18. Dezember 2018

BBIV: Die Baupreise normalisieren sich

München (pm)  „Die Baupreise normalisieren sich derzeit. Sie sind in den vergangenen Jahren teilweise gefallen. Ihr Anstieg bleibt mittelfristig immer noch unter der Inflation“, kommentiert Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes, die Meldungen in der Presse über eine starke Erhöhung der Baupreise.

Die Baukonjunktur ist derzeit gut, so Schmid, aber das war sie nicht immer. „In schlechten Zeiten waren die Bauunternehmen gezwungen, Angebote unter ihren Kosten zu machen, sonst hätten sie keinen Auftrag bekommen“, erläutert Schmid. Dieses verzerrte Preisniveau könne man aber nicht als Basis für die Ermittlung eines aussagefähigen Preisanstiegs verwenden.

Man dürfe auch nicht den Schluss ziehen, für den Anstieg der Baupreise seien die Bauunternehmen verantwortlich, so Schmid, oder sie profitierten davon. Massive Antreiber der gestiegenen Baupreise seien vor allem die Materialkosten und auch die Löhne.

Kostensteigernd sind auch die staatlichen Regulierungen, wie die energetischen Anforderungen oder die stark gestiegenen Gebühren für die Deponierung des Erdaushubs oder des Bauabfalls.

Im Öffentlichen Bau habe es zwar durchaus Ausschreibungen gegeben, bei denen sich wenige oder in einigen Fällen überhaupt keine Bieter beteiligt hätten. „Kein Bieter weiß aber vorher, wer noch mitbietet. Jeder kalkuliert daher sein Angebot so knapp wie möglich, damit er den Auftrag bekommt.“

„Die Aufträge werden im Öffentlichen Bau fast immer an den billigsten Bieter vergeben, in guten wie in schlechten Zeiten. Kriterien wie Bauqualität, Zuverlässigkeit und Termintreue kommen da fast nie zum Zug,“ so Schmid abschließend.

Pressemitteilung: Bayerischer Bauindustrieverband e. V.