26. April 2019

Architekturwettbewerb für gemeinsamen Campus von Charité und TU Berlin entschieden

1. Preis: Perspektive Campus © HDR, Düsseldorf
1. Preis: Perspektive Campus © HDR, Düsseldorf

Berlin (pm) – Die strategische Partnerschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Technischen Universität Berlin nimmt weiter Form an: Der Sieger-Entwurf des städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbs für den gemeinsamen Campus Bio- und Medizintechnologie steht jetzt fest. Das Preisgericht kürte das Architekturbüro HDR und das Landschaftsarchitekturbüro mk Landschaft mit dem ersten Preis. Auf dem Areal an der Seestraße in Berlin-Wedding werden Mediziner*innen mit Naturwissenschaftler*innen und Ingenieur*innen Themen der Onkologie, Immunologie sowie Regenerativen Medizin erforschen. Kernstück des Campus soll das neue Wissenschaftshaus „Der Simulierte Mensch“ sein.

Gegenstand des aktuellen Wettbewerbs war ein städtebaulicher Entwurf für den Campus Bio- und Medizintechnologie sowie für den Neubau des Forschungsgebäudes „Der Simulierte Mensch“. Dieses wurde im April 2018 vom Wissenschaftsrat zur Förderung in Höhe von 34 Millionen Euro empfohlen. Der Bund und das Land Berlin finanzieren den Bau zu je 50 Prozent im Rahmen des Programms für Forschungsbauten an Hochschulen. Das Gebäude soll bis 2023 fertiggestellt sein.

Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmenden waren überzeugende städtebauliche und freiraumplanerische Konzepte für das rund 11.800 Quadratmeter große Areal. Dieses sollte sowohl effizient mit Blick auf innerstädtische Flächenressourcen gestaltet sein als auch Anpassungen an zukünftige Bedarfe ermöglichen. Zusätzlich war ein Standort für den neuen Forschungsbau Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) der Charité zu berücksichtigen, der sich bereits in Planung befindet.

Für das Forschungsgebäude „Der Simulierte Mensch“ mit einer Nutzfläche von 3.150 Quadratmetern wurde ein wirtschaftlicher Entwurf von hoher architektonischer und funktioneller Qualität gesucht. Dieser sollte mit attraktiven Kommunikationsflächen den Anforderungen an innovative Forschungsgebäude gerecht werden und als Leuchtturm den zukünftigen Campus prägen.

In einem Bewerbungsverfahren wurden vorab 21 Teilnehmende ausgewählt, 18 Beiträge wurden eingereicht. Das Preisgericht kürte das Architekturbüro HDR und das Landschaftsarchitekturbüro mk Landschaft mit dem ersten Preis. Aus der Beurteilung des Preisgerichtes heißt es zu den Entwürfen: „Das Projekt überzeugt in der städtebaulichen Grundsetzung der Teile als sich integrierendes Ensemble ebenso wie in der architektonischen Formulierung einer flexiblen und kommunikativen Arbeitswelt mit selbstbewusstem und integrierbarem Ausdruck.“ Die Jury hat die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit einstimmig zur weiteren Bearbeitung und Realisierung empfohlen.

Prof. Lauster (links, TU Berlin) und Prof. Thiel (Charité) präsentieren das Architekturmodell des Forschungsneubaus, der auf dem Campus Virchow stattfinden soll. © TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
Prof. Lauster (links, TU Berlin) und Prof. Thiel (Charité) präsentieren das Architekturmodell des Forschungsneubaus, der auf dem Campus Virchow stattfinden soll.
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt

Insgesamt entschied das Preisgericht wie folgt:

1. Preis, 70.000 Euro

Architekten HDR, Düsseldorf, und Landschaftsarchitekten mk Landschaft, München

2. Preis, 40.000 Euro

Architekten Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, und Landschaftsarchitekten Brummell Landschaftsarchitekten, Berlin

3. Preis, 25.000 Euro

Architekten ARGE erchinger wurfbaum | SCHMIEDER.DAU, Berlin, und Landschaftsarchitekten Holzwarth Landschaftsarchitektur, Berlin

 

Zwei Anerkennungen, je 12.000 Euro

Architekten kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten, Berlin, und Landschaftsarchitekten Hahn Hertling Von Hantelmann Landschaftsarchitekten, Berlin

Architekten Glass Kramer Löbbert bda – Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, und Landschaftsarchitekten bbz landschaftsarchitekten berlin GmbH

 

Eine Ausstellung zeigt die Entwürfe

Die prämierten Arbeiten sind vom 31. Januar bis 17. Februar 2019 im Foyer der 21. Ebene des Charité Bettenhauses Mitte, Luisenstraße 64, 10117 Berlin, zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Gemeinsame Pressemitteilung Technische Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin