20. Januar 2022

Bundesbank eröffnet Ausstellung „Campus Deutsche Bundesbank – Entwürfe für den neuen Campus der Zentrale der Bundesbank in Frankfurt“ im Deutschen Architekturmuseum

Frankfurt am Main (pm) – Die Deutsche Bundesbank zeigt die Ergebnisse ihres Architektenwettbewerbs für die geplanten Neubauten auf dem Gelände der Zentrale in Frankfurt am Main. Mit einer Pressekonferenz, die gleichzeitig als virtuelle Ausstellungseröffnung fungierte, wurde die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) mit den insgesamt 29 eingereichten architektonischen Entwürfen der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein 13-köpfiges Preisgerichtiaus namhaften Architekten, Vertretern der Bundesbank sowie der Stadt Frankfurt am Main hat aus den Entwürfen sechs Preisträger und zwei Anerkennungen ausgewählt. Mit dem ersten Preis wurde der Entwurf des Baseler Büros Morger Partner Architekten AG ausgezeichnet. Den zweiten Preis erhielt der Entwurf der Frankfurter Architekten KSP
Jürgen Engel Architekten. Für den Vorschlag von Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH & Franz und Sue Architekten ZT GmbH aus Wien vergaben die Preisrichter den dritten Platz. Für Platz vier qualifizierte sich die Arbeit des Architekturbüros Ortner & Ortner Baukunst GmbH. Wittfoht Architekten bda aus Stuttgart erhielt für seine Ideen den fünften Platz. Den sechsten Platz erkannte das Preisgericht schließlich der Arbeit von RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH aus Düsseldorf zu. Den Entwürfen von Thomas Müller Ivan Reimann Architekten GmbH und dem Architekten Max Dudler, beide aus Berlin, wurden Anerkennungen ausgesprochen.

„Architektur und Funktionalität gehen eine Symbiose ein: Wertige, moderne Architektur vom Büro Morger Partner Architekten treffen auf nüchterne Effizienz bei gleichzeitig hoher Arbeitsplatzqualität“, sagte Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für den Bereich Bau. „Die neue Architektur spiegelt mit dem Haupthaus und den drei identischen Scheiben rechtwinklig davor die Deutsche Bundesbank auch in ihrer Entwicklung wider: Unabhängig und stark aus Tradition, Teil des Eurosystems mit anderen nationalen Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank.“

Den städtebaulichen Rahmen für den Architektenwettbewerb bildete der Entwurf von Ferdinand Heide Architekt, für den sich die Bundesbank Ende 2018 entschieden hatte. Ziel der Baumaßnahmen ist es, alle Beschäftigten der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt auf dem Gelände an der Wilhelm-Epstein-Straße zusammenzubringen. Derzeit sind etwa die Hälfte der Beschäftigten an verschiedenen Standorten der Frankfurter Innenstadt untergebracht.

„Mit dem Entwurf des ersten Preises wird die städtebauliche Vorgabe intelligent fortgeschrieben“, erläuterte Arno Lederer, Vorsitzender des Preisgerichts, bei der Pressekonferenz. „Das Preisgericht hat der Bank einstimmig empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen.“ Über die Vergabe der Planungsleistungen an einen oder mehrere Preisträger soll in einem Vergabeverfahren entschieden werden.

„Auf der Basis des hervorragenden Rahmenkonzeptes hat der Wettbewerb die gewünschte Campuslösung konkretisiert, das zentrale bestehende Hauptgebäude wird dabei sorgsam durch neue Gebäude gerahmt und verliert somit nichts von seiner Wertigkeit“, sagte Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt. „Im städtischen Gefüge mit Grüneburgpark, Niddapark, der erneuerten Platensiedlung, den Sportflächen, der geplanten Ringstraßenbahn und der Verlängerung der U4 erhält der Standort eine attraktive Umgebung und wertet diese ihrerseits auf“, so Josef.

Die Ausstellung „Campus Deutsche Bundesbank – Entwürfe für den neuen Campus der Zentrale der Bundesbank in Frankfurt“ ist vom 16. Juli bis zum 18. Oktober 2020 bei freiem Eintritt im DAM in Frankfurt zu sehen. Aktuelle Informationen zum Architektenwettbewerb und zur Ausstellung im DAM finden Sie unter: www.bundesbank/campus.

Pressemitteilung: Deutsche Bundebank