18. August 2018

3D-Stadtmodelle, Softwaretools und andere intelligente Dinge

Innovationen aus der TU Berlin auf der CeBIT vom 12. bis 15. Juni 2018 in Hannover

Berlin (pm) – Die TU Berlin präsentiert sich in diesem Jahr mit vier Projekten auf dem Forschungsgemeinschaftsstand der Hauptstadtregion (Halle 27, Stand G62). Aussteller sind das Fachgebiet Methodik der Geoinformationstechnik und das Fachgebiet Stadtplanung und nachhaltige Stadtentwicklung sowie die Start-ups Cellcore GmbH und mydaco GbR.

Automatisch rekonstruierte Gebäude für 3D-Stadtmodelle

Digitale 3D-Stadtmodelle sind für viele Fragestellungen in Bereichen wie Umwelt, Energie, Urbanisierung und Smart Cities von zentraler Bedeutung. Das an der TU Berlin entwickelte automatische Rekonstruktionsverfahren ermöglicht es, die darin enthaltenen Gebäudemodelle zeiteffizient und kostengünstig aus luftbasiert erfassten Punktwolken bereitzustellen. Es zeichnet sich durch eine starke Integration von Gebäudewissen aus, das mittels formaler Konstruktionssprachen und multiskaligen Wissensgraphen automatisch abgeleitet wird. Die Dachformen der resultierenden Gebäudemodelle sind topologisch immer korrekt und weisen viele Details, gebäudespezifische Symmetrien und eine semantische Strukturierung auf.

CHORA Conscious City

CHORA Conscious City an der TU Berlin forscht an revolutionären Methoden zur Gestaltung intelligenter Städte. Basierend auf kollaborativen, interdisziplinären, datenbasierten Prinzipien untersucht CHORA, wie urbane Intelligenz auf menschlicher und technologischer Ebene entsteht und in Verhandlungen für bewusste Entscheidungen zur Schaffung lebensfähiger und lebenswerter Städte genutzt werden kann. Aktuelle Schwerpunkte sind: Intelligent Prefabrication und Urbane Produktion in Conscious Cities: Berlin – EU – Belt & Road.

CellCore GmbH – Innovatives und optimiertes Design von der Natur inspiriert

Die CellCore GmbH beschäftigt sich mit der Bauteiloptimierung nach bionischen Struktur- und Konstruktionsprinzipien. Mit Hilfe eigener Optimierungsalgorithmen, Softwaretools sowie kommerziellen Lösungen im Bereich CAE können Bauteile auf Basis funktional-gradierter zellularer Strukturen konstruiert werden, die enorme Gewichts- bzw. Materialeinsparungen bis zu 50 Prozent gegenüber klassischen Bauweisen ermöglichen. Für die Herstellung der entworfenen Strukturen können verschiedene Verfahren angesprochen werden, die für Produktionen in großem Maßstab geeignet sind, zum Beispiel Druckguss oder Spritzguss sowie für hochflexible Herstellung unter Verwendung von beispielsweise additiven Verfahren.

mydaco – Intelligence for Connected Things

mydaco erweitert die Funktionen von bestehenden Internet-of-Things-Plattformen. Durch einen von mydaco bereitgestellten Microservice können Algorithmen flexibel in jede Cloud/IoT-Plattform integriert werden. Dadurch können vorhandene Nutzerdaten direkt in der IoT-Plattform durch Programme von externen Entwicklern oder Partnern ausgewertet werden. Die Daten sowie Resultate verlassen die Plattform hierbei nicht. Dies ermöglicht die Integration von einer Vielzahl von intelligenten Funktionen von verschiedenen Partnern. Durch diesen Ansatz wird die Privatsphäre der Nutzer besonders geschützt, während sich der Funktionsumfang der Plattform dennoch mit Innovationen erweitern lässt.

Pressemitteilung: Technische Universität Berlin