21. August 2019

Architektenkammern verleihen Preise zum Schülerwettbewerb „Mein Bauhaus – Meine Moderne“

Potsdam (pm) – Zwölf Klassen, Kurse oder Einzelpersonen aus Berlin und Brandenburg, und damit drei mehr als ursprünglich vorgesehen, erhalten die mit insgesamt 3.800 Euro dotierten Auszeichnungen zum Schülerwettbewerb „Mein Bauhaus – Meine Moderne“. Zu den jeweils drei Preisen in den drei Altersgruppen 1.-6., 7.-10. und 11.-13. Klasse kommen weitere drei Prämierungen in der Kategorie „Film“. Schirmherrin Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Brandenburg, Beate Stoffers, Staatssekretärin für Bildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin, und Jurymitglied Dr. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus Archivs | Museum für Gestaltung, übergaben die Preise vor rund 500 Schülerinnen und Schülern, Lehrenden und Angehörigen in der Akademie der Künste am Hanseatenweg.

Alle Berliner und Brandenburger Schulen waren eingeladen, sich anlässlich des 100. Bauhaus-Geburtstages mit dem Erbe der Hochschule für Gestaltung zu beschäftigen. Das Interesse war immens – mehr als 225 Projekte von 1.100 Schülerinnen und Schülern aus 72 Schulen gingen vor den Sommerferien ein. Die beiden Schirmherrinnen und die Wettbewerbsjury gratulierten den Preisträgern und dankten den beteiligten Lehrenden sowie den beiden Architektenkammern für ihr Engagement.

Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Brandenburg: „Kinder und Jugendliche wachsen in bebauter Umgebung auf. Projekte wie dieser Schülerwettbewerb helfen dabei, diese Umwelt aktiv zu entdecken und bewusst wahrzunehmen. So können Vorschläge aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen entwickelt werden, die diese Umgebung als nächste Generation bewohnen werden.“

Beate Stoffers, Staatssekretärin für Bildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin, vertrat die Berliner Bildungssenatorin und Schirmherrin Sandra Scheeres: „Schule kann mehr sein als ein Ort der Wissensvermittlung und die Epoche des Bauhauses ist mehr als ‚bloß Geschichte‘. Das zeigt auch die große Motivation der Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Wettbewerbs, sich Wissen anzueignen und kreativ auf die heutige Zeit zu übertragen.“

Dr. Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus Archivs | Museum für Gestaltung und Mitglied der Wettbewerbsjury, ergänzte: „Die Fantasie der Schülerinnen und Schüler war grenzenlos – die eingereichten Arbeiten reichten von Architekturmodellen, Lampen, Mobiliar, Schmuck, Collagen, Tanz, Kostümen, Animations- und Spielfilmen. Die Jury hatte dann die im besten Sinne ‚Qual der Wahl‘ – mehrere Stunden lang haben wir gesichtet, beurteilt, diskutiert und uns schlussendlich auf die zwölf Preisträger geeinigt.“

„Die jetzige Schülergeneration hat die Zeichen der Zeit erkannt, wie damals auch die Generation am Bauhaus die Zeichen der Zeit erkannt hat: Wir müssen neue Wege für unsere Lebensformen und -gewohnheiten finden, dazu sind neue Materialien, neue (Wohn-) Konzepte, ein soziales Miteinander, ein neues Verantwortungsgefühl den kommenden Generationen gegenüber gefragt. Die Schülerarbeiten bringen das auf ganz unterschiedliche und anschauliche Art und Weise zum Ausdruck“, so Christian Keller, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer.

„Wie im Bauhaus selbst wurde mit großem Enthusiasmus interdisziplinär erkundet und experimentiert. Diese intensive Auseinandersetzung mit dieser Lehre setzt an ihren Wurzeln an und befähigt die Teilnehmenden zu einer differenzierten Haltung zum Erbe der Moderne“, sagte Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin. „In den prämierten Beiträgen zeigt sich dabei, dass Schülerinnen und Schüler verschiedenen Alters sehr gut in der Lage sind, die gesellschaftliche Relevanz der Gestaltung unseres Lebensraumes und das damit verbundene Innovationspotential zu erkennen und hoffentlich in die Zukunft zu tragen.“

Altersgruppe 1.-6. Klasse

–         1. Preis: Bauhaus Vorkurse, Paula-Fürst-Schule, Berlin

–         2. Preis: Für den kleinen Architekten – Bauspiele Nr. 1-6, Grundschule „Menschenkinder“, Schönwalde

–         3. Preis: 100 Jahre Bauhaus – In jedem Haus steckt eine Geschichte, Katholische Schule Bernhard Lichtenberg, Berlin

 

Altersgruppe 7.-10. Klasse

–         1. Preis: Skulpturale Architektur – Fotografien von Steckplastiken, Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner, Berlin

–         2. Preis: Neues Sehen, Rosa-Luxemburg-Gymnasium, Berlin

–         3. Preis: Architektur, Design und Abstraktion, Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner, Berlin

 

Altersgruppe 11.-13. Klasse

–         1. Preis: Meister der Formen, Alexander S. Puschkin Gymnasium, Hennigsdorf

–         zwei 3. Preise: Das Bauhaus besiedeln, Katholische Schule Salvator, Berlin und Impossible Homes, Kurt-Schwitters-Oberschule, Berlin

 

Sonderpreise „Film“

–         Mein Bauhaus – Meine Moderne, Beethoven-Gymnasium, Berlin

–         In der Black Box: Grundformen der Bewegung, Carl-Humann-Grundschule, Berlin

–         Die Bauhaus-Kugelbahn, Deutsch-Norwegische Schule Oslo

 

Die Preissumme des Wettbewerbs beträgt insgesamt 3.800 Euro, 900 Euro mehr als ursprünglich vorgesehen. Die Preise wurden jeweils in drei Altersgruppen vergeben: 1.-6. Klasse, 7.-10. Klasse sowie 11.-13. Klasse. Der jeweils erste Preis war mit 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 200 Euro dotiert. Hinzu kommen drei Auszeichnungen mit jeweils 300 Euro in der Sonderkategorie „Film“, die angesichts der vielen Filmbeiträge von der Jury eingerichtet wurde. Diese Preissummen übernehmen jeweils die beiden Architektenkammern und das Bauhaus Archiv | Museum für Gestaltung.

Zum Wettbewerb „Mein Bauhaus – Meine Moderne“

Der Wettbewerb war zu Beginn des Schuljahres 2018/19 von der Architektenkammer Berlin und der Brandenburgischen Architektenkammer ausgelobt worden. Als Schirmherrinnen fungierten die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres, sowie Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Berliner und Brandenburger Schülerinnen und Schüler konnten sich auf die Spuren der Moderne begeben und vor allem Architektur und Städtebau in der Auseinandersetzung mit kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Themen von damals und heute erkunden. Die Architektenkammern Berlin und Brandenburg, die sich vielfältig in Bildungsprojekten für Partizipation und Architekturvermittlung engagieren, unterstützten bei der Durchführung.

Pressemitteilung: Brandenburgische Architektenkammer