26. Mai 2022

„Architekturpreis Nordrhein-Westfalen 2018“ in Düsseldorf vergeben

Musikforum Ruhr (c) Brigida González

Düsseldorf (pm) – Der zum siebten Mal seit 1998 vergebene „Architekturpreis Nordrhein-Westfalen“ des Bundes Deutscher Architekten, Landesverband Nordrhein-Westfalen, geht an das Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum.

So entschieden die Mitglieder des BDA in Nordrhein-Westfalen, denen es nach den Regularien des Architekturpreises oblag, aus den bereits im Juli von einer Fachjury ausgewählten 10 Auszeichnungen den ersten Preisträger zu wählen.

Den Preis erhält das Stuttgarter Büro Bez + Kock Architekten BDA gemeinsam mit der Stadt Bochum als Bauherrin.

Die Jury lobt die Art und Weise, wie die ehemalige St. Marienkirche mit den neuen Flankenbauten, von denen einer den Konzertsaal der Bochumer Symphoniker und der andere den Saal der städtischen Musikschule aufnimmt, in einer differenzierten inneren Raumfolge verknüpft worden ist. Das Kirchengebäude selbst, durch dessen Chor das Musikforum straßenseitig erschlossen wird, bildet das Identität stiftende Zentrum des Musikforums. „Der Funktionswandel vom Sakral- zum profanen Konzertgebäude hat dem ehemaligen Gotteshaus nichts von seiner Würde genommen.“

Der Preis und die 9 Auszeichnungen wurden am 25. September 2018 vom Landesvorsitzenden des BDA, Gert Lorber, gemeinsam mit Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, die Schirmherrin des Architekturpreises ist, in einer festlichen Veranstaltung in Düsseldorf verliehen.

Vonseiten des Architekturbüros waren beide Partner, Thorsten Kock und Martin Bez, aus Stuttgart angereist. Als Vertreter der Stadt Bochum waren Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke sowie der Leiter der Abteilung Zentrale Dienste, Frank Allmeroth, anwesend. Besonders freute sich der Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, Steven Sloane. Er genieße zusammen mit seinem Orchester seit der Eröffnung des Hauses im Herbst 2016 ideale räumliche und akustische Bedingungen, die man zuvor lange vermisst habe.

Zur Teilnahme am Architekturpreis Nordrhein-Westfalen hatten sich 49 Projekte aus ganz NRW qualifiziert, die 2017 in 16 vorgeschalteten regionalen „Auszeichnungen guter Bauten“ prämiert worden waren. Preis und Auszeichnungen sind nicht dotiert. Die Architekten erhalten eine Urkunde, die Bauherren eine Plakette zur Befestigung an dem Bauwerk.

Die Ausstellung aller teilnehmenden Projekte wird noch bis zum 27. Oktober 2018 im MAXHAUS, Katholisches Stadthaus, Schulstraße 11 in Düsseldorf gezeigt.

Die Arbeiten sind zudem in einem Katalog dokumentiert, der unter dem Titel „Baukultur in NRW 2019“ im Verlag der Buchhandlung König, Köln, erschienen ist.

Pressemitteilung: Bund Deutscher Architekten, Landesverband Nordrhein-Westfalen