20. April 2021

Ausstellung zu Konzepten und Ideen zur Zukunft des genossenschaftlichen Wohnens in Hamburg

Hamburg (pm) – Im Rahmen der Ausstellung „Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft“ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) präsentiert die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen am morgigen Freitag, 12. März, erstmals die Ergebnisse des Konzeptfindungsverfahrens „Wohnen – und was noch?“. Gezeigt werden Vorschläge, wie genossenschaftliche Siedlungen der 1950er bis 1970er Jahre an heutige Bedürfnisse angepasst werden können.

41 Architekturbüros aus dem In- und Ausland entwickelten 2019 am Beispiel von 14 bestehenden Siedlungen architektonische und städtebauliche Ideen zu neuen Formen des gemeinschaftlichen Wohnens, der Arbeit und der Mobilität. Im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen erweiterten die Kuratoren Ilka und Andreas Ruby die bestehende Ausstellung des Vitra Design Museums um einen Hamburger Beitrag: Die 26 vorgestellten Konzepte bieten innovative Lösungen und Entwicklungsmöglichkeiten für eine bessere Nutzung von Grünflächen und Außenraum, für mehr Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner und für die Stärkung der Gemeinschaft. Die Ausstellung „Together!“ endet am 5. April 2021, der Hamburger Teil „Wohnen – und was noch?“ wurde bis zum 27. Juni verlängert. Ein Besuch des MK&G ist ab Freitag, 12. März, wieder möglich – mit vorheriger Online-Anmeldung über den Ticket-Shop des Museums.

„Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft“ ist die erste Ausstellung, die das gemeinschaftliche Wohnen umfassend beleuchtet und räumlich erfahrbar macht. Wohnungsknappheit, steigende Immobilienpreise und überholte Wohnungsbaukonzepte werden dem Bedarf nicht mehr gerecht und haben in der zeitgenössischen Architektur eine stille Revolution ausgelöst: das Bauen und Wohnen im Kollektiv. Anhand von Modellen, Filmen und einer Cluster-Wohnung im Maßstab 1:1 präsentiert die Ausstellung eine Vielzahl von Beispielen aus Europa, Asien und den USA. Historische Vorläufer veranschaulichen die Geschichte der gemeinschaftlichen Architektur – von den Reformideen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Hippie- und Hausbesetzerszene, die mit dem Slogan „Make love, not lofts“ antrat. „Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft“ ist eine Ausstellung des Vitra Design Museums, kuratiert von Ilka und Andreas Ruby sowie EM2N.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ich freue mich sehr über den Beitrag dieser Ausstellung zur Debatte über qualitätsvollen Wohnungsbau. Mein großer Wunsch ist, dass sich möglichst viele Planerinnen und Planer davon inspirieren lassen, für ähnliche Standorte neue, gemeinschaftliche Konzepte zu entwickeln. Auch Hamburgs Wohnungsgenossenschaften stehen für gemeinwohlorientiertes und gemeinschaftlich verwaltetes Wohnen und generell für gutes, bezahlbares Wohnen. Diese Form gemeinschaftlicher sozialer Verantwortung stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und nutzt besonders effektiv die gerade in unserer Stadt begehrten Flächenressourcen.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg: „Wo und wie bauen wir in den kommenden Jahren? Wie werden Grundrisse neuen Lebensvorstellungen gerecht? Welche zusätzlichen Nutzungen über das Wohnen hinaus müssten eine Rolle spielen und wie gehen wir mit dem stadträumlichen, freiräumlichen und architektonischen Bestand sinnvoll um? All das hat uns im Rahmen von „Wohnen – und was noch?“ beschäftigt. Entstanden sind konzeptionelle Ansätze in einer großen Bandbreite, die eine Debatte in Gang gesetzt haben, die es in den kommenden Jahren zu verstetigen gilt. Wir freuen uns sehr darüber, sie nun der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.“

Prof. Tulga Beyerle, Direktorin des MK&G: „Ich freue mich sehr, dass wir in Kooperation mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen diese wunderbar inspirierenden Ideen aus dem Konzeptfindungsverfahren zeigen können. Sie ergänzen die historischen und zeitgenössischen Projekte, die die Ausstellung des Vitra Design Museums im MK&G vorstellt, um konkrete Lösungsansätze für bereits bestehende Siedlungen in Hamburg. Die 26 Vorschläge zeigen, wie man das gemeinschaftliche Wohnen – der Grundgedanke der Baugenossenschaften – an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anpassen und ins Heute weiterentwickeln kann.“

Einen Videorundgang mit den Kuratoren Ilka und Andreas Ruby und weitere spannende Einblicke in die Ausstellung gibt es hier:

www.youtube.com

www.mkg-hamburg.de

@mkghamburg

#mkgtogether

Die Präsentation in Hamburg ist eine Kooperation der Freien und Hansestadt Hamburg (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und des MK&G.

Pressemitteilung: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen