26. September 2020

Bel Ami Wedel mit Sonderpreis BIM ausgezeichnet

Preisverleihung © Bernd Schönberger

Hamburg (pm) – Auszeichnung für blauraums Projekt Bel Ami: Die Nachverdichtung einer Wohnsiedlung im Hamburger Westen ist bei den Heinze ArchitektenAWARDs 2019 mit dem „Sonderpreis BIM“ prämiert worden. Der Entwurf stellt den bestehenden Gebäuden sechs Partnerhäuser an die Seite, so dass ein vielfältiges räumliches Beziehungsgeflecht entsteht. Differenzierte Grundrisslayouts ermöglichen unterschiedlichste Wohnformen, von Clusterwohnungen bis zu Reihenhäusern.

 

©blauraum Architekten

 

Die Jury überzeugte das Projekt „durch die gute Qualität seines BIM-Prozesses, den ressourcenschonenden Entwurfsansatz eines gelungenen Weiterbauens und seinen beeindruckenden soziokulturellen Mehrwert“. Die BIM-Planungsmethodik macht auch bei komplexen Geometrien alle Daten überschaubar und ermöglicht eine transparente Kommunikation mit allen Projektbeteiligten.

BIM-Begründung der Jury:

Das Projekt Bel Ami Wedel von Blauraum Architekten überzeugt die Jury durch die gute Qualität seines BIM Prozesses, den ressourcenschonenden Entwurfsansatz eines gelungenen Weiterbauens und seinen beeindruckenden soziokulturellen Mehrwert. Die Planung des Projektes wird in einer stark ausgeprägten BIM Planungsmethode umgesetzt. In dem beschriebenen BIM Prozess erfolgt die Integration und Koordination der Fachdisziplinen. Es werden föderative BIM-Modelle verwendet. Die Rollen fachspezifischer BIM Koordinatoren sowie einer übergeordneten Gesamtkoordination sind besetzt. Die Modellierung erfolgt nach einem einheitlichen LOD. Ausgangspunkt des Projektes ist die im Jahre 1953 von einem Wedeler Textilfabrikanten errichtete Werkssiedlung inmitten eines großzügigen Parkgrundstücks. Der Entwurf von blauraum Architekten sieht ein „Weiterbauen“ der historischen Werkssiedlung durch die Ergänzung typologisch verwandter „Partnerhäuser” vor. Zugleich ist der Entwurf von einem starken Gemeinschaftsgedanken getragen, mit dem Ziel über das bauliche Ensemble hinaus auch das soziale Miteinander zu beleben und zu stärken. Die städtebauliche Anordnung der „Partnerhäuser“ lässt neue, funktional und atmosphärisch differenzierte Außenräume entstehen. So ergeben sich adress-bildende Zugangsräume mit einem öffentlichen Gemeinschaftscharakter zwischen den „Partnerschollen“. Die Gartenbereiche im Inneren der „Partnerschollen“ bilden einen intimeren und privateren Gemeinschaftscharakter aus. Die ergänzenden „Partnerhäuser“ gehen durch Ihre typologische Verwandtschaft eine harmonische Verbindung mit Bestandsgebäuden ein. Dabei stellen sie eine gekonnte Verbindung historischer Typologie und der Gestaltung zeitgemäßer Wohnkonzepte dar. Differenzierte Grundrisslayouts für vielfältige Wohnformen von Clusterwohnungen für Senioren Wohngemeinschaften, Galeriewohnungen und Reihenhauswohnungen für Familien ermöglichen ein vielfältiges, generationenübergreifendes Zusammenleben. Die architektonische Gestaltung der Häuser zeichnet eine angenehm unaufgeregte wie klare Detaillierung aus. Sie sind von einer angemessenen und dauerhaften Materialisierung geprägt. Besenstrich-Putz auf mineralischer Dämmung, ziegelgedeckte Dächer und Alu-Holzverbundfenster, sind sorgfältig getroffene, nachhaltige Materialentscheidungen. [Text von https://www.heinze.de/architekturobjekte/architektenaward/]

Pressemitteilung: blauraum