31. Oktober 2020

BIM-Ready ohne BIM-Modell: Plugin für Produkt- und BIM-Daten von Plan.One

Bielefeld (pm) – Mit einem neuen Plugin unterstützt Plan.One aktiv den BIM-Prozess. Mithilfe des Plugins wird die Produktsuche deutlich erleichtert und Produktinformationen sowie BIM-Daten können ab sofort unmittelbar in die eigene Planungssoftware eingebunden werden. Aktuell steht das Tool kostenlos für Revit zur Verfügung.

Alle auf der Plan.One Plattform zur Verfügung gestellten Produktinformationen und Datensätze können mit dem Plugin direkt in die Software eingebunden werden. Zum jetzigen Zeitpunkt steht das Tool zum ausführlichen Testen in der Beta-Version für Revit zur Verfügung. Mitte des Jahres wird ebenfalls ein Plugin für ArchiCAD folgen.

Die nahtlose Integration von Produkt- und BIM-Daten in das Planungsprogramm bringt den größten Nutzen für den Anwender mit sich, da sein bekannter Workflow bei der Modellierung mit eingebunden wird. In den Plugin-Einstellungen lässt sich mit der finalen Version auswählen, ob Updates automatisch oder manuell geladen werden. Damit steuert der Admin oder der Programmnutzer Aktualisierungen in seiner Planungssoftware eigenständig.

Die Bedienung ist denkbar einfach: Der Architekt filtert das geeignete Produkt aus dem breiten Bauproduktportfolio und den Produktbereichen in der Plan.One Datenbank. Ein Download und händisches Ablegen der Produktinformationen oder BIM-Daten im Projektordner entfallen so. Aktuell kann er zwischen vier Optionen der Datenintegration wählen: Material, Schichtbauteil, herstellerseitig bereitgestelltes BIM-Objekt oder selbsterzeugte Family – passend für die jeweilige Planungsphase und die nötige Informationstiefe.

Open BIM vs. Closed BIM im Arbeitsalltag

Ein konsequenter Einsatz der BIM-Planungsmethode ermöglicht bereits in vielen Architektur- und Planungsbüros optimierte Planungsprozesse und eine hohe Kostensicherheit in den Projekten. Vor allem der reibungslose und verlustfreie Datenaustausch ist hierfür wichtig, der durch herstellerneutrale und softwareunabhängige Datenformate wie IFC und BCF erleichtert wird. Die beiden Formate sind eine wichtige Basis für Open BIM, das auf einen offenen und kollaborativen Planungsansatz setzt. Anders verhält es sich bei einer Zusammenarbeit im „Closed BIM“-Umfeld: hier arbeiten die Planungsbeteiligten gleichzeitig in einem Gebäudemodell und tauschen ihre Planungsinfos in einem vorgegebenen, proprietären Dateiformat nur eines Herstellers miteinander aus.

Viele Softwarehersteller, Verbände, Institutionen und die Bauindustrie entwickeln an einer möglichst fehlerfreien Implementierung digitaler Planungsmethoden. Die Anstrengungen und Entwicklungen aus der Branche legen jedoch aktuell nahe: Open BIM setzt sich hierbei langfristig durch. Eine ganzheitliche Lösung wird jedoch noch längere Zeit auf sich warten lassen.

 

 

Closed BIM (links) oder Open BIM (rechts)? Beide Arbeitsweisen bieten Vorteile. Wenn der reibungslose Austausch von BIM-Informationen funktioniert, ist Open BIM sicher die bessere Wahl. Komplett herstelleroffen und softwareunabhängig kann jeder Fachplaner dann seine Leistungen erbringen und im Projekt beitragen. Die Daten werden hierbei über die IFC-Schnittstelle ausgetauscht. Wichtig ist jedoch, dass der Datenexport und -import optimal funktionieren. Nur dann ist ein fehlerfreies Arbeiten mit den verschiedenen Systemen möglich. Für den Gebäudelebenszyklus gewinnt BIM dabei immer mehr an Bedeutung: mit einer guten BIM-Planung wird der Gebäudebetrieb effizienter; bei einer Sanierung oder beim Rückbau lassen sich verbaute Rohstoffe leichter in den Wertstoffkreis zurückführen. Quelle: Plan.One GmbH

Pressemitteilung: Plan.One GmbH