17. Juni 2019

Automatisierung trifft Architektur: nentwig.notbohm Architekten bauen in Siegen für Automatisierungshersteller

SUMMIT Grundriss Erdgeschoss (c) nentwig.notbohm Architekten

Hamburg (pm) – Auf der Martinshardt ist ein neues Labor-und Forschungsgebäudes mit Ausblick über das Leimbachtal für Tochtergesellschaften der ifm entstanden.
Im Juni 2019 ist der hochmoderne Labor- und Forschungsneubau SUMMIT in Siegen offiziell fertiggestellt. nentwig.notbohm Architekten aus Hamburg haben den Innovationsstandort für den international tätigen Automatisierungstechnik-Hersteller ifm entworfen und umgesetzt. Der über 13.000 qm große Neubau bietet Platz für 450 Technologieexperten und wird als Keimzelle für neue Technologien dienen. nentwig.notbohm Architekten haben das anspruchsvolle Projekt innerhalb von nur 26 Monaten in Rekordzeit vom ersten Strich bis zur letzten montierten Leuchte mit Kölbl Kruse aus Essen und Otto Quast aus Siegen umgesetzt.

Am 7. Juni 2019 wird der Schlüssel für den Labor- und Forschungsneubau SUM∑IT auf der Martinshardt in Siegen übergeben. Das Gebäude wurde 2017 von der ifm – dem weltweit führenden Hersteller für Automatisierungstechnik mit 6.000 Beschäftigten in 70 Ländern – als Mutterkonzern für ihre lokalen Tochtergesellschaften in Auftrag gegeben. Hierzu zählen die GIB mbh für SAP-basierter und -lizensierter Software, die der Optimierung sämtlicher Supply Chain Prozesse dient, die pmdtechnologies ag weltweit führend auf dem Gebiet der 3DSensorik auf Grundlage des Lauzeitmessverfahrens (ToF), die ifm services gmbh für weltweiten Support im Bereich IT, Software und Produktionssysteme, die ifm software gmbh als lückenlose Verbindung zwischen Sensorik und Management für einen transparenten Supply Chain Prozesse und die ifm solutions gmbh als Holding sämtlicher Software-Töchter der ifm-Gruppe.

Auf 13.376 qm finden sich Büroflächen für 450 Mitarbeiter, ein Konferenz- und Schulungsbereich, ein eigenes Betriebsrestaurant und ein Forschungs- und Labortrakt zur Entwicklung und zum Testen von neuen 3D-Pixeln, 3D-Sensoren und 3D-Kameras.

Das in den Hang gebettete Gebäude öffnet sich zum Tal, markant kragen die Balkone der Bürogeschosse über die eingeschossige Sockelzone und setzen einen Akzent und eine Landmarke entlang der Leimbachstraße. Daher steht SUM∑IT nicht nur stellvertretend für die Summe der IT-affinen Nutzer und ihrem Streben nach erstklassigen Produkten im internationalen Vergleich sonst auch für das Gebäude und den Standort auch.

Kubatur

Basis für das Gebäude bildet ein polygonales Sockelgeschoss, das parallel zur Hangkante ausgerichtet ist. Das Erdgeschoss umschließt zwei Innenhöfe, die sowohl der Belichtung dienen, als auch attraktive Außenbereiche im Gebäudeinneren schaffen.

Darüber erheben sich drei Riegel in denen auf je vier Obergeschossen die Büronutzungen untergebracht sind. Zum Tal orientiert fächern sich die drei Gebäudeteile auf. Durch die leichte Schrägstellung der Längsseiten in jedem Riegel weiten sich diese nach hinten auf. Die Fensterfronten drehen sich dem Tal und damit der Aussicht entgegen. In der Flurzone ergeben sich durch die Aufweitung Sonderzonen, die verschieden genutzt werden können. Büroflächen können hier erweitert werden oder Inseln der Infrastruktur oder Kommunikation geschaffen. Durch die Verbindung von Teeküchen und rückwärtigen Sonderzonen werden die Flure nicht nur zu einer Verkehrsfläche sondern potenzieren sich zu internen Begegnungs- und Kommunikationsflächen.

Summit Innenhof (c) martpers Architekturfotografie

Fassade

Durch Fassadengestaltung lässt sich die Nutzung im Inneren Ablesen. Die Fassade des Gebäudes teilt sich in Sockelgeschoss und darüber auskragende Bürogeschosse.
Diese Trennung findet sich auch in der Materialität der Oberflächen wieder. Das Erdgeschoss und die rückwärtigen Erschließungskerne wurden mit einem grau gestrichenen Wärmedämmverbundsystem gestaltet. Die Besenstrichoberfläche des Putzes zieht sich um das Gebäude herum und strukturiert die großen Flächen auf der Gebäuderückseite. Im Eingangsbereich gibt sie der Außenhaut eine warme und einladende Haptik. Je nach Wetterlage und Sonnenstand treten die in den Putz gebürsteten Fugen unterschiedlich stark hervor und erwecken die Außenhaut des Gebäudes zum Leben.

Dieser irdene und monolithische Gebäudeteil wird die darüber liegende Fensterbandfassade mit vorgehängten Leichtmetallkassetten entgegengestellt. Sie versinnbildlicht die technische und zukunftsorientierte Zielsetzung der Unternehmen. Das Leitmotiv ist hierbei eine Platine, die durch Leiterverbindungen Informationen sendet, Datenströme fließen lässt und Verbindungen schafft. Dieses Motiv wurde in den Fensterbändern mit rhythmisch angeordneten Brüstungshöhen abstrahiert. Die Bereiche dazwischen sind durch ein Raster aus glänzenden Blechkassetten geschlossen.
Die Richtung und Dynamik wird verstärkt durch eine Akzentuierung einzelner Kassetten, die in einem anderen Glanzton. Die Horizontalität der Fassade unterstützt die Panoramawirkung mit Ausblick über das Siegerland.

Pressemitteilung: nentwig.notbohm Architekten