die Kooperation zwischen ländlichen und städtischen Räumen entspricht der Realität unseres täglichen Handelns. Dies ist ein Schritt, der unsere Bemühungen vor Ort um gleichwertige Lebensbedingungen in Land und Stadt unterstützen kann.“

Ralph Schlusche, Verbandsdirektor der Metropolregion Rhein-Neckar und stellvertretender Sprecher des IKM, unterstreicht: „ Die enge Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ist der Schlüssel für eine nachhaltige Raumentwicklung. Dies gilt besonders auch für die komplexen Aufgabenstellungen der klassischen Regionalplanung, die in einigen unserer Metropolregionen unmittelbar unter dem Dach der regionalen Governance verankert ist. Die Bündelung der Themenbereiche Raumordnung und Stadtentwicklung in einem Ministerium ist deshalb aus unserer Sicht konsequent und notwendig.“

Dass die Verflechtungen stetig zu nehmen, macht die Entwicklung der Berufspendler deutlich. Inzwischen arbeiten etwa 60 % der Beschäftigten nicht an ihrem Wohnort, sondern pendeln über steigende Distanzen.

„Die Metropolregionen bieten dem Bundesministerium ihre Kooperation an. Wir stehen als Partner für Projekte zur Verfügung, Dabei bringen wir langjährige Erfahrungen und Kompetenzen aus Stadt-Land-Projekten ein, so Dr. Christa Standecker, ebenfalls stellvertretende Sprecherin des Initiativkreises und Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg. „Wir wünschen uns eine Weiterentwicklung der erfolgreichen Modellprojekte der Bundesraumordnung und gestalten gerne mit“, so die Sprecherin weiter. „Dabei sind die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land die gemeinsamen Ziele.“

Der „Initiativkreis Europäischer Metropolregionen in Deutschland“ bildet die gemeinsame Plattform der deutschen Metropolregionen, organisiert den Erfahrungsaustausch sowie gemeinsame Projekte und fördert konkrete Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere in Hinsicht auf europäische Belange und Interessen.

Die Europäischen Metropolregionen in Deutschland sind:
• Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg
• Metropolregion FrankfurtRheinMain
• Metropolregion Hamburg
• Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg
• Metropolregion Mitteldeutschland
• Metropolregion München
• Metropolregion Nordwest
• Metropolregion Nürnberg
• Metropolregion Rhein-Neckar
• Metropolregion Rhein-Ruhr
• Metropolregion Stuttgart

Pressemitteilung: Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland (IKM)